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rapidite 04/17 ekh im April 2017

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ 10 jahre ekh // juni 2000

>>> termine / programmübersicht

artikel, texte, aufrufe:

>Urteil im Prozess gegen Thunfisch gesprochen
>Die Mieten sind zu hoch
>Wien, Hausbesetzung
>Nieder mit dem Patriarchat -– Worte aus dem Knast
>Internationaler Aufruf für dezentraliserte Aktionen in Solidarität
mit den Gefährt_innen, die wegen Bankraub in Aachen angeklagt
sind.
>Graz: Der Kampf gegen das Murkraftwerk


Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
rapidite[at].med-user.net, subject: rapidite

 

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Urteil im Prozess gegen Thunfisch gesprochen


Am Freitag, den 17.03. fand der vierte und letzte Prozesstag gegen unsere Komplizin Thunfisch statt. Sie
wurde zu 7 Monaten und 1 Woche wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch Verstoß
gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand verurteilt. Die Strafe wird auf 2 Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Die Absurditäten des Prozesses gipfelten in dem Plädoyer der Staatsanwältin Sadri-Herzog, die sich
lang und breit über die Demo ausließ, die sie als staatsfeindlich, gewalttätig und polizeifeindlich beschrieb und dann mit Tränen in den Augen darüber sprach, dass Polizist*innen ja auch nur Menschen seien.

Obwohl alle so unfassbar gerührt waren, ist sogar den Richtern nicht entgangen, dass sie nicht wirklich viel zur Sache gesagt hatte. Scheint sie wohl nicht nötig zu haben. Die Verteidigung entlarvte den Prozess als eine
Ansammlung von Wahrscheinlichkeiten und Vermutungen. Die Richter und Schöff*innen verurteilten sie trotzdem in allen Punkten, auch wenn aus dem schweren Landfriedensbruch ein einfacher wurde.

Das Urteil ist in 1 Woche rechtskräftig, wenn keine Berufung eingelegt wird. Ein ausführlicher Prozessbericht folgt in den nächsten Tagen. Vorbei ist das ganze jedoch noch lange nicht. Eure Solidarität ist weiterhin gefragt!
Auf Thunfisch kommen nun die Prozess- und Anwält*innenkosten zu. Organisiert gerne Soliparties,
-tresen, oder Infoveranstaltungen, zu denen wir gerne kommen!
Der Kampf gegen Gentrifizierung ist auch noch nicht gewonnen. In Berlin und anderen Städten gibt es
noch viel zu tun.
Werdet aktiv und lasst euch nicht erwischen ;)

https://freethunfisch.blackblogs.org/
https://aaronbalu.blackblogs.org/


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Die Mieten sind zu hoch!

Klar sind wir ja grundsätzlich gegen Mieten und für „die-Häuser-die-sie-bewohnen“, aber in Realität
zahlen die meisten von uns doch Miete und davon die meisten auch noch zu viel. Aber nicht nur aus einer
persönlichen Empfindung, nein ein großteil der Vermieter*Innen in Wien verlangt illegalerweise zu viel.
Für Altbauten gibt es eine klare Mietpreisbindung und auch Neubauten sind an gewisse Gesetze bezüglich
der Miethöhe gebunden. Und wie gesagt liegen viele der Mieten einfach weit über diesen Grenzen. Oft
werden die m² zu hoch berechnet, weil zb. die Fläche die die Wände wegnehmen nicht weggerechnet
wird. Oder Wohnungen werden in falsche Kategorien eingestuft, wo früher bei Beschwerde, die Miete
rückerstattet werden musste, hat der*die Vermieter*In mittlerweile 2 Monate Zeit, diese Mängel zu beheben!
Es mag zwar für manche*n etwas reformistisch klingen, aber warum sollten wir auch nur einen Cent mehr Miete zahlen, als wir müssen.

Wenn mensch schon mietet, warum sich dann auch noch zusätzlich weiter abziehen lassen! Informiert euch, teilt eure Erfahrungen und geht’s den Vermieter*Innen am Oarsch!

Aber grundsätzlich noch immer: SQUAT THE WORLD!

 

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Wien, Hausbesetzung

Wir werden demnächst ein Haus besetzen, um einen Raum des Kampfes zu schaffen und uns ein Stück unseres Lebens zurück zu erobern.

Wir erhoffen uns von dieser Veröffentlichung im Vorhinein, dass alle, die sich in den hier formulierten Ideen wiedererkennen, eigene Initiativen entwickeln, Aktivitäten und Aktionen planen und die Kämpfe intensivieren.

Die widerrechtliche Aneignung, der bewusste Bruch mit einer Eigentumslogik, die die Grundlage des kapitalistischen Systems darstellt, ist für uns dabei zentral. Wir werden dabei auf gar keinen Fall mit den Eigentümer_innen und der Politik kooperieren und verhandeln. Wir werden keine Forderungen an den Staat stellen, da seine Aufgabe die Aufrechterhaltung dieser Ordnung ist, die wir ablehnen, weil wir selbstbestimmt leben wollen. Die Wiener Sozialdemokratie verwendet verschiedene Befriedungsstrategien um die sozialen Konflikte zu entschärfen. Oft wird nur die aktuelle Stadtentwicklung kritisiert, ohne den aktiven Bruch mit Staat und Kapital zu suchen. Daher vertiefen wir die sozialen Spannungen, wann immer es uns möglich ist.

Die Lebensbedingungen, die uns aufgezwungen werden, machen uns wütend. Alle Bereiche unseres Lebens werden der Logik von Profit und Autorität unterworfen. Überall sind wir mit Eigentümer_innen und Chef_innen konfrontiert, die von der Ausbeutung unseres Lebens profitieren.

So auch im Bereich des Wohnens. Was sie „Aufwertung“ nennen, bedeutet für Viele das genaue Gegenteil davon: steigende Mieten, Zwangsräumungen, Verdrängung, Zwang in die Obdachlosigkeit. Wir sind es leid, diesem Normalzustand länger zu zusehen, deswegen ergreifen wir die Initiative und bekämpfen diese Ordnung.

Wir werden einen Raum schaffen, der die Selbstorganisierung unserer Kämpfe ermöglicht. Daher stellen wir uns gegen jede Vereinnahmung durch politische Gruppen und Organisationen, sowie gegen die Verzerrungen durch Journalist_innen. Es soll ein lebendiger Ort des Zusammenkommens, des Austauschs und des Experimentierens mit verschiedenen Formen des Lebens und Kämpfens entstehen.
Wir wollen keinen Raum für den Konsum, sondern einen, der von aktiver Beteiligung und Eigeninitiative lebt. Daher ist es für uns auch wichtig mit Nachdruck zu betonen, dass es uns nicht darum geht, eine Party zu veranstalten und kein maßloser Alkoholkonsum erwünscht ist, dafür gibt es unserer Meinung nach genügend Räume.

Verbreitet diesen Aufruf auf euren Kanälen!
Wien am 20. März 2017
demnaechst@riseup.net

 

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Nieder mit dem Patriarchat -– Worte aus dem Knast

Wir veröffentlichen hier den Brief einer anarchistischen Gefährtin, die seit einigen Monaten in Deutschland im Knast sitzt, da ihr vorgeworfen wird, eine Bank in Aachen überfallen zu haben. Aktuell steht sie vor Gericht. Sie hat diesen Brief im Kontext des 08. März, dem internationalen Frauenkampftag, geschrieben.

Nieder mit dem Patriarchat

– über soziale, rassistische und patriarchale Missstände –

Das wir auch hier in Deutschland in einer total ungleichen Gesellschaft leben ist allgemein bekannt. Die Oberschicht ist gut abgesichert und wohl behütet, hat keine existenziellen Sorgen und kann ihren Kindern trotz aller allgemeinen Problemen auf dieser Welt eine zuversichtliche Zukunft bieten, etwas, dass der Unterschicht nicht zusteht. Während ein kleiner Teil der Menschen zudem immer reicher wird, soll ein großer Teil am Existenzminimum gehalten werden, arbeitet für einen beschissenen Niedriglohn und wird zum immer sinnloseren Konsum getrimmt, damit dieses profitgierige System in dem wir leben, aufrecht erhalten werden kann. Während sich wenige auf ihren millionenteuren Yachten im Mittelmeer sonnen oder sich in ihren Privatjets über den Erdball kutschieren lassen, können sich viele andere nicht einmal im Leben einen wirklichen Urlaub leisten, geschweige denn ihre Miete, die Stromrechnung oder ein paar neue Zähne bezahlen. Während die Superreichen ihren angescheffelten Reichtum vor den geltenden Steuerpflichten in irgendwelchen Steuerparadiesen oder über ein paar Briefkastenfirmen retten und meist nicht einmal ernsthaft juristisch dafür belangt werden, sitzen so manche Arme Monate oder Jahre für Geldstrafen oder Kleinstkriminalitäten – für Beträge, die die Reichen täglich in Minuten ausgeben.

Der Staat und die Medien erzählen zwar jeder Mensch würde vor dem Gesetz gleich stehen, aber dabei weiß jedes Kind, dass wer reich und mächtig ist, nicht im Knast landet, da gute und teure Anwälte ihn heraus hauen werden. Wer schlechte Anwälte hat oder auch schon aus sozialen oder rassistischen Gründen als „übliche_r Verdächtige_r“ gilt, hat währenddessen einfach schlechte Karten. Und wer zudem nicht der deutschen Sprache mächtig ist oder nicht lesen und schreiben kann, hat faktisch keine Verteidigungschancen und ist auf ständige Hilfe anderer angewiesen, die oft nicht da ist. Der Gesellschaft ist es scheiß egal. Es werden die üblichen Feindbilder der „kriminellen Ausländer*innen“, arabischen und nordafrikanischen „Terrorist*innen“ und „gefährlichen Flüchtlingen“ hochgehalten, die schnellstmöglich weg gesperrt oder abgeschoben werden sollen. Deutschland preist sich zwar gerne als weltoffenes Land an, das auch Flüchtlinge aufnimmt, aber nur wenn sich diese erfolgreich in das Arbeitssystem integrieren, wirtschaftlich aus ihnen Profit zu schlagen ist oder sie sich als Opferrolle vermarkten lassen. Wenn sie allerdings in ihren Familien, oder sogenannten „Banden“, nach Deutschland kommen, um in einem reicheren Land logischerweise besser überleben zu können oder denen nehmen, die mehr haben als sie, dann werden sie nicht nur weg gesperrt oder abgeschoben, sondern an ihnen noch fremdenfeindliche Politik statuiert und gerechtfertigt. Dabei geht es dem Staat vor allen Dingen um das Recht der Reichen und dem Schutz ihres Eigentums. Wer gegen Besitzverhältnisse verstößt, wird hier proportional am härtesten bestraft. Der Knast ist eben voll von sogenannten Einbrecher*innen, Betrüger*innen, Räuber*innen und Dieb*innen und nicht von Mördern oder Vergewaltigern, wie so oft dargestellt. Und die Ausländerquote ist natürlich sehr hoch, aber nicht weil Ausländer*innen krimineller als Deutsche sind, sonder weil sie generell zur Unterschicht gehören. Das war in einem Einwanderland wie Deutschland schon immer so und wird auch weiter so bleiben.

Doch da gibt es noch einen anderen Punkt, der hier die ganzen benannten Ungerechtigkeiten und strukturellen Unterdrückungen vielleicht sogar noch übertrifft, nämlich die patriarchale Gewalt. Und das trifft die Frauen im Knast noch einmal dreifach. Der Anteil der Frauen im Gesamtteil der Gefangenen ist ein absolut geringer. Deshalb werden die Bedürfnisse der Frauen auch fast gar nicht wahrgenommen. Die gesundheitlichen, medizinischen und hygienischen Möglichkeiten für Frauen und in frauenspezifischen Angelegenheiten sind erschreckend schlecht. Es gibt grundsätzlich immer mehr Aktivitäten, Sportmöglichkeiten und Aus- und Weiterbildungsoptionen für Männer als für Frauen. Die meisten Frauen kommen mehr oder weniger direkt aus häuslichen oder sexuellen Gewaltverhältnissen, oft wurden sie von ihren Männern oder Vätern zum klauen oder rauben gezwungen oder sind hier, weil sie sich gegen ihre Peiniger gewehrt haben. Der Staat und die Gesellschaft skandalieren auf sexistische Weise, wenn Frauen kriminelle Handlungen durchführen, vor allen Dingen wenn sie besondere Positionen haben, die sonst gewöhnlich nur Männer machen. Außerdem behält sich auch heutzutage der Staat weiter vor über den Körper der Frau bestimmen zu dürfen und die Frauen notfalls strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie diese Herrschaft über ihren Körper nicht hergeben. Das hat sich auch seit dem Mittelalter nicht geändert, bloß werden sie jetzt nicht mehr als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, sondern landen im Knast. Während die Männer im Knast oft von ihren Frauen besucht werden, ist das umgekehrt nur selten der Fall. Oft sind die Männer der Frauen im Knast auch selbst in Haft, auf der Flucht oder kümmern sich nicht um sie. Außerdem haben fast alle Frauen im Knast Kinder draußen und somit oft das Problem wer sich um diese zwischenzeitlich kümmert. Die Frau ist eben oft auch aus dem Knast heraus gezwungen ihr Familie zu versorgen und aufrecht zu halten und das obwohl es von hier heraus enorm schwierig ist so viel zu organisieren. Im besten Fall steht der Frau immer noch ihre eigenen Mutter zur Verfügung. Denn am Ende ist die Frau im Knast in fast allen Kulturen verpönt und verachtet und wenn sie angeblich gewalttätig geworden ist, dann noch mehr, da das klassische Rollenbild einer Frau ihr jegliche Art von Selbstermächtigung abspricht. Somit spielt die patriarchale Struktur des Staates und des Strafgesetzes zusammen mit den familiären Gewaltverhältnissen gegen die Frauen und führt zu ihrer Beherrschung und Unterdrückung. Und trotz dieser niederschmetternden Realität gibt es doch immer wieder kleine hoffnungsvolle Selbstbestimmungs- und Selbstorganisierungsansätze der Frauen untereinander im Knast. Vielleicht ist oft die Empathie größer als zwischen Männern, in gewissen Situationen wird sich manchmal gegenseitig geholfen oder im einzelnen auch solidarisch gegenüber Schwächeren, Unterprivilegierten oder Rebellinnen verhalten. Jede dieser auch noch so kleinsten Gesten und Haltungen sind natürlich lebensnotwendig – für jede einzelne im Weg durch den Knast aber auch als Zeichen gegen all diese Unterdrückungen und Zwangssysteme.

Der Kampf geht weiter – bis alle Knäste nieder gestürzt sind!

Für die totale Befreiung von allen sozialen, rassistischen und patriarchalen Herrschaftssystemen. Kraft, Mut und Rebellion.

Freiheit für alle!

 

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Internationaler Aufruf für dezentraliserte Aktionen in Solidarität
mit den Gefährt_innen, die wegen Bankraub in Aachen angeklagt
sind.

17. – 23. April 2017
Internationaler Aufruf für dezentraliserte Aktionen in Solidarität mit den Gefährt_innen, die wegen Bankraub in Aachen angeklagt sind.

2015 wurde eine Gefährtin aus Amsterdam verhaftet. Ihr wurde vorgeworfen an einem Bankraub beteiligt gewesen zu sein, welcher sich 2013 in Aaachen ereignete. Nach einigen Monaten in Untersuchungshaft und mehreren Wochen vor Gericht, wurde sie letztendlich freigesprochen und wieder auf freien Fuss gesetzt. Es ist allerdings davon aus zu gehen, dass die Staatsanwaltschaft Aachen gegen diesen Freispruch in Revision gehen wird.

Im April und Juni 2016 wurden zwei weitere Gefährt_innen, diesmal aus Barcelona, festgenommen und vom spanischen Staat in den Knast gesteckt, da sie in Deutschland beschuldigt sind an einem weiteren Bankraub teilgenommen zu haben. Es folgte die Auslieferung der Beiden nach Deutschland, wo sie seitdem in Untersuchungshaft sitzen. Seit Januar 2017 läuft der Prozess gegen die Beiden, welcher vorraussichtlich am 22. Mai 2017 in Aachen sein Ende finden wird.

Es überrascht uns nicht, dass diejenigen welche sich gegen die Misere dieses unterdrückenden Systems wehren und dagegen kämpfen angegriffen, verfolgt und bestraft werden. Über Unschuld oder Schuld zu sprechen interessiert uns nicht, es ist die Sprache unserer Feinde und wir verweigern diese. Unsere Feinde sind jene, welche eine Logik befolgen, Individuen zu teilen und zu kategorisieren, um dann die Möglichkeit zu haben, die Ungewollten weg zu sperren. Wir teilen mit unseren Angeklagten Gefährt_innen die Abscheu gegen dieses System. Die Abscheu gegenüber Knästen, welche die Aufteilung in gute Bürgerinnen und jene die Bestrafungen verdienen, aufrecht erhalten.

Wir hassen all diese repressive Infrastrukturen aller Staaten genauso, wie jede Verbindungen zur Kirche  und deren lange Tradition von Unterdrückung. Für uns stellt die Kiche einen weiteren Teil im System des Staates dar, welches direkt verbunden ist mit Banken und zusammen die Kontrolle aufrecht erhält, welche wir jeden Tag erfahren.

Riesige Schritte in der Entwicklung und der Rolle der Repression in unseren täglichen Leben sind unternommen worden. Neue Technologien und Entwicklungren zur Entschlüsselung von DNA, biometrische Analysen, Kameras,…. all dies sind Instrumente welche zum Studieren, Analysieren und Kontrollieren benutzt werden. Und sie stellen einen Teil der Struktur dar, einen Teil unseres Feindes, gegen den wir uns positionieren und den wir zerstören wollen.

Zusammenarbeit von Polizeien, Richter_innen  und Ermittler_innen verschiedener Staaten ist eine alte Strategie, welche in Europa und darüber hinaus nur neu überarbeitet wurde und zu einem schnelleren, offensichtlichen und reinerem Kapitalismus beiträgt, welcher gleichzeitig grausamer ist.

Mit unseren mit Wut, Stärke und Courage gefüllten Adern, erobern wir die Straßen zurück. Gestärkt von jeden repressiven Schlag, stehen wir an der Seite unserer Gefährt*innen. Wir zeigen ihnen durch unsere Solidarität unsere Leidenschaft an der Zerstörung eines Systems, welches wir nicht wollen oder brauchen und führen unseren Kampf fort.

Dies ist ein internationaler Aufruf zur Solidarität mit den Gefährt_innen die Aachen wegen Bankraub angeklagt sind. Es ist ein Aufruf um die Verknüpfungen zwischen Rebell_innen und Unterdrückten, in welchen Teil oder aus welcher Ecke dieser Welt auch immer, zu schaffen .

Wir nutzen unsere Werkzeuge, um zu sabotieren und anzugreifen und somit die Struktur der Macht zu zerstören. Wir nutzen unsere Vorstellungskraft, um unseren Hass in allen Variationen zu zeigen und nutzen unsere Leidenschaft um unsere Kämpfe fortzuführen.

Wir rufen daher für die Woche vom 17. bis 23. April auf, Solidarität mit den Angeklagten zu zeigen.

Nichts ist zu Ende, unsere Kämpfe gehen weiter! Bis alle frei sind!

Solidarität mit den Gefährtinnen, die Aachen in angeklagt sind.

Freiheit für sie! Freiheit für Alle!

Für die Revolte! Für die Anarchie!


Updates & Infos:
solidariteit.noblogs.org / solidaritatrebel.noblogs.org


Februar 2017, irgendwo in dieser Welt.

 

 

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Graz: Der Kampf gegen das Murkraftwerk

In der März-Rapidité wurde bereits von dem Kampf gegen den Bau des Murkraftwerks in Graz berichtet. Hier ein
paar Infos und Updates, sowie eine Chronologie: Die Ereignisse der letzten Wochen in Graz zeigen wie
komplex das Thema Murkraftwerk ist. Im Widerstand gegen den Kraftwerksbau verschränken sich nämlich
gleich mehrere Kämpfe auf unterschiedlichen Ebenen:

1. Der Kampf für die Erhaltung der Mur und seiner Ufer als Ökosystem

2. Der Kampf gegen kapitalistische Interessen und die Logik der Technologisierung

3. Der Kampf gegen den Unwillen sich mit der Nazivergangenheit von Graz auseinander zu setzen

Nicht zuletzt ist der Widerstand gegen das MKW ein Kampf um Würde und Selbstbestimmung der in Graz
lebenden Menschen. In ein paar Worten wollen wir das näher ausführen:
Die renaturalisierte Mur und ihre Ufer sind das Zuahuse von (bedrohten) Tierarten. Der Fluss, der mitten durch Graz fließt, wurde vor hundert Jahren begradigt, hat aber im Laufe der Zeit einen naturnahen Charakter entwickelt.
Die Tierarten wie der Huchen und die Würfelnatter verlieren nun durch den Kraftwerksbau ihren Lebensraum
und die Wasserqualität wird schlechter. Das alles für mehr „Ökostrom“ aus einem ineffizienten Kraftwerk. In
Österreich sind außerdem schon fast alle Flüsse verbaut.
Nur noch wenige Kilometer fließen frei. Anstatt die Logik des immer größeren Energieverbrauchs zu hinterfragen
wird Wasserkraft dem Atomstrom gegenübergestellt. Das Kraftwerk macht aus volkswirtschaftlichen
Gesichtspunkten keinen Sinn und kann nur durch öffentliche Förderungen durchgedrückt werden. Wer
profitiert, sind die Unternehmer_innen, die selbst zugeben, dass der Bau des Kraftwerks sein eigentlicher
Zweck ist. Und der Bürgermeister, der sich selbst ein Monument errichtet und die Bedürfnisse seiner
Baufreunde befriedigt.

Das Murkraftwerk wird auf dem Gelände des „Lagers Liebenau“ errichtet. Dieses NS-Zwangsarbeiterlager
war in den letzten Kriegsmonaten eine Zwischenstation des Todesmarschs von ungarischen Juden Richtung
Mauthausen. Zeitzeugen berichten von der Ermordung dutzender Juden auf dem Gelände. Nach Kriegsende
versanken die Geschichten um das Lager im kollektivenVergessen der Stadt. Die Grazer Stadtregierungen seit
1945 interessierten sich nicht für die Aufarbeitung der Geschehnisse im Lager. Durch die aktive Verdrängung
leugnen sie, dass Graz eine Stätte des Holocaust ist. Nun zeigt sich, dass sie mit dem Versiegeln des Bodens die
Aufarbeitung für immer unmöglich machen wollen.
Chronologischer Überblick:

Jänner: Bannertage mit Sprüchen wie „Lebensräume statt Managerträume“ und „Der Widerstand wächst“ bzw.
„Murkraft verhindern“

4. Februar: „Rettet die Mur“ veranstaltet Demonstrationsmarsch gegen das Kraftwerk, 4 000 Menschen nehmen Teil

5. Februar: Gemeinderatswahlen – Der Bürgermeister, der das Kraftwerk unterstützt, wird wiedergewählt

6. Februar: Baustart gegen 4 Uhr früh: Bauzäune werden aufgestellt, Securities und Polizei sperren Rodungsgebiet
zwischen Puchsteg und Puntigamer Brücke ab. Als Aktivist_innen versuchen in den Baubereich zu gelangen,
reagieren Securities gewalttätig, die Rodungen starten Nachmittag: Menschenmengen verlangsamen die
Rodungen, wiederholtes gewalttätiges Vorgehen von Securities, Polizei schreitet nicht ein – Spontandemo,
Baustellenbesetzung und Räumung durch die Polizei, 7 Festnahmen wegen strafrechtlicher Vergehen

8. Februar: Störaktionen kurz vor der “Rettet die Mur”- Kundgebung, Bauarbeiten werden auf die nördliche Seite
des Puchstegs verlegt, Harvester wird für kurze Zeit außer Gefecht gesetzt, Securities tragen Aktivist_innen vom
Bagger während der Kundgebung kommt eine Gruppe von Kajakfahrer_innen an und kann durch Paddeln
die Rodungsarbeiten immer wieder behindern und rauszögern, am Nachmittag werden die Rodungsarbeiten
mit starkem Protest stark verlangsamt, drei Bäume besetzt, einer in der Nähe der Puntigamerbrücke, wo noch ein
kleiner Baumbestand übrig ist und zwei nördlich des Puchsteges auf der westlichen Seite der Mur. Gleichzeitiges
Errichten vom Protestcamp „Murcamp“, auf der östlichen Seite der Mur.

9. Februar: ~ 19 Uhr. Am Abend kommen Securities mit Polizeiverstärkung ins Camp und kündigen an, dass das
Protestcamp am nächsten Morgen geräumt würde, da die Energie Steiermark (ESTAG) den Grund aufgekauft hätte, die Rodung für den besetzen Teil anstehe und das Camp somit illegal hier wäre. Barrikadenbau Oppositionelle Politiker_innen bieten an zu vermitteln und schwächen so den Widerstand

10. Februar:
~ 4 Uhr. Securities fordern zu Campräumung auf, Menschen weigern sich, Polizei stellt
Fluchtlichtscheinwerfer auf, LKW mit Bauzäunen wird mit Bierbänken blockiert, zwei der drei Zufahrten zum
Murufercamp blockiert – die Polizei kommt nicht weiter. Im Norden, Höhe Seifenfabrik, Ostseite wird der Radweg gesperrt, passiver Widerstand von Aktivist_innen, mit Polizeiverstärkung wird das Vorhaben durchgesetzt, 2 Menschen gelangen ins abgesperrte Gebiet und besetzen Bäume
~09.30 Uhr. Polizeiverstärkung, die Lage spitzt sich zu. Camp wird mit Bauzäunen gekesselt, Sitzblockaden im
Norden werden geräumt, danach das Camp, Cobra räumt Baumbesetzer, Rodungen werden fortgesetzt

11. Februar: Neuerrichtung des Murcamps am Ufer nördlich der Seifenfabrik

12. Februar: Bagger und Ufer wird beim Puchsteg blockiert, Polizei spricht Ultimatum aus, Gelände wird
freiwillig verlassen

13. Februar: Baggerbesetzung, 4 Stunden Baustopp, 2 Festnahmen

14. Februar: mehr als 200 Personen im Baugelände, Baggerblockaden

15. Februar: große Protestbeteiligung; mehrere Blockaden, sämtliche Bauarbeiten auf der Olympiawiese zum Stehen gebracht Estag kündigt medial Zivilrechtsklagen an. Räumung des Geländes durch Cobra, 5 Festnahmen

17. Februar: Widersprüchlicher Kampf – bei einer Demonstration wird Nationalsozialist Konrad Lorenz zitiert

24. Februar: Aktionsmobilisierung, ca. 80 Personen auf der Baustelle Olympiawiese, Securities reagieren gewalttätig gegen Aktivist_innen nicht bestätigte Bodenfunde aus der Zeit des ehem. NS-Lager Liebenau gesichtet, werden untersucht am Nachmittag Demonstrationsmarsch vom Augartensteg zum Puchsteg

27. Februar: 2 kurze Baggerbesetzungen, gewalttätige Übergriffe von seiten der Securities (würgen, Haare
reißen, kopfüber vom Bagger zerren), sie fotografieren unter Gewaltanwendung mit Privathandies die Gesichter
der Aktivist_innen (bzw. versuchen es), Polizei sieht zu

4. März: Bannerdrop „Murkraftwerk stoppen“ auf dem Schlossberg in der Innenstadt
5. März: Aktivisten verhindern kurzzeitig das Zuschütten von Teilen des NS-Lager Liebenau, Transpis mit
„Gasleitung durch NS-Lager?“ und „Aufarbeitung muss Stadt finden“, 5 Festnahmen und eine Identitätsfeststellung,
17.30 Uhr Sponti für die Opfer des NS-Lagers vom Hauptplatz Richtung Polizeianhaltezentrum (PAZ)

15. März: Die Besetzung einer Baumaschine von 9 Aktivist_innen führt zum Stillstand des ganzen Baubetriebs, 4 Aktivist_innen entkommen nach dem Eintreffen der Polizei, 5 Aktivist_innen harren mehrere Stunden aus und werden von der Cobra geräumt, Banner mit „Stoppen wir den MURks“, erneut Übegriffe durch Securities, 5 Festnahmen

to be continued...

 


 

 

Programm April 2017

 

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Samstag, 01.04.

Totälickers // Krüger // Maradona // Kaschorros Wiciados

Seewinkel Noise Factory presents

TOTÄLICKERS (esp)
Geradliniger, leicht metallischer Anarchocrustpunk aus Barcelona mit Mitglieder von INFÄME und HOLOCAUST IN YOUR HEAD. Nachdem euch die Spanier nach zwei Europatouren und der Show auf unserem Festival bereits geläufig sein sollten, dürfte als Beschreibung „Vollgas in die Fresse D-Beat-Punk im Stil einschlägiger alter Schweden-Bands“, reichen!
Tipp: Am besten mittendrin, damit es euch die Sicherungen raushaut ;-)
…achja die Band hat jede Menge Platten aufgenommen..unbedingt reinhören!
http://totalickers.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=TjYKqE8Z83M
https://www.youtube.com/watch?v=tFtbpE-h5fU
https://www.youtube.com/watch?v=zNQGH8UfOSU

MARADONA (aut)
Wie geil ist das? Maradona ist wieder am Leben!
Erste Show nach 7 Jahren, aber bestimmt kein bisschen leiser!
Die Akteur_innen sind bestimmt keine Unbekannten, wirken sie doch in Bands wie Ruidosa Inmundicia, Assata, Sotatila etc. mit – daraus läßt sich auch schon erahnen, was da auf euch zubrettelt: schneller, crustiger Hardcorepunk, zorniger Gesang mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch.
http://www.med-user.net/~maradona/Frameset.html

KRÜGER (cz)
Mit abwechselnd weiblichem und männlichem Gesang, wird euch harter, kompromissloser aber gleichzeitig auch melodischer D-Beat/Crust vor die Birne geknallt, dass einem/einer schwindelig wird. Solltet ihr die Band nicht kennen, wird es jetzt Zeit – Sie stehen den bekannteren Bands um nichts nach und brüllen sich für euch die Seele aus dem Leib.
https://krugerpunx.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=1QpQmiipnR8
https://www.youtube.com/watch?v=XbCSvN2vZyQ
https://www.youtube.com/watch?v=Pe7FvAxrKk4

KASCHORROS WICIADOS (aut)
Eine recht frische, durch Adrenalin angetriebene und sehr motivierte Band aus Tirol, die euch das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Ihr sogenannter “D-Beat Speed Trash” ist im wilden Metal und rauen Punk der Achtziger (Ratos de Porao, Discharge, S.O.D.,…) verwurzelt.
Ebenso die Leidenschaft zu DIY Projekten in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Skateboard Szene, sind ein wesentlicher Bestandteil der Band.
https://kaschorroswiciados.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=uhuAU714gJk
https://www.youtube.com/watch?v=H1GepYf6SfE

 

 

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Sonntag, 02.04.

Weibafrühstück

Sowie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein
leckeres veganes Buffet gegen Staat,Patriarchat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht, purer Konsumismus nicht !!!

 

 



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Donnerstag, 06.04

Politdiskubeisl: Tor: anonym surfen und mehr

Der Schutz der eigenen Daten wird im Netz immer wichtiger. Eines der
Projekte, die Aktivist*innen hierbei unterstützen, ist das Torprojekt.
Durch das Anonymisierungsnetzwerk Tor wird es ermöglicht, die eigene
IP-Adresse geheim zu halten. Doch mit Tor kann noch mehr gemacht werden.
In diesem Vortrag wird erläutert, wie das Tor-Netzwerk funktioniert und
wie ihr es nutzen könnt. Ausserdem werden Begriffe wie ‘Darknet’ und
‘Hidden-Service’ erläutert und wir geben ein paar Beispiele, wie
Aktivist*innen Tor zum Schutz von sich selbst und vom eigenen Umfeld
verwenden können und auch welche Fallstricke dabei beachtet werden
müssen.

19:30, Medienwerkstatt

Für Speis und Trank wird gesorgt sein, danach gibts dann noch die
Möglichkeit die Themem in der Unheizbar zu diskutieren.

 

 

 



 

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UnNerdBar – Antirepsolibar

XBox, N64, Sega Megadrive und noch viel mehr. Wir zocken bis das Beisl
glüht.

– Hosted by c-lab

 



 

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Samstag 08.04.

Raumprojekt Soliparty

Es soll ein anarchistisches Raumprojekt entstehen, um rebellische Individuen sowie herrschaftskritische Theorie und Praxis in Wien zu bestärken! Dafür wollen wir Kohle sammeln.

SchrAiraum [experimental riotgrrl punk]

Verderber [hc punk]

Indoctrinate [hc punk / grindcore]

WillOwisps [space’n roll, experimental]

Auflegerei

+ Projektvorstellung, Cocktailbar, veganes Essen, Tombola, Zine-Tisch, ABC-Gefangenenschreiben

Warum ein weiteres Raumprojekt?

Derzeit fehlt uns in Wien ein Ort, an dem sich Menschen, die Interesse am Anarchismus und gelebter Herrschaftsfreiheit haben, treffen und austauschen können. Wir denken, dass durch einen solchen Ort anarchistische Theorie und Praxis gestärkt und Individuen in ihrem Handeln bestärkt werden können.

Genau deswegen soll ein neuer Raum entstehen!

Es soll dabei kein weiterer Szenetreff geschaffen werden, sondern ein Ort, der verschiedene Menschen mit verschiedenen Hintergründen in verschiedenen Lebenslagen anspricht.

Das heißt, dass wir das Zusammenkommen verschiedener anarchistischer Strömungen, Generationen, Herkünfte, Genderidentitäten, Bildungsgrade etc. ermöglichen wollen.

Dabei ist uns bewusst, dass wir alle von gesellschaftlichen Verhältnissen geprägt sind und es uns oft schwer fällt, wertschätzend und herrschaftsfrei miteinander umzugehen. Was jedoch entscheidend ist, ist der gemeinsame Anspruch uns ständig weiterentwickeln zu wollen – und das jenseits von neoliberaler Selbstoptimierungslogik!

Dafür soll in diesem Raum eine (nicht nur dem Namen nach) anarchistische Bibliothek und ein Infoladen entstehen. Es können Diskussionen, Vorträge und eine Schreibwerkstatt veranstaltet werden. Diverse anarchistische Gruppen können ihre Treffen und Veranstaltungen an diesem Ort abhalten.

Auch soll ein Raum für Workshops und kreative DIY-Veranstaltungen sowie ein anarchistisches Café zum Abhängen und Austauschen geschaffen werden.

Uns ist wichtig, dass dieser Raum weder bloß konsumiert noch als Dienstleistung wahrgenommen wird. Wenn du jedoch Ideen im Kopf hast, wollen wir dich beim Planen und Organisieren von solidarischen Projekten unterstützen!

Selbstorganisierung ist uns wichtig!

 

 

 

 

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Montag, 10.04.

Paramnesia // Schattenlicht

Paramnesia aus Strasbourg sind das erste mal im EKH und wir freuen uns. Großartiger atmosphärischer Blackmetal mit Menschen von Geraniüm.
https://paramnesiaxpa.bandcamp.com/

Schattenlicht aus Wien werden den Abend eröffnen und sollte den meisten von euch auch schon bekannt sein. Klar antifaschistischer Blackmetal, was ja leider eher eine Seltenheit ist.
https://schattenlicht.bandcamp.com/

Und weils ein Montag ist fangen wir pünktlich um 21:15 an.

 

 

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Textdiskussion: “Schmetterlinge, freie Liebe und Ideologie”

Freitag 14.04.2017 19:30 im EKH Infomaden
Der Text “Schmetterlinge, freie Liebe und Ideologie” soll zur Diskussion gestellt werden. Wie frei ist die “Freie Liebe” und wie sehr ist sie nur eine neue Norm?
“[Émile] Armand behauptete, dass „in der Liebe, wie in allen anderen Bereichen, es die Fülle ist, die die Eifersucht und den Neid zerschmettert. Deshalb ist die Formel der freien Liebe: „Alle mit jedem, jeder mit allen“, berufen, das Motto aller ausgewählten und durch Affinität vereinten anarchistischen Milieus zu sein.“ Aber wie kann man, damals wie heute, sich anmaßen, mit einer solchen Arroganz und Zufriedenheit zu behaupten, dass dies DIE Art („Formel“!) der Liebes- und sexuellen Beziehungen ist, die von DEN Anarchisten (oder irgendeinem anderen sozialen Milieu) angenommen werden  soll? Der Begriff
„freie Liebe“ selbst enthält bereits diese Art des Ausschließens, da er impliziert, dass nur die von ihm gemeinte Beziehungsform erlaubt, Freiheit zu erreichen – wohingegen wir jedwede Möglichkeit ernsthaft bezweifeln, die Freiheit durch die Liebe zu finden, nenne man diese „frei“ oder nicht. Denn ist es wirklich die Freiheit, die wir durch die Liebe suchen? “
Kommt bitte vorbereitet, lest den Text und macht euch dazu Gedanken (evtl. Notizen). Wir wollen unsere Ideen und Vorstellungen teilen und diskutieren um unsere Kritik zu schärfen.
Der Text kann hier gelesen bzw. gedruckt werden:

http://anarchistischebibliothek.org/library/aviv-etrebilalschmetterlinge-freie-liebe-und-ideologie

 

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Freitag, 14.04.

Unheizbar.Antirepsoliparty! Zum Saisonende!

Hoi `zamm!

Und auch die schönste Saison muss einmal zu Ende gehen und in diesem Fall sagt euch die unschlagbare Unheizbarcrew fröhlich  „Tschüß ihr Idioten wir sehn uns im Herbst wieder!!!“

Natürlich haben wir aber nochmal in die Vollen gegriffen und lassen es zum Abschied mal wieder richtig krachen. Am 14.04. laden wir euch unter dem Motto „Come as you are“ herzlich ein die vergangenen, unheizbaren Abende Revue passieren zu lassen und endlich mal richtig zu Saufen. Für alle denen ein zünftiges Trinkgelage allein nicht genügt gibt es selbstverständlich noch ein ausschweifendes Unterhaltungsprogramm und ein wie immer reichhaltiges Buffet.

Für nähere Infos kontaktiert doch einfach die Antirep–Soli–Barcrew eures Vertrauens oda haltet die Augen nach Flyern bzw. Postern offen.

In diesem Sinne … Naja wir sehn uns!!!

 

 

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Dienstag, 18.04.

Antifa-Café: Buchvorstellung: “Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht”

Das Antifa-Café findet seit fast 2 Jahren, jeden dritten Dienstag des Monats statt. In der Regel wird es mit Vorträgen, Mobi- und Diskussionsveranstaltungen bespielt, außerdem gibt es Film- und Buchvorstellungen. Es soll Raum geschaffen werden sich zu informieren, sich auszutauschen und bei kühlen Getränken und veganem Essen zu vernetzen.

Im April werden wir dafür zum zweiten Mal die ehrwürdigen Hallen des EKH nutzen.
An diesem Abend wird es einen Vortrag von Sama Maani geben, der in Wien lebende Psychoanalytiker, kritisiert das Konzept der kulturellen Identität und verteidigt den Universalismus gegen den Kulturrelativismus sowie die Psychoanalyse als Kulturkritik gegen die Psychotherapie. Er wird uns sein neues Buch “Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht” vorstellen und besonderen Bezug auf Religionskritik dabei nehmen. Im Anschluss wird es wie immer genug Platz für Diskussionen, Anmerkungen und Kritik geben.
Wir freuen uns auf euch, kommt zahlreich und erzählt es weiter!
Für eine starke, antifaschistische Linke!
Mehr Infos unter autonome-antifa.net

 

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20:04.-23.04. Anarchist Black Cross Solidarity Festival #5

Bands, Discussions, Workhops, Karaoke, Soli Tattoos and much more!

https://abcfestvienna.noblogs.org/

 

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Mittwoch, 26.04.

Forest Hum

Forest Humhttps://foresthum.bandcamp.com
Grindcore/Powerviolence aus Saint-Petersburg (Russia)

Senf für die Ohren
CyberGrind aus CyberHell

 

 

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Donnerstag 23.02. ABC Schreibwerkstatt

Seit Ende Jänner 2017 findet die ABC-Schreibwerkstatt statt. Wir finden es wichtig unseren Genoss*Innen, Gefährt*Innen und Freund*Innen, die aus unterschiedlichen Gründen in Knästen sitzen, Solidarität zu zeigen und sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine oder vergessen sind.
Eine gute Möglichkeit ist ihnen Briefe oder Postkarten zukommen zu lassen. Briefe und das Wissen, dass mensch nicht vergessen ist, können in dieser grauen Gefangenschaft die Welt bedeuten. Leider glauben noch immer zu viele Menschen in unseren Bewegungen, dass Knast sie nicht betrifft, wobei es klar sein muss, dass Knast alle betrifft.
Auf der einen Seite als die ständige Droh- & Kontrollfunktion dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Als ein Ort, wo wir niemals hin wollen und dessen reine Existenz uns schon unterdrückt.

Und auf der anderen Seite auch als reale Reaktion des Staates auf unsere Kämpfe für eine freie Gesellschaft ohne diese einsperrenden Institutionen.

Mit der Schreibwerkstatt wollen wir mehr Menschen ermutigen Briefe an Gefangene zu schreiben. Dafür stellen wir euch gerne Material (Papier, Addressen, Kuvere, Postfach, etc.) und auch unsere Erfahrungen zur Verfügung.

Wir möchten euch am Anfang jeder Schreibwerkstatt auch kurz ueber einzelne Gefangene berichten.

Außerdem wird’s auch immer Getränke und kleine vegane Snacks geben.

Solidarität ist eine Waffe!

Medienwerkstatt | 18:00 – 20:00 Uhr

 

 

 

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Sa 29.04. Panzaschokolade

steel rain or tank rain is a phenomenon in which tanks are perceived to fall from the sky in the form of rain. Cases have been recorded since Homer‘s Iliad, composed approximately 8th century BC, and are widespread. Before the 17th century it was generally believed that the rain was actually steel. Literature mirrors cult practice, in which the appearance of steel rain was considered a bad omen. It was used as a tool foreshadowing events, but while some of these may be literary devices, some occurrences are historic. There is now a scientific consensus[1] that the steel rain phenomenon is caused by aerial spores of microalgae Tankophilia aprilata.

Recorded instances of tank rain usually cover small areas. The duration can vary, sometimes lasting only a short time, others several days. By the 17th century, explanations for the phenomenon had moved away from the supernatural and attempted to provide natural reasons. In the 19th century, steel rains were scientifically examined, and theories that ideology gave the tanks their red colour gained ground. Today, the dominant theories are that the color is caused by rust coating the tanks or by the presence of micro-organisms. Alternative explanations include sunspots and aurorae.

Raining vehicles is a rare meteorological phenomenon in which ground-vehicles fall from the sky. Such occurrences have been reported in many countries throughout history.[1] One hypothesis is that tornadic waterspouts sometimes pick up vehicles such as tanks or cars, and carry them for up to several miles.[1][2] However, this aspect of the phenomenon has never been witnessed by scientists.

 


 


"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"