rapidite 07/18 ekh im September 2018

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ 10 jahre ekh // juni 2000

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> No S20! Gegen den Gipfel der Herrschaft!

> Safety for All! S20 Counter-Summit in Vienna from the 21st to the 23rd of September 2018

> Liebig 34 bleibt!

> zur eigenen geschichte

> HAMBACHER FORST: MACHT EUCH BEREIT, RÄUMUNG VERHINDERN

> Briefe aus dem Knast von Lisa und Hülya


Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
rapidite[at].med-user.net, subject: rapidite

 

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No S20! Gegen den Gipfel der Herrschaft!


Am 20. September 2018 soll in Salzburg im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft ein informelles Treffen der Staats- und Regierungschef_innen stattfinden. Als zentrale Themen sind unter dem Motto „ein Europa, das schützt“ die sogenannte „innere Sicherheit“, der sogenannte „Schutz“ der EU-Außengrenzen und die sogenannte „Cybersicherheit“ gesetzt. Diese begriffliche Schönfärberei kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein Gipfel der Herrschaft stattfinden soll: ein Haufen Arschgeigen wird in einem pseudo-demokratischen Spektakel über repressive Maßnahmen entscheiden, die ihre Position im Ringen um wirtschaftliche und militärische Macht verbessert, zu unseren Lasten. „Innere Sicherheit“ heißt Aufrüstung derer, die uns einsperren und bespitzeln. „Schutz der EU-Außengrenzen“ ist die bewaffnete Abwehr von Flüchtenden und Migrant_innen. „Cybersicherheit“ bedeutet digitale Kontrolle über unsere Daten und unser Handeln.

Der 20. 9. in Salzburg ist nur ein Programmpunkt der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018. Der Großteil der Sitzungen soll in Wien stattfinden, einzelne Ministerräte sind an anderen Orten geplant (Linz, Alpbach, Graz). Auch das Treffen am 20. 9. war ursprünglich für Wien angedacht, wurde aber von Bundeskanzler Sebastian Kurz auf Vorschlag des Salzburger Landeshauptmannes Wilfried Haslauer nach Salzburg verlegt. An dieser Stelle schon einmal schönen Dank an die Salzburger ÖVP für die kommende Belagerung unserer Stadt durch den Repressionsapparat! Wir wissen, was sich gehört, und werden uns entsprechend revanchieren.
„Schutz der EU-Außengrenzen“

Ein Kernpunkt auf der Tagesordnung am 20. 9. wird die Migrationspolitik sein. Hier werden flüchtende Menschen pauschal als Sicherheitsrisiko dargestellt. Aber wer schützt sich hier eigentlich vor wem, und um wessen Sicherheit geht es? Bei der Ausweitung des Frontex-Mandates, bei der Forderung nach vermehrten Abschiebungen, usw. geht es um die Abwehr von Menschen, die vor dem Elend fliehen, das Machtblöcke wie die EU durch die Ausbeutung des Globalen Südens direkt mitverursachen. Die Militarisierung der EU-Außengrenzen soll weiter vorangetrieben werden. Politiker_innen überbieten einander dabei mit absurden Forderungen, wie der nach der Aufstockung der Frontex-Einsatzkräfte von derzeit 1.500 auf 10.000 – so gefordert von Jens Spahn, dem CDU-Gesundheitsminister (sic!).


„Innere Sicherheit“
Geflüchtete zum Sicherheitsrisiko zu erklären dient außerdem der Legitimation der „Inneren Sicherheit“, das heißt, der Aufrüstung der staatlichen Bespitzelungs- und Repressionsorgane. Den „Kampf um die Köpfe“ haben staatliche und nichtstaatliche rassistisch-nationalistische Projekte insoweit gewonnen, als sich die Leute selbst solche Maßnahmen als zu ihrem Schutz geeignet verkaufen lassen, die eigentlich gegen sie gerichtet sind. Das neue österreichische Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz erleichtert Überwachungsmaßnahmen, indem es jeden Menschen auf österreichischem Boden zwingt, zu jeder Zeit sein Gesicht unverhüllt in die omnipräsenten Kameras zu halten. Das versprochene „friedliche Zusammenleben“ wird dadurch wohl kaum positiv beeinflusst.

Ein weiterer europaweiter Trend ist die Aufrüstung der Polizei und die Erweiterung ihrer Befugnisse. Hier setzt etwa der Gesetzesentwurf für das Polizeiaufgabengesetz in Bayern neue Maßstäbe. So soll die Polizei Geheimdienstkompetenzen erhalten, „intelligente“ Videotechnik und Gesichtserkennung sollen zum Einsatz kommen, und das Postgeheimnis gekippt werden, und die Bullen sollen über Handgranaten verfügen.


„Cybersicherheit“
Sebastian „Message Control“ Kurz verlautbart den „Kampf gegen Internetgiganten wie Google und Facebook“ als Punkt auf der Agenda am 20.9. Hinter dem Vernebelungsbegriff „Digitale Betriebsstätte“ verbirgt sich selbstverständlich nicht die Sorge um die persönlichen Daten der EU-Untertan_innen oder eine Empörung über die Steuerflucht von Konzernen in gigantischem Ausmaß. Vielmehr geht um Verteilungskämpfe unter den Herrschenden um die technologischen Möglichkeiten, unser Denken und Handeln zu überwachen und zu lenken. Es ist mittlerweile bekannt, dass Firmen wie Cambridge Analytica mittels der von Facebook von uns enteigneten Daten mitverantwortlich sind für den Brexit und Trumps Wahlsieg. Der Austritt Großbritanniens und Trumps Strafzölle sind für die EU als wirtschaftlicher und geopolitischer Machtblock, ääh, Friedensprojekt, nicht vorteilhaft. Nun gilt es für die EU-Machthaber_innen, sich die Kontrolle über den technologischen Manipulationsapparat zu sichern, um im internationalen Wettstreit um die effektivste Beeinflussung (im Neusprech heißt das „nudging“) wettbewerbsfähig zu sein. Recht deutlich spricht Kurz in dem Zusammenhang von „Waffengleichheit“.

Willkommen in der (Un-)Sicherheitszone?
Für das Abendessen der Staats- und Regierungschef_innen am Vorabend war ursprünglich der „Festspielbezirk“ als Veranstaltungsort angedacht. Allerdings findet in der Altstadt zeitgleich der Rupertikirtag statt, Salzburgs heimattümelndes Lederhosen-, Dirndl- und Bier-Event. Diese Tatsache identifizierten die Verantwortlichen als „Sicherheitsfrage“, und Ende März wurde kolportiert, es werde überlegt, das Staatsbankett ins Schloss Mirabell zu verlegen und die Tagung in der Uni Mozarteum anzusetzen, statt im Kongresshaus. Somit würden die Tagungsorte und die vier Hotels, in denen die Staats- und Regierungschef_innen samt Entourage nächtigen werden, allesamt in unmittelbarer Nähe zueinander liegen. Drumherum soll eine „Sicherheitszone“ gezogen werden – für uns wohl eher eine Unsicherheitszone. Seit Mitte April ist auch öffentlich, dass „der Einsatz von Drohnen ein Teil des Sicherheitskonzeptes der österreichischen EU-Präsidentschaft“ werden soll. Polizeidrohnen werden also im Herbst über unseren Köpfen kreisen und jede unserer Bewegungen bespitzeln und filmen. Wann werden sie auf uns schießen?
Die kommende Abriegelung und Militarisierung eines Teils des öffentlichen Raumes in unserer Stadt erscheint als konsequente Weiterführung der „Willkommenspolitik“ der Stadt Salzburg. Schon vor Jahrzehnten wurden zur Festspielzeit Obdachlose aus der Altstadt entfernt, und das „sektorale Bettelverbot“ soll dafür sorgen, dass sich die Lodenschickeria und zahlende Tourist_innen nicht mit der Armut konfrontieren müssen, die durch Kapitalismus und nationalistisch-rassistische Vertreibungspolitiken geschaffen wird. Anlässlich des 20. 9. positioniert sich Salzburg wieder einmal als befriedete Zone, in der sich Ausbeuter_innen und jene, die über unsere Köpfe hinweg über unser Leben entscheiden, ungestört hofieren lassen können. Wir wollen hier nicht das Böse personifizieren, ganz im Gegenteil. Es geht um die Amt- und Würdenträger_innen in ihrer Funktion innerhalb des kapitalistisch-nationalistischen Systems, und nicht als Personen. Ebenso richten sich die Schikanen von Bullen und der Stadt Salzburg in Form des Magistrates nicht gegen Geflüchtete, Notreisende und andere Arme als Individuen – sondern gegen sie in ihrer Rolle als „Unerwünschte“ und „Überflüssige“, als Störfaktoren im sauberzuhaltenden Stadtbild. Es trifft trotzdem die einzelnen, konkreten Menschen. Im Gegenzug darf ruhig auch auf die konkreten Machthaber_innen abgezielt werden.

Was wirklich überflüssig ist: die repressive Macht und Unterdrückung, die sich in den bestehenden kapitalitischen, rassistischen und patriarchalen Systemen ständig reproduzieren. Überflüssig ist der sich aktuell stärkende Nationalismus, der sich u.a. antisemitischer Verschwörungstheorien bedient. Überflüssig sind die Machtpositionen, ohne die diese Mechanismen der Ungleichheit nicht aufrechterhalten werden könnten.

Gehen wir am 20. 9. gemeinsam auf die Straße!
Freiheit für alle Gefangenen des kapitalistischen Verwertungsterrors und der rassistisch-patriarchalen Zurichtung!
Wir sind unregierbar! Gegen Staat, Kapital und Nation!


https://nos20.blackblogs.org

 


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Safety for All! S20 Counter-Summit in Vienna from the 21st to the 23rd of September 2018

On September 20th a meeting of the EU heads of states will take place in Salzburg, Austria. The key points on the agenda are so-called „internal security“ and „cyber security“ as well as the so-called „protection“ of the EU’s external borders against “illegal” migration.

It is clear that thereby they mean a further expansion and strengthening of the deadly EU border regime, on the external borders as well as inside our cities, through more surveillance and control. It means more of their racist, sexist and exploitative politics and the attempt to further criminalise resistance(s).

We will not take this! Protests are planned on that day in Salzburg
(see: https://nos20.blackblogs.org/call-aufruf/ and https://summit-salzburg.mobi/en/what-is-it-all-about/)

Smash security, organize safety!

Following the protest in Salzburg, we invite you to join the Counter Summit for Solidarity and Safety for All in Vienna from 21st to 23rd of September. We plan a three-day gathering with workshops, panels and time for informal exchange. We want to challenge their notion of security and develop strategies for organizing ourselves in our cities and neighborhoods. We want to move towards communities of solidarity and sanctuary cities. We will look for ways to connect and learn from our struggles in different contexts, by exchanging strategies on how to fight against deportations and how to strengthen solidarity in transit, be it on the external or internal borders of the EU. Struggles of migration will also be connected to issues of climate change, anti-fascist struggles and workers rights. We further want to share knowledge on surveillance, repression and the fight against police and their destructive violence and work out strategies to challenge their power and find ways to be in solidarity with each other.
More information will follow soon!

https://safety4all.noblogs.org/
https://summit-salzburg.mobi

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Liebig 34 bleibt!

Die Liebig34 ist ein selbstverwaltetes, anarcha-queer-feministisches Hausprojekt in Berlin-Friedrichshain. Das Haus wurde 1990 besetzt und später mit einem Pachtvertrag legalisiert. Dieser Vertrag läuft im Dezember 2018 aus, eine Verlängerung ist nicht in Sicht. Der Hauseigentümer Gijora Padovicz möchte das Haus räumen, luxussanieren und mit maximalem Profit neu vermieten. Padovicz ist in Berlin bekannt für das systematische Aufkaufen, Räumen und Zerstören von Häusern und Wohnprojekten.

Wir können und wollen nicht zulassen, dass uns ein weiteres Haus genommen wird. In Zeiten einer fortschreitenden kapitalistischen Verwertung von Mensch und Wohnraum braucht es eine Praxis sich dieser Logik zu widersetzen. In Zeiten von AfD, CDU/CSU und Pegida braucht es feministische Räume und Organisierung, um dem spürbaren Rechtsruck durch die Gesellschaft etwas entgegen zu setzen. Es braucht Orte, an denen Menschen mit diversen Hintergründen und Gender-Identiäten kollektiv und ohne cis-Männer leben können- unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer gesellschaftlichen Klasse, ihren finanziellen Mitteln oder ihrem Aufenthaltsstatus. Es braucht Orte, an denen Machtstrukturen und Privilegien reflektiert werden, um sie überwindbar zu machen. Es braucht eine Organisierung im Alltag, die statt auf staatliche Strukturen zu vertrauen, diese überflüssig macht und sie angreift.
Wir stellen uns der Aufwertung des Kiezes in den Weg und werden keinen Platz für Luxusbauten machen. Wir brauchen Orte der feministischen Selbstverwaltung und des politischen Widerstandes. Wir werden um die Liebig34 kämpfen!

Kommt am 29.09.2018 um 18 Uhr zur Demo und zeigt, dass die Liebig34 uns alle etwas angeht!

Bleibt widerständig gegen Patriarchat, Gentrifizierung, Staat und Kapitalismus!
Liebig34 verteidigen!

http://liebig34.blogsport.de/

 

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zur eigenen geschichte

Fanya Baron, aka Fanny Baron (1887 – 29. September 1921)

Fanya Greck, geboren in Vilnius, (ihre Familie wurde in den USA in Grefenson umbenannt) zog in die Vereinigten Staaten, wo sie eine Beziehung mit dem Bäcker Aron Baron (alias Kantorovitch) aufbaute. Aron war 1912 nach Chicago geflohen. Er traf Fanya durch seinen älteren Bruder Newman, der mit Fanyas älterer Schwester Sarah verheiratet war.

Fanya war aktiv in der anarchistischen Bewegung in Chicago und bei den Industrial Workers of the World (IWW). Sie war, neben Lucy Parsons1 und Aron, an den Hungerdemonstrationen von 1915 beteiligt. Am 17. Januar 1915 führte sie den Russischen Revolutionären Chor bei einem Treffen mit Lucy Parsons und anderen in Hull House, um den Armen zu helfen. Die Demonstration vor dem Gebäude wurde von der Polizei heftig angegriffen. Die Beamten in Zivil benutzten Schlagringe gegen die Menge, während uniformierte Polizisten mit Schlagstöcken angriffen. Fanya wurde von einem der uniformierten Bullen bewusstlos geschlagen. Sie und fünf andere russische Frauen und fünfzehn Männer wurden verhaftet. Jane Addams² bezahlte die Kaution für Fanya, Lucy und andere, die in der Presse von Chicago abgebildet waren.

Sie kehrte 1917 mit Aron und Boris Yelensky³ nach Russland zurück. Zwischen 1919 und 1920 war sie bei der Nabat Anarchist Confederation in der Ukraine aktiv. Sie wurde zusammen mit vielen anderen Anarchist*innen bei einer Konferenz in Charkow am 25. November 1920 von der Tscheka4 verhaftet.
Ab dem Frühjahr 1921 war sie im Gefängnis von Rjasan. Sie entkam von dort mithilfe des Underground Anarchists - einem geheimen anarchistischen Netzwerk - am 10. Juli 1921, mit neun anderen Anarchist*innen. Sie wollte Aron helfen, aus dem Gefängnis in Moskau zu fliehen und suchte Zuflucht bei Arons Bruder, Semion, einem Mitglied der bolschewistischen Partei. Am 17. August wurde sie in seiner Wohnung von der Tscheka verhaftet. Semion wurde auf der Stelle hingerichtet.

Fanya wurde am 29. September 1921 auf direkten Befehl von Lenin von der Tscheka erschossen, nachdem man sie der “Komplizenschaft antisowjetischer Verbrechen” für schuldig befunden hatte. Gleichzeitig ermordet wurde der Dichter Lev Tcherny mit neun weiteren Anarchist*innen. Ihr Tod wurde zum Symbol der Unterdrückung gegen den russischen Anarchismus. Sie weigerte sich, kleinlaut zu ihrem Tod zu gehen und kämpfte gegen ihre Henker.
Aron starb 1937 in den Arbeitslagern.

“Baron war die Art russischen Frau, die vollständig der Sache der Menschheit gewidmet ist. Während ihrer Zeit in Amerika gab sie ihre ganze Freizeit und einen guten Teil ihres mageren Einkommens in einer Fabrik, um anarchistische Propaganda weiter zu fördern. Jahre später, als ich sie in Charkow traf, war ihr Eifer und ihre Hingabe durch die Verfolgung verstärkt worden, die sie und ihre Gefährt*innen seit ihrer Rückkehr nach Russland durchgemacht hatten. Sie besaß unbegrenzten Mut und einen großzügigen Geist. Sie konnte die schwierigste Aufgabe erfüllen und bereitwillig mit völliger Selbstlosigkeit auf das letzte Stück Brot verzichten. Unter grauenhaften Reisebedingungen reiste Fanya quer durch die Ukraine, um die Nabat zu verbreiten, die Arbeiter*innen und Bäuer*innen zu organisieren oder ihren inhaftierten Gefährt*innen Hilfe und Beistand zu bringen. Sie war eines der Opfer der Butyrki-Razzia, wurde an ihren Haaren hinausgezerrt und schwer geschlagen. Nach ihrer Flucht aus dem Rjasan-Gefängnis stapfte sie zu Fuß nach Moskau, wo sie in Fetzen und mittellos ankam. Es war ihr verzweifelter Zustand, der sie dazu brachte, Zuflucht beim Bruder ihres Mannes zu suchen, in dessen Haus sie von der Tscheka1 entdeckt wurde. Diese großherzige Frau, die ihr ganzes Leben lang der sozialen Revolution gedient hatte, wurde von den Leuten totgeschlagen, die vorgaben, die Vorhut der Revolution zu sein. Nicht zufrieden mit dem Verbrechen, Fanya Baron zu töten, setzte die Sowjetregierung das Stigma des Banditentums in die Erinnerung an ihr todeswürdiges Opfer. “
My Further Disillusionment in Russia - Emma Goldman.


1 Lucy Eldine Gonzalez Parsons (etwa 1853 bis 7. März 1942) war eine führende Persönlichkeit der US-amerikanischen Arbeiterbewegung, radikale Sozialistin und Anarchokommunistin. Ihr Ehemann Albert Parsons, war einer der Anarchisten, die nach den Haymarket Riots 1886 hingerichtet wurde - auf diesen Tag bezieht sich auch der internationale 1. Mai.

2 Jane Laura Addams (1860 - 1935) war eine US-amerikanische Feministin, Soziologin und engagierte Journalistin der Friedensbewegung Anfang der 1920er Jahre.

3 Boris Yelensky (1889 – 1974) war in russischer Anarchist, Mitgründer des Anarchist Red Cross Chicago und Verfasser einer umfassenden Geschichte des Anarchist Black Cross, der sich auch bereits 1905 an der Revolution in Russland beteiligt hatte.

4 Bereits 1917 unter Lenin gegründete politische Geheimpolizei, um politische Gegner zu verfolgen, verhaften und zu ermorden. Viele Anarchist*innen und Antiautoritäre fielen der Tscheka zum Opfer.

 

 

Itō Noe (21. Januar 1895 - 16. September 1923)

eine Landadelfamilie geboren. Nach ihrem Abschluss an der Ueno Girls High-School wurde sie gegen ihren Willen in eine arrangierte Ehe in ihrem Heimatdorf gezwungen. Bald darauf lief sie fort und ging nach Tokio.
In Tokio entwickelten Frauen seit den 1870er Jahren progressive Ideen. Hiratsuka Raicho gründete die Seitosha (Blue Stocking Society) und veröffentlichte ihre Zeitschrift Seito (Blue Stocking), die Frauen die Möglichkeit gab, ihre literarischen, ästhetischen und politischen Fähigkeiten zu entwickeln. Ito trat dieser Gruppe 1913 im Alter von 18 Jahren bei und wurde von 1915 bis 1916 einer ihrer Redakteurinnen. Sie übersetzte auch Artikel der Anarchistin Emma Goldman.

Ito heiratete später den Schriftsteller Tsuji Jun (1884-1944), der sie 1912 in der Schule unterrichtet hatte, verließ ihn jedoch 1916, um eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit dem charismatischen Anarchisten Osugi Sakae einzugehen.


Freie Liebe
Ito und Osugi glaubten an die Konzepte der freien Liebe. Zu dieser Zeit hatte Osugi eine Affäre mit der führenden Frauenanarchistin Ichiko Kamachiko. Leider kollidierten die theoretischen Konzepte freier Liebe mit menschlicher Eifersucht und Kamachika griff Osugi mit einem Messer an und verletzte ihn schwer. Die Massenmedien nutzten diesen Vorfall, um Ito, Osugi und Kamachika wegen ihrer “Unmoral” und der anarchistischen Bewegung im Allgemeinen anzugreifen. Dies führte zu Problemen in der anarchistischen Gruppe, in die Ito und Osugi verwickelt waren, und viele Genoss*innen wandten sich ab.

Ito arbeitete mit Osugi zusammen, um die anarchistische Bewegung zu fördern und ihre Ideen zur Frauenbefreiung zu entwickeln. Sie half 1921 bei der Gründung der sozialistischen Frauengruppe Sekirankai. Sie produzierte über 80 Artikel für verschiedene Publikationen und übersetzte Arbeiten europäischer Anarchist*innen wie Peter Kropotkin und Emma Goldman. Darüber hinaus produzierte sie mehrere autobiographische Romane, die ihr Leben von der Jugend bis zum Bruch mit der Tradition, bis zum Erreichen ihrer emanzipierten und anarchistischen Einstellung nachzeichneten.

Mit Osugi, Wada Kyutaro und Kondo Kenji brachte sie 1919 das erste Rodo Undo-Magazin (Labour Movement) heraus, das den Anarchismus mit der industriellen Arbeiterklasse verbinden sollte.


Erdbeben
Zwei Jahre später, im September 1923, kurz nach der Geburt ihres siebten Kindes, traf das Große Kanto-Erdbeben Japan.

Wie es oft nach einem Erdbeben geschieht, brachen viele Brände aus, und mehr Menschen wurden dadurch getötet als durch das Beben selbst. Insgesamt starben 100.000 Menschen und bis zu zwei Millionen wurden obdachlos.

Durch die Autoritäten geförderte Gerüchte begannen sich zu verbreiten, dass verschiedene “unpopuläre” Gruppen dafür verantwortlich seien, Brände zu legen und andere Missetaten zu begehen, die die Situation verschlimmerten. Daraufhin griffen die Mobs viele koreanische und chinesische Einwander*innen an, und die Polizei nutzte die Gelegenheit, um anarchistische und sozialistische Kämpfer*innen zu ermorden. Tausende wurden getötet. Unter ihnen waren zehn Sozialist*innen in Kameido, Tokio, sowie Ito Noe, Sakae Osugi und sein sechsjähriger Neffe Tachebana Munekazu. Sie wurden am 16. September in Gewahrsam genommen und in den Zellen der gefürchteten Geheimpolizei Kempei-tai geschlagen und erwürgt. Osugi war lange Zeit an erster Stelle auf ihrer Todesliste.

Einige Tage später wurden die Leichen in einem Brunnen gefunden. In dem Prozess, der auf die Entdeckung des Mordes folgte, erhielt das Mitglied der Geheimpolizei, Amakasu Masahiko, auf Befehl von Kaiser Hirohito, nur zehn Jahre Gefängnis. Nachdem er vier Jahre später auf persönlichen Befehl von Hirohito entlassen und in der Mandschurei den “Sonderaufgaben” zugeteilt worden war, beging er schließlich 1945 Selbstmord.

Ito war sich zeitlebens bewusst gewesen, was es hieß zu dieser Zeit in Japan Anarchistin zu sein. Im Jahr 1911 wurden Kotoku Shusui, eine führende Anarchistin, Kanno Suga, und zehn andere Anarchist*innen unter falscher Anklage verurteilt und hingerichtet. Wegen des frei erfundenen Versuchs den Kaiser zu ermorden.

In seiner Autobiographie erzählt Bertrand Russell, wie er Ito Noe 1921 in Japan traf. “Sie war jung und schön ... Dora [Bertrand Russells Frau] sagte zu ihr:” Haben Sie keine Angst, dass die Behörden Ihnen etwas antun? Sie zog ihre Hand über ihre Kehle und sagte: “Ich weiß, dass sie es früher oder später machen werden.”

 

 

Claudia Lopez Benaiges (28. November 1972 - 11. September 1998)

Claudia war eine chilenische militante Anarchistin, die in der Nacht vom 11. September 1998 in La Pincoya, einem Stadtteil von Santiago de Chile, während einer Demonstration von einem Bullen durch einen Schuss in den Rücken ermordet wurde. Anlass der Demo war der 25. Jahrestag des Militärputsches, durch den Augusto Pinochet für die nächsten 17 Jahre Chile diktatorisch regierte.

Claudia wurde dadurch zu einem Symbol für die junge anarchistische Bewegung. In der Stadt Penco gibt es ein soziales Zentrum, dass nach Claudia Lopez benannt ist.

 

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HAMBACHER FORST: MACHT EUCH BEREIT, RÄUMUNG VERHINDERN

Wir gehen aktuell davon aus, dass es im Forst zwischen dem 22.08. und dem 22.09. zu großen Räumungen kommen kann, bis hin zu einer Räumung der Besetzung. Die größte Stütze dieser Annahmen sind uns zugespielte Informationen, die sich gezielt auf diesen Zeitraum festlegen.

Was lässt uns so sicher sein?
In den vergangen Wochen kam es immer wieder zu Polizeieinsätzen, bei denen auch Kletterpolizist_innen, Grubenwehr und RWE-Personal anwesend waren. Es wurden Koordinaten gesammelt, Baumhäuser abfotografiert und kartiert, sowie so viele Informationen über die Baumhäuser zusammen getragen wie möglich. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich die Polizei und RWE einen Überblick der Lage verschafft um dann zeitnah räumen zu können.

Vergangene Polizeieinsätze:
Montag, 30.Juli: Fototour der Polizei im Forst
Montag, 06.August und
Donnerstag, 09.August:
Polizei im Wald

Auch Montag 13. August, sowie tägliche Polizeipräsens am Bahnhof und Tagebauumfeld mit jeweils mehreren Wannen.

Wir brauchen euch jetzt! Die Zeit läuft gerade gegen uns und wir haben noch viel für eine Verhinderung der Räumungen vorzubereiten. Bereitet euch vor, kommt am besten sobald wie möglich in den Wald und sprecht mit eurer Bezugsgruppe, falls ihr eine habt. Egal ob du dich Räumungen direkt in den Weg stellen willst oder dich lieber auf eine Art beteiligst die dich nicht in Gefahr bringt, jede_r kann auf ihre_seine Art helfen. Ihr könnt uns unterstützen, egal ob ihr nur für ein paar Stunden, einige Tage oder die gesamte Rodungssaison da seid.
Ob friedlich oder militant, wichtig ist der Widerstand.
https://hambacherforst.org/blog/2018/08/11/macht-euch-bereit-raeumung-verhindern/

Schreibt der Gefangenen UPIII:
unbekannte Person III / Samantha Hattonen
JVA Köln
Rochusstraße 350
50827 Köln
Deutschland

Bitte schreibt auf englisch oder spendet an
https://abcrhineland.blackblogs.org/

 

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Briefe aus dem Knast von Lisa und Hülya

Brief von Lisa, April 2018, JVA Willich II

Wir haben uns entschieden, diese Geschichte zu veröffentlichen, obwohl es schon über 2 Jahre her
ist. Leider war es meiner mitgefangenen Freundin damals nicht möglich die Geschichte rauszubringen
und auf die Schikanen des Knastes zu reagieren, da sie alleine da stand und vom Knastsystem kalt
gemacht werden sollte. Täglich sterben unzählige Menschen im Knast, sei es mit oder ohne Fremdeinwirkung,
sei es durch „unerklärliche“ Todesfälle oder durch sogenannte Selbstmorde; jedesmal liegt die Hauptverantwortung aber beim Knast und dem Staat, der uns Menschen einsperrt und uns unserer Selbstbestimmung und unserer gegenseitigen Unterstützung beraubt oder berauben will. Wenn sich Gefangene füreinander einsetzen, ihre Menschlichkeit nicht verlieren und die täglichen Schikanen und Ungerechtigkeit nicht einfach zulassen, sondern
sie anprangern und sich gegen den Knast, den Staat und die Justiz stellen, versucht man sie immer
zu isolieren, als „unzurechnungsfähig“ oder „psychisch- Krank“ hinzustellen und kaputt zu machen.

Doch wir werden nicht schweigen oder uns kaputt machen lassen, und ganz besonders diesem menschenfeindlichen
und perfiden-miserablen Knastsystem immer die Stirn bieten!
In Erinnerung an Claudia und alle diejenigen, die den Knast nicht überlebt haben.
Kraft und Solidarität allen, die sich gegen die Ausbeutung, die Unterdrückung und die Herrschaft des Staates und des Knastsystems stellen!

Nieder mit allen Knästen – Freiheit für alle!

 

Brief von Hülya A., JVA Willich II

“2015 kam Claudia nach Köln – Ossendorf in U-Haft ins Haus 10, ich lag auf der Beobachtungszelle 111
und sie kam auf die 112. Sie lag neben mir und wir wurden nach einer Zeit sehr gute Freundinnen, was
es im Knast sehr sehr selten gibt. Sie war seit über 20 Jahren im Methadon Programm und wurde runterdosiert.
Die letzten Wochen war sie garnicht mehr so lebensfreudig wie am Anfang, sie ging auch nicht
mehr in die Freistunde und hat keinen Umschluss mehr mit mir gemacht. Dann kam der 11.01.2016.
Morgens beim Aufschluss um 6:00 Uhr gingen unsere Zellentüren auf. Claudia fragte mich nach Kaffee.
Die Justizbeamtin sagte: „Nein“. Ich konnte sie aber überreden und habe Claudia etwas Kaffee gegeben.
Claudia fragte daraufhin die Beamtin Frau Bürger ganz freundlich, da es ihr nicht gut ging, ob sie dem
Hausmädchen etwas helfen dürfe, um etwas aus der Zelle rauszukommen. Natürlich kam ein direktes
„Nein“. Die Türen wurden wieder zugeschlossen. Claudia rief mich aus dem Fenster. Sie erzählte mir,
dass sie sich gestern versucht hat zu erhängen, aber das Band oder Tuch oder womit sie es auch versucht
hat, wäre gerissen. Es verging am gleichen Morgen etwas Zeit. Ich ging duschen und habe dort ein ganz
komisches Bauchgefühl bekommen. Ich duschte, zog mich an und bin in meine Zelle. Keine Minute
später habe ich eine Polterei gehört. Ich habe, glaube ich, sogar meinen Namen gehört, dachte ich für
einen Moment. Ich bin an mein Fenster und habe zweimal „Claudia“ gerufen. Es kam keine Antwort
von ihr. Da meine Zellentür noch offen war, lief ich raus, klopfte bei ihr, es gab keine Reaktion. Daraufhin
habe ich die Klappe hochgemacht und sah sie mit einem Radiokabel um ihren Hals am Gitter
hängen, an ihrem Zellenfenster. Ich schrie ganz laut: „Sie hängt. Sie hängt.“ Ihre Augen werde ich mein
ganzes Leben nicht vergessen. Der Beamte kam, hat auch die Klappe hochgemacht und schrie laut, er
bräuchte eine Schere. Ich habe gesagt: „Schließen Sie die Tür auf!“ – „Nein“. Bis Frau Bürger mit der
Schere kam, vergingen mindestens 10 Minuten. Die haben die Zellentüre aufgeschlossen, sie raus aus
der Zelle geholt, aber es war viel Zeit vergangen. Ich wollte sie beatmen, doch die Drecksbeamten haben
mich in ihre Zelle geschlossen. Ich konnte alles aus dem Türloch sehen und wusste, dass es zu spät war.
Es kamen irgendwann die Ärzte und nach etwa 15- 20 Minuten wurde sie weggebracht.

Ich hatte tiefe Schuldgefühle und war unter Schock. Die haben alle so getan als wäre nichts gewesen.
Später kamen die restlichen Gefangenen vom Sport wieder. 2 Tage habe ich nicht geredet, beschimpfte
nur die Beamten: „Ihr Schweine! Ihr herzlosen Wichser! Ihr seid Schuld, wenn ihr die Türe vorher
aufgeschlossen hättet, hätte sie es überleben können“. Einzelne Beamte und die Seelsorge versuchten an mich heranzukommen, sagten, dass ich abschließen sollte, aber ich konnte nicht.

Die nächsten Tage vergingen wie im Film. In der Freistunde meinte eine Gefangene nur: „Konnte sie sich nicht nach dem Einkauf umbringen? Sie hatte für mich mit eingekauft.“ Ich hörte es, stand auf, bin auf sie zu und habe auf sie eingeschlagen … mit ganzer Kraft. Der Hausalarm wurde ausgelöst. Die Beamten reagierten direkt, wir wurden auseinander gerissen, ich wurde auf meine Zelle gebracht, habe dort alles um mich herum kaputt geschlagen.
Im tiefsten Herzen erhoffte ich mir, dass Claudia aus dem Koma (in dem sie gelegen hatte) noch erwachen würde, aber die Seelsorge und die Psychologin sagten mir, dass sie es nicht überlebt hatte und die Maschinen abgestellt wurden. Wow, für mich ist die Welt untergegangen!

Später kam Frau Bürger und versuchte mit mir zu reden. Ich sagte ihr, dass sie an allem Schuld sei, dass ich gegen sie aussagen würde und der Staatsanwaltschaft erzählen würde, wie es war. Sie drohte mir, wenn ich das machen würde, werde ich das zu spüren bekommen. Ich lies mich nicht einschüchtern von der scheiss Justiz. Die Staatsanwaltschaft sollte kommen um Spuren sicher zu stellen und ich hätte als Zeugin befragt werden sollen, doch am gleichen Tag an dem sie kommen sollte, wurde mir plötzlich eine Psychose diagnostiziert, ohne dass ich mit Ärzten gesprochen habe. Sie wollten mir Medikamente verschreiben, die ich ablehnte. Die wollten mich foltern, die Drecksjustiz, weil sie wussten, dass ich das ernst meinte. Meine Türe ging auf, ich wurde von mehreren Beamten aufgefordert meinen Haftraum zu verlassen und mit ihnen mitzugehen. Ich weigerte mich und schrie. Die haben sich ihre Handschuhe angezogen, schwarze Lederhandschuhe. Sie hielten mich fest und gaben mir eine Spritze. Ich hatte plötzlich keine Kraft mehr. Ich konnte nicht laufen, bin aufgestanden, aber wieder auf den Boden gefallen. Es war eine Haydolspritze.

Sie haben mich in den Bunker verschleppt, mich ausgezogen, ein Nachthemd angezogen und wie einen Hund hineingeschmissen. Soweit ich mich erinnern kann, als ich meine Augen öffnete, bekam ich große Angst. Ich schrie, dass sie mich herausholen sollten. Es kam keine Reaktion. Die Angst in mir war so groß, ich habe sowas von gelitten. Ich bekam (täglich) nur 2 Scheiben trockenes Brot, wie ein Hund. In dem Moment dachte ich mir: „Das ist die Justiz. Das ist der Staat.“ Ich dachte an die Worte der Beamtin, und dass sie ihre Drohung wahr gemacht hatte.
Ich war 14 Tage ganz alleine im Bunker. Die haben mich mit Medikamenten und Spritzen ruhig gestellt. Ich war machtlos, hilflos. Das sind halt Drecksbeamte. Es hätte nur noch körperliche Gewalt gefehlt. Die Erinnerung für mich ist megakrass und wird mich mein Leben lang nicht loslassen.

Nach 14 Tagen durfte ich raus aus dieser Hölle. Zwei Tage später ging meine Zellentüre auf. Frau Bürger und noch eine Beamtin hielten mir Unterlagen vor, die ich unterschreiben sollte. Ich fragte sie, worum es ginge. Es ging um meine Überweisung in die Psychiatrie Bedburg-Hau. Ich fragte: „Wofür?“ Die wollten mich doch wirklich dazu zwingen, meine Zustimmung dafür zu geben! Ich war mega sprachlos, weigerte mich natürlich und beschimpfte und spuckte Frau Bürger an. Ich dachte mir, sie verdient wirklich den Tod. Erst starb Claudia und weil ich das alles mitbekommen hatte und mich nicht brechen lies, musste ich dafür büßen.

Frau Bürger sagte mir, dass es ein Nachspiel für mich geben, und sie mich anzeigen würde. Ich sagte ihr: „Machen sie, was sie wollen.“ Die JVA Köln – Ossendorf zeigte mich nicht an, nur Frau Bürger. Der Prozess gegen mich wurde fallengelassen, sie haben wohl gemerkt, dass ich im Recht bin und mir alles egal war. Ich habe mich nicht einschüchtern lassen. Das ist die Justiz und die Gerechtigkeit, dass ist der scheiss Staat. Das ist Ossendorf.”

Weitere Briefe und Adressen von Gefangenen findet ihr auf zB. abc-wien.net

 

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Programm

 

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So 01.06. Days N Daze & Stromabwärts & ESA

Eine geballte Ladung an Folk und akustik Punk mit Days N Daze (Houston, Texas), Stromabwärts (Wien) und ESA (Nürnberg)
https://daysndaze.bandcamp.com/

 

 

 

 

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Sonntag, 02.06. | 14 Uhr

Weibafrühstück

Sowie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein
leckeres veganes Buffet gegen Staat,Patriarchat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht, purer Konsumismus nicht !!!

 

 

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Mi 12.06. | 19 Uhr

Erstes Treffen des neuen „Anarchistischen Netzwerk Wien“

Hiermit wollen wir gerne alle anarchistischen und antiautoritären Menschen und Gruppen in Wien einladen am ersten Treffen des neuen „Anarchistischen Netzwerk Wien“  teilzunehmen.

Was ist das anarchistische Netzwerk oder was soll es sein? Grob gesagt soll das Netzwerk ein loser Zusammenhang sein, aus dem heraus sich Individuen und Gruppen für bestimmte Themen oder Aktionen organisieren können. Wir wissen, dass selbst in einer Stadt wie Wien Menschen die verschiedensten Zugänge zu anarchistischen Ideen und Praxis haben.

Es geht bei der Idee des Netzwerks auf keinen Fall darum, dass wir uns alle auf eine Ausformung des Anarchismus einigen, sondern darum wo wir gemeinsame Positionen finden, an denen wir ansetzen können. Weniger um Diskussion als um Aktion. Es geht auch nicht darum eure aktiven Gruppen und Zusammenhänge zu ersetzen oder aufzulösen. ;)

Es geht darum, klare anarchistische Zeichen zu setzen und mehr in das Zeitgeschehen einzugreifen und in soziale Kämpfe hineinzuwirken. Es geht auch darum eine Form von Präsenz zu zeigen. Anknüpfungspunkte könnten im Moment die Donnerstagsdemos oder die Klimaproteste sein. Wir sind uns der möglichen Problematik offener Treffen bewusst, aber sich nicht zu öffnen und interessierte Menschen auszuschließen ist auch keine Lösung, vor allem dann nicht wenn wir anarchistische Ideen breiter vermitteln wollen.

Kurz: Es soll ein offener Raum geschaffen werden in dem interessierte Menschen sich kennenlernen können und an ihnen wichtigen Themen arbeiten.


12. Juni 2019 | 19 Uhr
EKH Beisl (Barrierefrei)

 

 

 

 

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Di 18.06.2019 | 20 Uhr Lesung/Theater: Heimat – Eine Besichtigung des Grauens

Ein Anti-Heimatabend von und mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense Mit ihr wird für Zahnpasta und Banken geworben, der Trachtenhandel erzielt Umsatzrekorde und das provinzielle Kostüm enthemmt seine Träger/innen. Ein »Volks-Rock´n´Roller« füllt große Arenen mit jungem Publikum, die Bild-Zeitung ehrt sie mit einer kostenlosen Sonderausgabe, die Qualitätsmedien mit Features und Debatten- Serien. Zeitschriften, die das richtige Anlegen von Rosenbeeten lehren, sind der Renner auf dem Medienmarkt.

Grüne plakatieren ihr zur Ehre, Sozialdemokraten melden ältere Besitzansprüche an, und beneiden die Christdemokraten um die Idee mit dem Ministerium. Nazis verkünden, die Liebe zur ihr sei kein Verbrechen, und wer sie nicht liebe, sei aus ihr zu entfernen. Linke kontern knallhart: ihre Liebe zu Region und Gebietskörperschaft sei noch viel tiefer, echter und unverbrüchlicher.

Die staatlichen Programme zur Förderung solcher Gefühle sind satt budgetiert, und je trostloser das Kaff, desto hymnischer hat der Song zu sein, der seinen Liebreiz besingt.
Der deutsche Pop folgt diesem Credo, unsubventioniert und in Privatinitiative. Hauptsache
es wird gefühlt. Und das heißt immer: Allem zersetzenden Denken und kritischer Reflexion wird die Stirn geboten.

So fühlt man sich schonmal wie ein Baum, also tief verwurzelt und unumtopfbar, weil sonst Psyche und Identität Schaden erlitten. Manche schnuppern auch an Bratwürsten und behaupten, dann spürten sie Heimat. Vor allem rein und unbefleckt soll sie sein, von ihren Männern beschützt und verteidigt.

 

 

 

 


 

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Mi 19.06. War on Women // Petrol Girls // Dregs


WAR ON WOMEN
https://waronwomen.bandcamp.com
„War On Women is a co-ed feminist hardcore-punk band. Formed in Baltimore, MD in
2011, W.O.W. use driving riffs and in your face vocals that attack the listener both sonically
and lyrically, penning catchy and confrontational songs that touch on rape culture,
street harassment, the gender wage gap, transphobia, and other vitally pertinent social
issues.“

PETROL GIRLS
https://petrolgirls.bandcamp.com
„Petrol Girls are a feminist post-hardcore punk band, originally formed 2013 in London,
with members from Austria, Lithuania and the UK. Now based all
over the place and touring incessantly, the band are strong advocates of
freedom of movement, anti capitalism and intersectional feminism.
Petrol Girls are named after Pétroleuses, mythical women of the Paris commune who allegedly set fire to private property with Molotov cocktails made from milk bottles, and rejected traditional gender roles. The inspiration came from a talk on Women and Protest given by writer Laurie Penny, who loosely translated Pétroleuses to Petrol Girls.“

DREGS
https://dregspunx.bandcamp.com
Großartiger unapologetic Hardcore Punk aus Wien!


Doors: 20.30h

ekh
wielandgasse 2-4
1100 wien

 

 

 

 

 

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Do 20.06. Frauen bildet Banden. 20 Uhr
Eine Filmische Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora,
Dokumentarfilm, Berlin 2019, 75 min

Die »Rote Zora« war in den 1970er und 1980er Jahren eine feministische, militante FrauenLesbengruppe in der BRD, die aus dem Kontext der Revolutionären Zellen hervorgegangen ist. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien,  Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen aus Deutschland und Österreich, Interviews mit einer Historikerin und mit ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der »Roten Zora« und der damaligen FrauenLesbenBewegung wieder lebendig werden.
Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLesben aus Italien, Spanien und Peru berichten über ihre Begegnung mit dieser Politik heute.
Der Film zeigt, dass viele Themen hoch aktuell sind, und bietet Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte und für aktuelle feministische Kämpfe.
Die Filmemacherinnen und eine der Zeitzeuginnen werden anwesend sein für Diskussion
im Anschluss.
Weitere Infos: Las Otras, www.lasotras.de

ekh
wielandgasse 2-4
1100 wien

 

 

 

 

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Schach im Infoladen

Seit Dezember gibt es im Infoladen im EKH die Möglichkeit sich zum Schachspielen zu treffen.

Abseits vom Schachspiel gibt es natürlich auch die Möglichkeit im Infoladen oder der Bibliothek zu stöbern und sich bei Kaffee und Bier zu unterhalten. Da wir zur Zeit nur ein Schachbrett anbieten können, wäre es gut sein eigenes Brett mitzubringen.

Jeder 3. Freitag im Monat ab 17:00 Uhr bis mindestens 20:00 Uhr

Andere (Gesellschafts)Spiele willkommen, Arschlöcher nicht.

 

 

 

 

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So 23.06. Korrosive // Volxmassaka

KORROSIVE (Oakland, CA)
80‘s raw Punk/HC. Totäälinen KAAOS Rip-off. Delay. Ufta-Ufta. Pissa ja Paska. Ex-ODIO.
korrosive.bandcamp.com

VOLXMASSAKA (Wien)
Chaos HC/Punk. Totaler VOLXMASSAKA Rip-Off. Ufta Ufta. Bier und Pfeffi. Und Krätze. Ex-VOLXMASSAKA.
volxmassaka.bandcamp.com

 

 

 

 

 

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ABC Schreibwerkstatt

Medienwerkstatt, EKH,
letzter Donnerstag im Monat, 18:00 – 20:00 Uhr

Seit Ende Jänner 2017 findet regelmäszig die ABC-Schreibwerkstatt statt. Wir finden es wichtig unseren Genoss*Innen /Gefährt*Innen Solidarität zu zeigen und sie wissen und spüren zu lassen, dass sie weder alleine noch vergessen sind.
Deshalb wollen wir zusammen an Gefangene schreiben und unsere Erfahrungen und unser Wissen austauschen.

Am Anfang jeder Schreibwerkstatt werden wir kurz über einzelne Gefangene berichten.

Für vegane Snacks und Getränke ist gesorgt.

Solidarität ist eine Waffe!

 

 

 

 

 

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5. 6. - 9. 6. 2019 - EKH HAUS & HOFFEST

05.06. - 09.06.2019 - EKH HAUS & HOFFEST

alle updates hier: https://med-user.net/~ekh/hhf/

MITTWOCH 5. JUNI – MEET & GREET
Fancy Drinks // Fancy Food // Fancy Dresses

PSIKOTROPIKOS – Kumbia not dead! Cumbia Fusion Punk Reggae Latino
www.facebook.com/pxicos

Workshops mit Nightmare Collective:
(Mittwoch und Donnerstag jeweils 10-13h und 14-17h – Große Halle)
„Wir sind eine internationale Berliner Gruppe mit unterschiedlichen Hintergründen und teilweise mit Wurzeln in Wien. Was uns eint, sind Arbeiten mit performativen Künsten, BDSM, Film und herrschaftskritischen Aktionen. Dabei schöpfen wie manchmal aus biografischen Erfahrungen. Wir streben einzeln und gemeinsam danach, das Patriarchat abzuschaffen. Einige von uns kennen sich schon lange aus aktivistischen Zusammenhängen. Als Gruppe haben wir uns 2018 für ein 360° Filmprojekt zusammengefunden. Weitere Filme und performative Aktionen sind in Planung – an unserem Wohnort, aber auch an anderen Orten.
In einem zweitägigen BDSM-informierten Workshop erproben die Teilnehmenden Spielarten der Dominanz, um den Kapitalismus und das Patriarchat zu hinterfragen. Es geht uns nicht um Nacktheit und Sexualität, sondern um Formen der Herrschaftskritik. Wir verstehen BDSM als eine emanzipatorische und konsensuelle Praktik, um Machtverhältnisse auszuloten. Traditionellen Gewaltformen – zB der Gewalt an Frauen, die ja derzeit in den österreicherischen Medien präsent ist – wollen wir damit neu zu begegnen.
Dies zielt nicht nur auf Selbsterfahrung ab, sondern auch auf das Ausloten des choreographischen und performativen Potentials. Am Ende steht eine von den Teilnehmenden selbst zu erarbeitende Performance auf einem öffentlichen Platz im Stile des Unsichtbaren Theaters. Diese wird unter anderem mit der 360°-Kamera dokumentiert.“
Die Performance an sich wird am Freitag nachmittag statt finden und der dabei gedrehte kurzer Film wird noch im Rahmen von dem Haus&Hoffest gezeigt (Samstag oder Sonntag).

DONNERSTAG 6. JUNI
10-13h und 14-17h – Workshops mit Nightmare Collective – sehe Mittwoch (Große Halle)
13-21h – Infomaden & BibliotEKH offen
14h – Siebdruckworkshop (Siebdruckwerkstatt)
18-21h – Hofbar

21h – Coverabend
Daweil angekündigte Bands: THE DISTILLERS, DISFEAR, LOIKAEMIE
Das Programm des Coverabends kann (und wird) sich kurzfristig ändern.
Habt ihr Bock und Ideen für eine Coverband? Gibt uns Bescheid! Auch kurzfristige Anmeldungen sind willkommen!

FREITAG 7. JUNI
13-21h – Infomaden & BibliotEKH offen

15-18h – Stadtabwertungsworkshop (Große Halle)
„Gentrification“ mal anders herum: In unserem Workshop bieten wir euch verschiedenste Materialien und Techniken an, wie ihr euch selbst gegen die voranschreitende Gentrifizierung in der Stadt wehren könnt. Während die einen in ihren Apartments der gefühlsvollen Inszenierung westlicher Lebensqualität frönen, wird der Pöbel durch Überwachungskameras fern gehalten und ein Grätzel nach dem anderen durch hippe Bonzenbuden und unbezahlbare Mieten überrannt.
Eine bunte,radikale Praxis ist notwendig, um eine solidarische Stadt von unten zu erkämpfen.“

15-19h –Privacy/Verschlüsselungs workshop Freitag
Im ersten Teil gehts hauptsächlich um Privacy und wie wir dazu kommen. Es geht um sichere Passwörter und Verschlüsselungstechniken die in Email- und Festplattenverschlüsselung verwendet werden und wie man sicher Kommuniziert.
Im zweiten Teil wirds dann praktisch, Email- und Festplattenverschlüsselung,.. jedeR kann mit seinen/ihren Problemen (Fokus liegt auf Linux und Windows) kommen. Nehmt eure Devices mit und stellt Fragen, vielleicht können wir einige gemeinsam beantworten.

18-21h – Hofbar

21h – Konzert
THE PORCA MADONNAS (ger) - DIY Queer Posing Dance Show aus Leipzig für Fans von Madonna, Lady Gaga usw.
theporcamadonnas.weebly.com

ROSA PARKS (cze) – Anarcho HC/Punk aus Orlová
rosaparks.musicforliberation.com

LŽI (cze) – Politischer Punk aus Brno mit Leuten von BRÜNNER TODESMARSCH, JOSEF FRITZL u.a.
lzipunk.bandcamp.com

BÄCKERSTERNE – Linzer Punk Rock
facebook.com/baeckersterne

RÖTTEN SHOCK (ger) - Wütender Anarchopunk aus München mit Texten auf Spanisch.
rottenshock.bandcamp.com

+ 1-2 weitere Bands + Afterparty


SAMSTAG 8. JUNI

14h – Strassenfest am Reumannplatz
Offener Reumannplatz statt Konsumzwang!
Die „Zweifelhaften“ wehren sich!
„Als „Zweifelhafte“ wurden die täglichen Nutzer*innen des Reumannplatz in einer öffentlichen Debatte zur Neugestaltung bezeichnet. Der Platz ist ab den ersten Sonnenstrahlen sehr belebt und alle nutzen diesen zum Spiel, zur Entspannung oder zum Austausch - als eine willkommene Gelegenheit in dem sonst sehr dicht bewohnten Grätzl den engen vier Wänden zu entkommen.
Mit der Erweiterung der U1-Bahnlinie ist der Platz für die 67 Straßenbahnstationen obsolet geworden und im Jahr 2016 wurde in einer Studie der Stadt Wien die Interessen der Bevölkerung ermittelt. Ergebnisse waren unter anderem mehr grün, Ausbau der Spielplatzfläche, mehr Sitzgelegenheiten und bessere Radwege. Seit dem letzten Jahr haben die Bezirksverwaltung und ein paar ansässige Unternehmer aber andere Pläne. Ihr Projekt zur Aufwertung ist ein Gastro Tempel in der Mitte des Platzes (100 Sitzplätze) mit einem Gastgarten (30 Sitzplätze). Der Baubeginn ist für Herbst 2019 angesetzt. In den Architektur-Modellen sind nicht einmal öffentliche Bankerl zu sehen. So soll das öffentliche Wohl und der Erhohlungsort, sowie der Park nebenan den Profitinteressen einiger weniger weichen.
Deswegen werden wir dieses Jahr das EKHaus-Straßenfest am Reumannplatz feiern und unseren Unmut gegen diesen Vetreibungs- und Aufwertungsprozess kundtun. Beteiligt Euch und bringt Ideen, Aktionismus und gute Laune mit!!“

Programm am Reumannplatz:
FLORINE AND THE MACHINE
Ein charmantes Duo mit Gitarre, stellenweise Akkordeon, Cello und einer rauchigen Stimme. irgendwas zwischen SMASHING PUMPKINS und THE CURE. Melancholisch, schräg und unangepasst - was will mensch mehr?

STROM ABWÄRTS
Folk Punk aus Wien

Bikekitchen Vienna mit ein paar Kinderfahrräder und zwei oder drei Bike Games!
Infostände, offener Bücherkasten, Spektakel und Essen ohne Gastro-Tempel

21h – Konzert (Große Halle)
BURNING KITCHEN (swe) – Geiler politischer Punk Rock aus Stockholm. Eine perfekte Kombination von Melodie und Lärm, Hoffnung und Wut, Liebe und Hass gegenüber dieser verrückten Gesellschaft. Eine Band die am Ende der 90-er Jahren einige coole Platten auf Communichaos Media herausgegeben hat und danach jahrelang leise war. 2016 ist nach langen Jahren ein neues LP auf Alerta Antifascista herausgekommen und ausser der Sprache in den Texten (Schwedisch statt Englisch) hat sich nichts geändert! Und wir freuen uns sehr das wir mal geschafft haben BK nach Wien zu bringen weil sie sonst eigentlich auf keine Tours mehr fahren! Vielleicht kennst du auch ihre andere Bands wie SJU SVÅRA ÅR, VÅLD, TO WHAT END?, DISCHANGE, MEANWHILE, NO SECURITY, SUNDAY MORNING EINSTEINS oder IMPERIAL LEATHER.
facebook.com/BurningKitchenPunk

MORUS (pol) – Der polnische HC/Punk der 90-er Jahre war ein ziemlicher Phänomen. Wenn vor fast 20 Jahren POST REGIMENT im Haus gespielt hat, gabs von der Bühne bis zum Mischpult kaum einen Mensch der nicht am tanzen war. Von POST REGIMENT haben sich sogar solche Bands wie D.S.B. aus Japan oder BALLAST aus Kanada beeinflußen lassen. Und gerade die Leute von POST REGIMENT (inkl. die Sängerin Nika), aber auch anderen ähnlichen Bands wie EL BANDA oder ANTIDOTUM findest du jetz auch in MORUS, einer neuen Band aus Warschau!
(morus23.bandcamp.com)

DECIDE TODAY (usa) – Digital Hardcore vom feinsten! Alte bekannten die schon mal 2015 am Wagenplatz Treibstoff gespielt haben. Wenn anarchopunk in 21 Jahrhundert geboren wäre...
decidetoday.bandcamp.com

BEYOND THE BORDERS (lva) – Rave Punk
beyondtheborders.bandcamp.com

BLAGO (rus) – HC/Grind/Punk
blago.bandcamp.com

+ Afterparty

SONNTAG 9. JUNI
Brunch & Movies & Kater
+ weitere Workshops, täglich veganes Essen, Cocktails, usw.
Schau auf https://med-user.net/~ekh/hhf für Programm-Updates!

 

 

 

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"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"



 

 

 

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Solidarische Grüße vom EKH an die Besetzung im Hambacher Forst!

Das Ernst-Kirchweger-Haus Wien sendet solidarische Grüße an die Besetzer_innen und alle, die gegen die Räumung Widerstand leisten!
Seit Donnerstag (13.9.18) versuchen Einsatzkräfte der Polizei die Wald- und Wiesenbesetzung zu räumen. Die Polizeigewalt ist enorm und die Zerstörung durch den Energiekonzern RWE unermesslich!
RWE betreibt unter anderem den Braunkohletagebau Hambach in Deutschland und damit ein dreckiges Geschäft der Umweltzerstörung, Verdrängung und Ausbeutung. Bei besagtem Tagebau handelt es sich um ein riesiges Loch im Boden mit ca. 40km Umfang, für welches in den vergangenen vier Jahrzehnten u.a. Dörfer, Äcker, Tiere, sowie fast der gesamte Hambacher Forst weichen mussten. Der Rest des Waldes wurde vor mehreren Jahren besetzt, um die Abholzung zu verhindern. Wohl waren diese Besetzungen, die auch immer wieder geräumt wurden, ein großer Dorn im Auge von RWE und nun hat es der Konzern geschafft die Politik auf seine Seite zu ziehen und einen Räumungsbescheid durch das Bauministerium zu ergattern. Mehr als 30 Baumhäuser und die kleinen Dörfer, die im Wald aufgebaut wurden, werden geräumt. Der Rest des Waldes, von dem nach der Räumung vermutlich nicht mehr so viel übrig sein wird, wird danach von RWE gerodet.
Es ist wie immer: Macht und Profit vor Umwelt und Gerechtigkeit.

Der Kampf gegen Umweltzerstörung muss überall sichtbar sein!
Solidarität mit den Besetzer_innen!
Gegen RWE, gegen Polizei und Politik!

HAMBACHER FORST BLEIBT!!!