rapidite 04/18 ekh im April 2018

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ 10 jahre ekh // juni 2000

>>> termine / programmübersicht

artikel, texte, aufrufe:

> Be prepared: How to do Hausdurchsuchung

> Rest in Power, Anna!

> Tattoo Circus Zürich

> zur eigenen geschichte: ...Vorbereitung zum Hochverrat, groben Unfugs, Konkubinats und anderer Delikte

> Hausdurchsuchung am 23.1.18 in Magdeburg

> Thessaloniki: Besetztes Haus von Faschisten niedergebrannt


Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
rapidite[at].med-user.net, subject: rapidite

 

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Be prepared: How to do Hausdurchsuchung


Schon lange bevor etwas passiert, macht es Sinn sich mit Repression auseinander zu setzen. Überlegt euch also als Politgruppe, Freund_innen, WG... schon im Vorhinein, wie ihr mit solchen Situationen umgehen wollt, wer als Vertrauenspersonen bei einer allfälligen Hausdurchsuchung in Frage kommt, ob ihr mehr Menschen mobilisieren wollt, die vor eurem Haus stehen und euch akustisch beistehen könnten, was euch in dieser doch sehr speziellen Situation stressen wird, wovor ihr Angst habt usw.

Beschriftet in Wgs, Hausprojekten... eure Zimmer mit eurem vollen Namen, verschlüsselt eure Computer und kommuniziert sicher. Beschäftigt euch allgemein mit Antirepressionsarbeit und macht euch mit dem Konzept der Aussageverweigerung vertraut.

Wenn die Polizei vor der Türe steht, dann ist es erstmal sinnvoll, nicht die Nerven zu verlieren, sondern versuchen ruhig zu bleiben und keine Panik zu kriegen. Denn wenn die Cops klopfen oder klingeln und nicht gleich die Türe aufbrechen und in voller Montur und gezogenen Puffn hereinstürmen, dann kann mensch davon ausgehen, dass ca. 3-6 Kripo-Beamt_innen zur Durchsuchung erscheinen und sich zumindest ansatzweise im Sinne der gesetzlichen Vorgaben korrekt verhalten.

Sind die Cops vor der Tür, um euch mitzuteilen, dass ihr z.B. die Musik leiser drehen sollt oder weil sie dir einen behördlichen Brief zustellen wollen, dann dürfen sie die Wohnung/das Haus nicht betreten.
 
Um die Betroffenen zu überraschen bzw. sie in ihrer Wohnung/Haus anzutreffen, ist es üblich, frühmorgens gegen 4 oder 5 Uhr mit einer Hausdurchsuchung zu beginnen.

Du musst nicht sofort die Haustür öffnen, sondern hast einige Minuten Zeit dich anzukleiden, Freund_innen telefonisch Bescheid zu sagen und die Mitbewohnis zu wecken (Richtwert max. ca. 10 Minuten). Bevor du die Cops hereinlässt: Lass dir den schriftlichen und auf bestimmten Gründen beruhenden Hausdurchsuchungsbefehl zeigen, der gegen konkrete Personen gerichtet sein muss. Die Staatsanwaltschaft ordnet aufgrund einer richterlichen Bewilligung die Hausdurchsuchung offiziell an. Achte auf den amtlichen Briefkopf des Schreibens und von welcher Staatsanwaltschaft es ausgestellt wurde.

Ist das nicht der Fall bzw. haben sie keinen Hausdurchsuchungsbefehl, so musst du sie nur in die Wohnung lassen, wenn die Polizist_innen mit “Gefahr in Verzug” argumentieren. “Gefahr in Verzug” bedeutet z.B., dass bis zur Einholung der staatsanwaltlichen Anordnung die verdächtige Person Zeit hätte, Beweismittel zu vernichten. Spätestens nach 24 Stunden muss dir dann ein schriftlicher Hausdurchsuchungsbefehl zugestellt werden. Es gibt dann noch eine “fremdenrechtliche” Bestimmung, die es relativ einfach möglich macht, einen Wohnraum ohne Durchsuchungsbeschluss zu betreten: Wird argumentiert, dass eine Person ohne gültigen Aufenthaltstitel in der Wohnung ist, darf die Polizei ohne Bewilligung von sich aus in privaten Räumen nach dieser Person suchen.

Welche Gründe sind zulässig für eine Hausdurchsuchung?
Einerseits das Sicherstellen von Spuren einer Straftat (wie z.B. Bekenner_innenschreiben auf PCs, Waffen usw.) und andererseits das Auffinden einer Person, die verdächtigt wird eine Straftat begangen zu haben. Ein Hausdurchsuchungsbefehl muss daher klar auflisten, was konkret gesucht wird. Ist das nicht ersichtlich, ist es rechtlich nicht zulässig. In dem Moment, wo die Hausdurchsuchung auf jurisitisch wackeligen Beinen steht, kannst du dich jedoch nicht dagegen wehren. Nur im Nachhinein hast du eine (zugegeben fragwürdige) Beschwerdemöglichkeit.

Du hast das Recht die ganze Zeit bei der Durchsuchung anwesend zu sein und kannst auch verlangen, dass nur ein Zimmer nach dem anderen durchsucht wird, damit du jeweils dabei sein kannst. Wenn du in einer WG wohnst, dann dürfen nur deine persönlichen Zimmer sowie die Gemeinschaftsräume durchsucht werden (außer sie können einen Durchsuchungsbefehl für die gesamte WG vorweisen).

Namensschilder an den Zimmertüren machen in WGs insofern Sinn, als dass nicht so einfach alles durchsucht werden kann, wenn sich der Hausdurchsuchungsbefehl nur gegen eine bestimmte Person in der WG richtet. In der Vergangenheit hat dies zwar nicht immer funktioniert, aber ein Versuch ist es trotzdem wert. Genauso verhält es sich auch in einer Bürogemeinschaft oder am Arbeitsplatz.

Wenn du alleine wohnst, ist es sinnvoll, Genoss_innen anzurufen und sie am Telefon alles mithören zu lassen oder eine Vertrauensperson zu bitten zu dir zu kommen. Letzteres ist auch gesetzlich verankert.
Da dein Smartphone in der Regel allerdings das am belastenste Beweismittel gegen dich darstellt, macht es Sinn, dieses sofort auszuschalten, die Sim-Karte zu vernichten und das Handy auf Werkeinstellungen zurückzusetzen. Auch den PC ganz runterfahren macht sehr viel Sinn.

Checkliste Polizei VOR Tür:

+ Die Polizei nicht sofort reinlassen. Versuche sie abzuwimmeln: Was wollen sie? Was/wen suchen sie? WelchenVerdacht haben sie und wie begründen sie ihn?
+ Wo ist der Hausdurchsuchungsbefehl?
+ Versuche eine Person aufzutreiben, die schnell zu dir kommen kann.
+ Benachrichtige Freund_innen, Genoss_innen...
+ Schalte danach sofort dein Handy aus.
+ Schalte deinen Computer vollständig aus.

Prinzipiell musst du vor der Durchsuchung von den anwesenden Beamt_innen zuerst verhört werden, damit du die Gegenstände, die sie suchen, „freiwillig“ herausgeben kannst. Dass danach dennoch in eurer Privatsphäre herumgeschnüffelt wird, kann kaum verhindert werden. In der Regel wirst du auch am Körper durchsucht werden.
Die Durchsuchung einer Person muss immer von einer Person des gleichen Geschlechtes vorgenommen werden und laut Gesetz die Würde der zu untersuchenden Person gewahrt werden.

Die Bull_innen sollten laut Gesetz respektvoll vorgehen und dürfen nicht rücksichtslos alles auf den Kopf stellen, obwohl es in der Praxis meist anders gehandhabt wird. Zu glauben, dass es in einem Haus einen sicheren Ort gibt, wo sie nicht nachschauen werden, ist naiv. Die Beamt_innen sind speziell geschult und wühlen tatsächlich in Blumenerde, Teemischungen oder Spülkästen. Fordert ein, dass die Cops achtsam mit euren Sachen umgehen und persönliche Gegenstände respektvoll behandeln.
Die Beamt_innen haben während einer Hausdurchsuchung das Recht, alle Räume und Behältnisse auf Verlangen öffnen zu lassen (z.B. Tresor) und die darin aufbewahrten Gegenstände zu begutachten.

Während der Hausdurchsuchung kannst du versuchen das polizeiliche Vorgehen zu dokumentieren, z.B. mit Ton- oder Videoaufnahmen. Erfahrungsgemäß haben das Cops nicht sonderlich gern, rechne also mit deren Widerstand.

Die Beamt_innen werden versuchen mit dir zu quatschen, lass dich auf keinerlei Gespräche ein, alles was du sagst kann bzw. wird gegen dich verwendet werden. Führt auch keine scheinbar harmlosen Gespräche über Wetter oder Uni. Das Recht auf Aussageverweigerung gilt auch bei der Hausdurchsuchung in den eigenen vier Wänden.

Checkliste Polizei IM Haus:

+ Lass eine Vertrauensperson am Telefon die Amtshandlung mithören, wenn du allein bist oder bitte eine vertrauenswürdige Nachbar_in zu dir.
+ Nur ein Zimmer nach dem anderen.
+ Verweigert die Aussage.
+ Wurde ein Protokoll erstellt? Was steht alles drin?

Wenn die Cops fertig sind (die Hausdurchsuchung kann sich über Stunden ziehen), erstellen sie ein Protokoll, auf welchem alle Dinge vermerkt werden, die sie für verdächtig erachten und mitnehmen. Bestehe darauf, dass wirklich alles, was sie mitnehmen, in diesem Protokoll vorkommt und unterschreibe nur, wenn du sicher bist, dass es vollständig ist. Sollte nichts gefunden werden, dann kannst du auch diese Tatsache unterschreiben. Prinzipiell muss man gar nichts unterschreiben. Die Unterschrift dient lediglich der Bestätigung über die beschlagnahmten Sachen und wenn du allen überflüssigen Platz, welcher noch am Protokoll ist, streichst, kann nichts mehr eingefügt werden, was dich belasten könnte.

Wenn alles vorbei ist und die Staatsgewalt deine Wohnung verlassen hast, dann schreib ein Gedächnisprotokoll und lass dich von Menschen deines Vertrauens juristisch beraten. Eine Hausdurchsuchung kann ganz schön belastend sein. Versuch also nicht allein damit klar zu kommen, rede mit Freund_innen, Genoss_innen, lasst euch nicht fertig machen.

Getroffen hat es manche, gemeint sind wir alle.
Lasst uns schwierige Zeiten gemeinsam durchstehen.

 


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Rest in Power, Anna!

Unsere Herzen sind voller Trauer, als wir an diesem Wochenende vom Tod unserer Freundin
und Genossin Anna Campbell erfahren haben.

Anna wurde im Kampf für und mit der YPG bei einem Raketenangriff in Afrin getötet.
Anna war ein Kernmitglied des Empty Cages Collective und eine Mitkämpferin in vielen Anti-
Knast-Projekten und Kampagnen, ua gegen Gefängnisneubauprojekte, der Smash IPP-Kampagne
oder ABC Bristol. Mit ihr war die Selbstorganisation stets eine Freude.

Sie war eine tief überzeugte Anarchistin, die sich dem Kampf für die Freiheit verschrieben
hatte. Die Liste ihres Engagement in sozialen Kämpfen ist lang, von Jagd-Sabotage über studentische
Besetzungen. Sie war eine leidenschaftliche Feministin und stolz queer.

So wie für Louise Michel, ihrer liebsten historischen Anarchistin, war auch für Anna die soziale
Revolution ihr heftigstes Verlangen und das brachte sie nach Kurdistan.

Anna starb an der Kampflinie, wo sie in der Verteidigung einer revolutionären Bewegung sein
wollte. Wir, ihre Freund_innen und ihre Familie werden sie schmerzlich und sehr heftig vermissen.
Ihr Mut ist eine weitere Inspiration für unseren Kampf für die Freiheit und für die Zerstörung aller
Staaten und ihrer Gefängnisse.

“Wir Revolutionäre jagen nicht nur einer leuchtend roten Flagge nach. Was wir verfolgen, ist ein
Erwachen der Freiheit, alt oder neu. Es sind die alten Kommunen Frankreichs, es ist 1703; es ist
Juni 1848; es ist 1871. Vor allem ist es die nächste Revolution, die in dieser Morgendämmerung
voranschreitet.” – Loiuse Michel

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Tattoo Circus Zürich

Vom 31. August bis zum 2. September 2018 wird im besetzten Koch-Areal in Zürich ein Tattoo – Circus stattfinden. Dieser ist ein nach den Grundsätzen des Do-It-Yourself-Prinzips organisiertes Festival. Während des Tattoo-Circus wird ein Raum entstehen, in dem die Tattoo-Kultur und der Kampf gegen Knast und Repression zusammenkommen.

Verschiedene Tattoo-Künstler*innen stellen ihre Zeit, Erfahrung, Kreativität und so viel Tinte wie möglich zur Verfügung, um diese Kämpfe zu unterstützen. Das Prinzip des Tattoo-Circus ist, dass niemand persönlich an dieser Veranstaltung verdient, weder die Tattoowierer*innen oder Piercer*innen, noch die Bands, Referenten*innen oder Performer*innen arbeiten für ihren eigenen Profit. Alle Unterstützer*innen stellen ihre Fähigkeiten, Energien und Ressourcen aus Überzeugung und Solidarität bereit, mit dem Bewusstsein, dass die kompletten Erlöse denen zu Gute kommen, die entschlossen gegen Staat und Kapital kämpfen.

Der Tattoo-Circus will sich aber nicht lediglich auf die Tattoo-Kultur beschränken! Es wird ein vielschichtiges
Programm vorbereitet, dass sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen Knast und Repression
beschäftigt und zum Mitmachen einlädt. So wird es Vorträge, Workshops, Infos zu Gefangenen, eine Gefangenenpost- Ecke geben. Für den Unterhaltungsfaktor werden Performances, Konzerte sowie Essen und
Bar organisiert.

Für eine Gesellschaft ohne Knäste und Repression!
Für eine Welt ohne Herrschaft!


Mehr Infos findet ihr auf tattoocircuszurich.noblogs.org oder ihr könnt uns auch per Mail (tattoocircus-zurich@
riseup.net) kontaktieren.

 

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...Vorbereitung zum Hochverrat, groben Unfugs,
Konkubinats und anderer Delikte

Anna Götze (* 6. April 1875 (Leipzig); † 18. Juli 1958) war eine deutsche Arbeiterin und Anarchistin.
Götze trat 1897 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ein und blieb bis 1917 Mitglied.
Danach wurde sie Mitglied im Spartakusbund, bevor sie mit Beginn der 1920er Jahre ihre Arbeit bei der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (Anarchosyndikalisten) (FAUD) aufnahm. Ende 1918 schrieb sie an den Bremer Unternehmer und Mäzen Ludwig Roselius einen Brief, zur politischen Situation in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, den dieser 1919 neben anderen Dokumenten veröffentlichte.

Götze arbeitete als Falzerin in der Druckindustrie, war verheiratet und hatte drei Kinder. Ihr Sohn Ferdinand
und ihre Tochter Irma waren auch in der FAUD tätig, während ihr Sohn Waldemar ein Verfechter der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) wurde. Die daraus resultierenden innerfamiliären Streitigkeiten wichen erst nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten einer Zusammenarbeit bei den Tätigkeiten im Untergrund. Götze hatte sehr freie Ansichten in Bezug auf die Sexualität, was bei den Gesprächen zwischen Mutter
und Tochter offensichtlich wurde. Götzes Wohnung in der Leipziger Sigismundstraße 6 wurde zu einer der Verbindungsstellen des Widerstands der Anarchosyndikalisten. Einer Festnahme im Jahre 1935 folgte im Oktober 1937 eine zweite. Ermittelt wurde gegen sie, wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, groben Unfugs, Konkubinats und anderer Delikte“ Das Verfahren gegen sie endete mit einer Verurteilung durch den Volksgerichtshof
zu drei Jahren Zuchthaus, die sie im sächsischen Zuchthaus Waldheim verbrachte. Anschließend wurde sie ohne ein weiteres Verfahren in das Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück in Brandenburg verschleppt.
Dort traf Götze ihre Tochter Irma wieder. Beide Frauen konnten im April 1945 während des Todesmarsches
in Richtung Ostsee fliehen und das Kriegsende überleben.

 

 

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International Anarchist Defence Fund

Lerne die neue Solidaritätsstruktur kennen – der International Anarchist Defence Fund
Auf der ganzen Welt geht die Repression hart gegen Anarchist_innen vor. Im Sommer 2017 diskutierten
ein paar Aktivist_innen über die Idee, einen International Anarchist Defence Fund (A-Fund) ins Leben
zu rufen und heute tritt er endlich in Aktion. Unsere kollektive Unterstützungsstruktur leistet
Anarchist_innen auf der ganzen Welt Beistand, wenn sie verfolgt werden oder sich in einer
schwierigen Lebenssituation aufgrund ihrer politischen Ideen oder Aktivitäten wiederfinden.

Wir unterscheiden uns stark von anderen Solidaritätsstrukturen, da wir eine direkte
Beteiligung an der Verteilung von Geld anstatt der gewöhnlichen Solidarität im Wohltätigkeitsstil
bieten. Der Anarchist Defence Fund richtet sich nach dem Solidaritätsmodell des International Anti-Fascist Defence Fund.
Wir finden es wichtig, etwas wie den internationalen A-Fund zu organisieren, weil dies eine sehr einfache
und erfolgreiche Art ist, Leute über Repressionsfälle zu informieren und sie in direkte finanzielle Unterstützung und Solidarität einzubinden. Es gibt auf der Welt nicht genug ABC-Gruppen (Anarchist Black Cross), bei denen Menschen um Unterstützung bitten könnten. Außerdem sind lokale Gruppen großem Druck ausgesetzt, wenn im Umfeld hohe Repression besteht und die Bewegung wirklich klein ist und keine Mittel vorhanden sind, um Anarchist_ innen vor Ort zu unterstützen. Der Fonds ermöglicht dann einen einfachen Zugang zu internationaler
Finanzierung von überall. Wir sind eine kollektive Struktur, weil alle, die einen jährlichen Beitrag über $20U.S./€20/£15 leisten, am Entscheidungsgremium teilnehmen können, auf dem beschlossen wird, ob eine bestimmte Anfrage vom Fonds unterstützt wird. Entscheidungen werden online auf Konsensgrundlage getroffen oder, wenn kein Konsens möglich ist, auf Grundlage einer einfachen Mehrheitswahl.

Schließ dich unserem Kampf für eine bessere Welt an, unterstütze mit uns Gefährt_innen, die für
die gleichen Ziele streiten! Du kannst für den Fonds spenden und Teil der Entscheidungsgruppe
werden oder sogar Teil des Kollektivs, das die ganze Struktur am Laufen hält. Spenden helfen uns gerade jetzt am Anfang sehr. Wir begrüßen jegliche Art, Geld für den Fonds zu sammeln, sei es mittels Benefizveranstaltungen
oder auf anderen Wegen.

Wir sind auch bereits offen für Unterstützungsanfragen, jedoch solltet ihr nicht mit großen Unterstützungssummen
rechnen, solange wir keine starke Spendenbasis aufgebaut haben.
Bis alle frei sind!
Mehr Infos: https://afund.antirep.net/de/

 

 

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Programm

 

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Sonntag, 01.04.

Weibafrühstück

Sowie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein
leckeres veganes Buffet gegen Staat,Patriarchat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht, purer Konsumismus nicht !!!

 

 

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Sa 07.04. Varietekh #10. 19:00 Uhr Doors Open | 20:00 Uhr Beginn
So 08.04. KinderVarietekh. 14:30 Uhr Doors Open | 15:00 Uhr Beginn
So 08.04. Varietekh #10. 19:00 Uhr Doors Open | 20:00 Uhr Beginn

A stage for those who bring it to life!
The VarietEKH originated in 2013 and takes place two or three times per year at the Ernst-Kirchweger-Haus(EKH) in Vienna.
The EKH is a free space that was fought for. It allows people to organize and be creative without authorityor pressure. There is no entrance fee, only donations. These donations are being divided fifty-fifty, for open and self-organized circus-structures and for radical leftist political projects. Concept: Every variety show is being performed twice, saturday and sunday. The final run-through and rehearsal for technical matters, moderation etc. is scheduled for friday afternoon. If you are to perform, you should be available throughout the whole of those three days.
Your applications will be collected and five weeks before each event we put together a final program. Due to high application numbers we cannot guarantee a performance slot for each and every one, but we register all of the applicants and try to fit those delayed into the next show. We have certain criteria for choosing the respective performances, which is not always an easy task:
We primary look for contemporary circus, but also welcome other kinds of performances. We try to vary our program. There should be Viennese as well as international artists. We try to find a balance between group- and solo-performances.
Furthermore, we focus on an equal relation of genders and newbies and experienced performers. Performance time is limited to seven minutes for solos and ten minutes for group acts, in order to have a wide scale of different artists on stage.
For keeping the show short and sweet and in suspense it is of major importance for the performers to stick to the time frame. If your act is longer than that and can‘t be shortened at all, you may speak with us though - exceptions can be made if needed.
If you have expenses for your performance or journey, lcan ask for a financial grant of up to 40€ for a solo act and 80 € for a group act. If your travel costs are higher than that, exceptions might be made. For people without access to the labour market this grant is to be taken as an individual financial support. For international acts the possible
amount for travel costs is of course higher.

 

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Do 12.04. Infoveranstaltung: Rojava Calling – Solidarität muss praktisch werden

Der Angriffskrieg, den die türkische Armee und dschihadistische Gruppen gegen die basisdemokratische Gesellschaft und die Menschen in Nordsyrien/Rojava führen, stellt die Errungenschaften der Frauenbewegung, der Rätedemokratie und des friedlichen Zusammenlebens von Kurd*innen, Araber*innen, Turkmen*innen und andere Volksgruppen in Frage. Knapp sechs Jahre nach dem Beginn der basisdemokratischen Revolution Rojavas stehen die Menschen in Nordsyrien mit dem Rücken zur Wand.

Die nordsyrisch-kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) und die Syrian Democratic Forces leisten Widerstand gegen die reaktionären und faschistischen Angriffe. Sie kämpfen für einen Lichtblick in Westasien und für die Hoffnung auf Emanzipation weltweit. An ihrer Seite stehen auch Menschen aus anderen Teilen der Welt. Trotzdem hält sich die transnationale Solidarität bislang in Grenzen. Das muss sich ändern.

Es geht um konkrete Perspektiven der Solidarität und des Zusammenwachsens. Es geht darum, den Faschismus aufzuhalten und eine solidarische gesellschaftliche Alternative aufzubauen. In Wien, in Kobane, hier wie dort. Vor Allem aber gemeinsam. Der Referent Anselm Schindler war in den vergangenen Jahren mehrmals in den kurdischen Gebieten der Türkei, Syriens und des Irak unterwegs und wird versuchen, die Konflikte in Nordsyrien einzuordnen und Stichworte für eine Diskussion um gemeinsame Perspektiven zu liefern.

20 Uhr Medienwerkstatt | 2. Stock | Eingang über Beisl

 

 


 

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Fr 13.04. Textdiskussion “Smarteres Gefängnis?“ | 19:30 Uhr

Diesmal soll der Text “Smarteres Gefängnis? Ein Aufruf zum Krieg gegen die multinationalen Technologieunternehmen” diskutiert werden.

„Wir lassen uns nicht von den wohltätigen Gesichtern ablenken, die sie den Technologien manchmal verleihen. Wenn sie nicht komplett erschaffene „Bedürfnisse“ ansprechen, sind sie fast alle falsche oder bestenfalls temporäre Lösungen für Probleme, die durch die soziale Organisation und die Manöver der Mächtigen verursacht werden – nicht durch einen Mangel an Technologie.“

Wir stellen jeden zweiten Freitag im Monat einen Text zur Diskussion. Diese Diskussionen stellen einen Versuch dar, eine anarchistische Debatte in Gang zu setzen. Wir wollen weder Expert_innen, noch Konsument_innen. Kommt bitte vorbereitet, lest den Text und macht euch dazu Gedanken(evtl. Notizen). Wir wollen unsere Ideen und Vorstellungen teilen und diskutieren um unsere Kritik zu schärfen.

Der Text ist zu finden unter:
http://anarchistischebibliothek.org/library/radical-interference-smarteres-gefangnis

 

 

 

 

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Sa 14.04. Seewinkel Noisefactory presents: Nowhiterag // Kataxnia // A New Scar // Just Wär

NOWHITERAG
Die 2003 in Modena gegründete, extrem aktive D.I.Y. Band mit kämpferisch-politischen Texten, druckvollem italienisch-englischen Gesang und abwechslungsreich Klischee-freiem Punkrock strotzt nur so vor Energie und Kreativität! Neben eingängigem Gedresche
mit gelegentlichen Folk-Einflüssen sind sie für ihre explosive Liveshow bekannt!
http://nowhiterag.bandcamp.com/

KATAXNIA
Blackened Crust aus Thessaloniki. Seit mittlerweile 7 Jahren besteht die vierköpfige Truppe, seither haben sie 2 Alben herausgebracht und stehen nun mitten im dritten Werk. Düsterer Crust wie aus dem Bilderbuch - mit einer stebilen Mischung aus schnellem Punk-Geknüppel und melancholisch-langsamen Teilen.
https://kataxnia.bandcamp.com/

A NEW SCAR
2014 enstanden aus Mitgliedern von Bands wie Eu´s Arse, Yes,we kill!, Upset Noise,...
Das Trio macht auf der Bühne eine unglaubliche Stimmung, dass bestimmt keiner ruhig stehen bleiben kann. Ganz nach dem Motto der Band „zero tecnica - solo impatto! (Null Technik, nur Wirkung), freuen wir uns sie ein zweites Mal live zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=esPpqwrMXzk

JUST WÄR Aus den Resten mehrerer Bands, unter anderem CLIMAX, DEMARCHE, SPREADING DREAD oder CRIPPLECORPS, entstand hier eine Streetpunk-Explosion die sich gewaschen hat!
https://justwar.bandcamp.com/

 

 

 

 

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Mo 16.04. Chickens Call // Ghost House Sessions

Als Mensch der seit längerem Shows macht, muss ich ja sagen, es ist einfach schön, wenn sich daraus Freundschaften erschließen und auch wenn Bands noch vielen Jahren wiederkommen. So ist das auch bei Chickens Call die das letzte Mal 2011 im EKH zu Gast waren, und die es bereits seit 1999 gibt.
Das umtriebige Trio aus Frankreich macht großartigen treibenden melodischen HC/Punk, wo man mindestens einen Finger in die Luft strecken muss. Und umtriebig weil sie nicht nur einige Male kreuz und quer durch Europa getourt sind, sondern auch durch Brazilien, Australien, Neuseeland, Japan und Südkorea.
http://www.lustucrust.org/chickenscall_infos.html

Dazu kommen die wunderbaren Ghosthouse Sessions aus Wien und Umgebung (glaub ich). Hier gibts besten Folk-Punk mit Gitarre, Banjo, Waschbrett getragen von dem
großartigen abwechselnden Gesang. Erstklassige Band die vor allem live zu überzeugen weiß.

Wir fangen pünktlich um 22Uhr an und vor 24 Uhr ists rum. Vorbeikommen lohnt sich!

 

 

 

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Fr 20.04. Infoladen & Bibliothekh Soliparty:
Ovo // Puke Puddle // Cyruss // Leechfeast // Lachsfarbe Links

Beginn 20h, Bands 22h
wir laden zur jährlichen infoladen & bibliothekh soli party, mit bands,
solicocktails für den infoladen schwarzes radieschen in graz, djing &
lecker essen und nen bücherstisch mit infomaterial gibts natürlich auch.
diesmal bespielen uns:

ovo (noise rock - ravenna) https://ovomusic.bandcamp.com/

puke puddle (magic mosh doom - wien) https://www.facebook.com/pukepuddles/

cyruss (brutalized stoner & stoned sludge - wien) http://www.med-user.net/~cyruss/

leechfeast (doom sludge - ljubljana) https://leechfeast.bandcamp.com/

lachsfarbe links (psychedelic rock - wien)

 

 

 

 

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Sa 21.04. Generation Noir presents
Mališa Bahat / Smuteční Slavnost / LAT / Bicycle Terror

Mališa Bahat (french screamo from croatia)
It took some time, but now our favorite skramzers from croatia are back in Vienna. New songs, new line up, but the deal stays the same: amazing and moving tunes right in the vein of classics like daitro or amanda woodward.
https://malisabahat.bandcamp.com/

Smuteční slavnost (scandinavian black metal from czech republic)
Also finally back in town, the most exciting (anti fascist) atmospheric black metal export from prague and for some of us the best band at fluff fest 2017.
Bang your head to their gnarly and beautiful smashers, who knows when they come back.
https://smutecnislavnost.bandcamp.com/

leslie act thriller (end 90’s us posthardcore from steelcity)
Active since 10 years and first show here since 8 years of this Linz based chaos trio. For all fans of classics like unsane or early glassjaw a must see.
Some might call them the most lazy band in austria but who cares, they are back and even have a new release:
https://leslieactthriller.bandcamp.com/album/lat-heckspoiler-split

Bicycle Terror (wheeling anti-national powerviolence from carinthia)
What to say about one of the most exciting noisecollective of this shithole? You’ve probably seen them once or twice and it’s always a pleasure to get blown away by their short pedal-driven fastcore hits. Up the Bikepunx!
https://bicycleterror.bandcamp.com/

21:00 first ban

 

 

 

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Kinderfest für alle!


Wann: Samstag 26.5. ab 14 bis 19 Uhr
Wo: EKH-Hof, 10., Wielandgasse 2-4
Nur bei Schönwetter!

Auch Anarchist_innen, Punks, Hausbesetzer_innen, Autonome oder Zecken haben Kinder und drum öffnen wir an diesem Nachmittag den grünen EKH-Innenhof und machen eine Party für alle Kids von mini bis groß. Mit Krabbelzone für die ganz Kleinen, Zuckerwatte, Kuchen-Buffet und Pommes-Bude, Kinderschminken und Fotobox, (Kinder-)Kleidertausch und Büchertische, Straßenkreiden, Seifenblasen, solidarischem Austausch und musikalischen Einlagen. Plus Raum für eure Extra-Ideen – einfach kommen und loslegen.
Wir freuen uns auf euch!

Kuchenspenden und Beteiligung ausdrücklich erwünscht.

 

 

 

 

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"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"