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rapidite 03/17 ekh im März 2017

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ 10 jahre ekh // juni 2000

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artikel, texte, aufrufe:

>Riseup moves to encrypted email in response to legal requests
>Freiheit stirbt mit Sicherheit...
>Mur-Kraftwerksbau in Graz verhindern!
>Urteil gegen Balu gesprochen
>Statement zum Rote Hilfe Schwerpunkt„Siegerjustiz“ in der Zeitung Nr.4 2016


Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
rapidite[at].med-user.net, subject: rapidite

 

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Riseup moves to encrypted email in response to legal requests


16. Februar 2017
Nach Ausschöpfung aller rechtlichen Optionen hat Riseup vor kurzem enschieden, zwei verdeckten (Durchsuchungs) Befehlen (“warrant”) des FBI nachzukommen, anstatt Widerstand gegen die Vollstreckung zu leisten (was zur Inhaftierung von Riseup Birds und/oder Auflösung der Organisation Riseup geführt hätte). Der erste Befehl betraf die öffentliche Adresse eines internationalen DDoSErpresserrings.

Der zweite richtete sich gegen ein Account, das Ransomware nutzte, um Geld zu erpressen.
Erpressung ist eindeutig ein Verstoß sowohl gegen den Wortlaut als auch den Sinn des sozialen Vertrags 1, den
wir mit unseren Nutzer_innen schließen: Wir halten euch den Rücken frei, solange ihr nicht ausbeuterische,
frauenfeindliche, rassistische oder hetzerische Ziele verfolgt.
Es gab eine „gag order“ („Maulkorb-Anordnung“), die es uns bis jetzt verboten hat, auch nur die Existenz der Befehle offenzulegen. Dies ist auch der Grund, weshalb wir unseren „Canary“ 2 nicht aktualisieren konnten.
Wir haben Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass Riseup nie wieder Zugang zum Klartext von Emails hat,
die ein_e Nutzer_in gespeichert hat. Von heute an werden alle neuen Riseup-Email-Accounts mit einem persönlich
verschlüsselten Speicher auf unserem Server ausgestattet, der nur für euch zugänglich ist. In der nahen Zukunft
werden wir damit beginnen, alle bestehenden Accounts in dieses neue System zu überführen (für technische Details
siehe 3).

Um es absolut deutlich zu machen: diese Art der Verschlüsselung ist keine „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung
eurer Nachrichten. Mit dem neuen System von Riseup werdet ihr auch weiterhin dem Server vertrauen müssen,
wenn ihr eingelogt seid. Für eine volle „Ende-zu-Ende“- Verschlüsselung müsst ihr, wie zuvor, ein Mailclient nutzen
der OpenPGP unterstützt (und nicht webbasiert ist).
Wir arbeiten daran, im kommenden Jahr ein verständlicheres „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselungsystem einzuführen, aber bis das fertig ist, setzen wir persönlich verschlüsselten Speicherplatz ein.

Solidarische Grüße,
Die Riseup Birds
h t t p s : / / w w w . r i s e u p . n e t / d e /about-us/press/canary-statement

 

Fragen
F: Seid ihr von Strafverfolgungsbehörden kompromittiert?
A: Nein. Wir haben niemals die Installation von Hardware- oder SoftwareÜberwachungsystemen
in einem der von uns kontrollierten System gestattet; die Strafverfolgungsbehörden haben unsere
Server nicht mitgenommen; und hatten niemals Zugriff auf diese. Wir würden eher aufhören Riseup zu sein, bevor wir das zuließen.

F: Könnte die Regierung euch nicht zwingen, das zu sagen?
A: Erzwungene Aussagen sind im USRechssystem sehr selten. Üblicherweise finden sie nur im Bereich des
Verbraucherschutz statt, wo die Regierung erfolgreich Aussagen erzwungen hat (z.B. verpflichtende Warnungen vor Zigaretten). Wie dem auch sei, nein, sie zwingen uns nicht, irgendetwas zu sagen.

F: Warum habt ihr euren „Canary“ nicht aktualisiert?
A: Im Winter 2016 wurde der „Canary“ nicht rechtzeitig aktualisiert. Der „Canary“ war so breit angelegt, dass jeder Versuch, einen neuen herauszugeben, ein Verstoß gegen die „Gag-Order“ bzgl. der Ermittlung
gegen ein DDoS-Erpresserring und eine Ransomware-Operation gewesen wäre.
Dies ist nicht wünschenswert, weil es, wenn eine Reihe von kleineren Dingen passiert, dazu führt, dass die Nutzer_innen annehmen müssen, etwas großes sei passiert.

F: Warum erwähnt der neue „Canary“ nicht „Gag Order“, FISA-Gerichtsanordnungen, National Security Letters usw.?
A: Unsere ursprüngliche „Canary“-Strategie hat unseren Nutzer_innen geschadet, indem es sie unnötig in Aufruhr versetzt hat, als kleinere Dinge passiert sind. Ein „Canary“ soll den Nutzer_innen ernsthafte Bedrohungen signalisieren, doch es besteht die Gefahr, dass den Nutzer_innen falsche Dinge vermittelt werden oder
ohne guten Grund allgemeine Furcht und Verwirrung gestiftet wird. Der aktuelle „Canary“ ist auf bedeutende Ereignisse beschränkt, die die Sicherheit der Nutzer_ innen von Riseup gefährden könnten.

1 https://riseup.net/tos
2 https://riseup.net/canary
3 https://0xacab.org/riseuplabs/trees

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Freiheit stirbt mit Sicherheit...
...und wer Angst säht wird Unterwerfung ernten


Dieser Text hätte eigentlich schon vor dem Beschluss des neuen Sicherheitspakets fertig sein sollen, hat sich aber aus unterschiedlichen Gründen verschoben. Und bereits da sah es verdammt düster aus.
Ende Sommer 2016 wurde ein neues Gesetz beschlossen, das dem Überwachungsstaat alle Türen öffnet und diesen wüten lässt ohne sich bei irgendwem verantworten zu müssen. Auch der Einsatz von Spitzeln wurde dadurch extrem vereinfacht. Und gerade ging das neue Sicherheitspaket mit Zustimmung der SPÖ durch.
Währenddessen träumt der Innenminister von immer weiteren Maßnahmen zur Erreichung einer vermeintlichen Sicherheit. Von der Registrierung von Wertkartenhandys, vorsorglichen Fussfesseln, dem Aufzeichnen und der Weitergabe der Verkehrsüberwachungsvideos der Asfinag bis zum „freiwilligen” QR-Code für jede*n Bürger*in. Und nebenbei bastelt er an einer Einschränkung der Demonstrationsfreiheit.Und alles im Namen des Schutzes vor dem Terror, wo aber jedem denkenden Menschen klar sein sollte, dass man sich davor nicht schützen kann. Wenn jemand will, wird er*sie immer Möglichkeiten finden einen „Anschlag” zu verüben - Sprengstoff, Messer, Waffen, Autos, LKWs, etc.
Auch die Videoüberwachung sorgt bewiesenermaßen nicht für mehr Sicherheit sondern verschiebt nur die Schauplätze von Kriminalität.

Österreich ist gerade dabei im Laufschritt schwer erkämpfte Grundrechte einzuschränken, auszuhebeln und abzuschaffen. Es scheint ob da teilweise dystopische Sci-Fi Romane als Inspiration genommen würden, die zwar genau vor diesen Entwicklungen warnen wollen, aber vielleicht hat da wer nicht fertig gelesen. Oder es wird anders gelesen und da liest wer 1984 als Utopie. Wir wissen es nicht. Bei vielen der Vorschläge stoßen die Sicherheits/Überwachungsenthusiast*Innen noch auf Probleme von Seiten der Verfassung, was aber vermutlich auch nur ein zeitliches Hindernis ist. Und auch wenn vieles nicht gleich durchgesetzt werden kann, scheinen hier auch Grenzen ausgetestet zu werden. Man sagt Extremes was vielleicht nicht durchgeht, währenddessen aber andere Gesetze, die in eine ähnliche Kerben schlagen, dann recht klaglos beschlossen werden.

Und zittern manche Politiker*Innen wirklich vor Angst vor dem Terror und bereiten sich auf die Übernahme des IS vor? Was man ja glauben könnte, wenn man sich so Aussendungen von gewissen Parteien durchliest. Oder doch alles nur Politik, Hetze und das bewusste Schüren von Ängsten, weil sich so gut und einfach Politik machen lässt?
Vieles ist gruselig und man will es kaum glauben, aber das ist/wird gerade Realität. Und was daran fast noch gruseliger ist: Von Seiten einer radikalen emanzipatorischen antiautoritären Bewegung in Wien gibt es so gut wie keine Reaktionen darauf. Ist es Ohnmacht oder ein Glaube, dass es uns nicht betrifft bzw. in naher Zukunft betreffen wird?

Viele werden diesen Text jetzt vielleicht als reformistische Scheisse empfinden und das kann ich in Zügen nachvollziehen. Natürlich geht es grundsätzlich um die Überwindung des Kapitalismus und dieser Gesellschaft, aber trotzdem sollten wir nicht zusehen wie hart erkämpfte „Freiheiten” Schritt für Schritt zurückgenommen werden. Die Augen vor diesen Entwicklungen zu verschließen werden wir in absehbarer Zukunft bitter bereuen.

 

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Mur-Kraftwerksbau in Graz verhindern!


Gemeinderatswahlen in Graz, begannen die Rodungsarbeiten für den Kraftwerksbau. Schon davor gab es rege Proteste gegen dieses Großprojekt, seit dem Rodungsbeginn hat der vielfältige Widerstand aber nochmals zugenommen: angefangen bei einem Protestcamp - welches nach 2 Tagen geräumt wurde, aber wieder an einem anderen Ort errichtet wurde - über Baumbesetzungen, Blockaden und einer Baustellenbesetzung, zu zahlreichen Demonstrationen und Kundgebungen. Und es sieht ganz danach aus, als ob es (leider) noch nicht vorbei ist..
Zum Hintergrund:

Das Mur-Kraftwerksprojekt steht schon länger in Planung. Aber im Jahr 2016 führte der Streit um den Bau zu einem Koalitionsbruch zwischen ÖVP und KPÖ, was zu Neuwahlen Anfang Februar 2017 führte. Auch SPÖ und FPÖ stehen hinter dem Bau. Obwohl das Projekt noch nicht einmal vollständig finanziert ist, veranlasste Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) direkt am Morgen nach seinem erneuten Wahlsieg, den Rodungsbeginn an den Murufern. Die Forderung nach einer Volksbefragung über den Bau des Kraftwerks wurde bis heute ignoriert, wenn das auch nur ein demokratisches Mittel zur Genüge der Mehrheit ist.

Weiters spielt “Energie-Steiermark” als Projektbetreiberin, eine wichtige Rolle in dem Spiel. Um ihr Projekt in ein gutes Licht zu rücken schreiben sie auf ihrer Webseite von “99 ökologische Maßnahmen zum Schutz der Umwelt” die sie im Zuge des Projektes umsetzen wollen, von der “Mur als Naherholungsgebiet” um es für Grazer_innen attraktiver zu machen und über die “CO2-Ersparnis von Wasserkraft” als weiteren ökologischen Aspekt.
Wer sich aber schon einmal mit solchen Großprojekten kritisch auseinandergesetzt hat, wird schnell merken, dass das Vorgaukeln von ökologischer Bedeutung oder auch besonders die Schaffung von Naherholungsgebieten als Inbegriff des Attraktivmachens des Projektes in der Bevölkerung gilt.

Und ich frag mich: kann irgendwas erholsamer und/oder ökologischer sein, als die “Natur” so wie sie ist? Auch wenn das auf die Mur in Graz nicht mehr so ganz zutrifft (sie wurde im 19. Jahrhundert begradigt), aber sie deshalb noch weiter zu “bearbeiten” aus reinem Profitinteresse ist scheiße!
und die Konsequenzen...

Graz ist ohnehin durch die geografische Lage einer hohen Feinstaubbelastung ausgesetzt. Durch das Fehlen der Bäume am Murufer, welche eine beträchtliche Menge an CO2 binden/banden, wird sich die Luftqualität weiter verschlechtern und dort beheimateten Tieren und Pflanzen der Lebensraum genommen. Weiters führt das Aufstauen zu einer Verschlechterung der Wasserqualität, was sich ebenfalls auf mehreren Ebenen negativ auf Tiere, Pflanzen und Menschen auswirkt.

Hinter dieser ganzen Geschichte stehen wie so oft die Macht- und Profitinteressen einiger weniger die eine große Auswirkung auf viele haben. Es ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass wir uns nicht auf irgendwelche Politiker_innen verlassen sollten, die auf der Suche nach Macht, alle möglichen Sachen versprechen. Und was, wenn am Ende die Volksbefragung durchgeht und die Mehrheit für das Kraftwerk stimmt?
Vermutlich bedarf es anderer Mittel...Mur-Kraftwerksbau in Graz verhindern!
KRAFTWERKSBAU STOPPEN!!!

 

Infos und Updates gibts hier: www.rettetdiemur.at - www.murcamp.at

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Urteil gegen Balu gesprochen

Am 7.2. fand der 10. und vorerst letzte Prozesstag gegen Balu statt. Er wurde heute zu 1 Jahr und 7 Monaten Haftstrafe, ausgesetzt auf 2 Jahre Bewährung und 200 Sozialstunden, „um der Gesellschaft etwas zurückzugeben“ (Richterin Peck), verurteilt.
Den Prozessbericht vom Urteilsspruch und alle anderen Infos findet ihr unter:
https://aaronbalu.blackblogs.org

Soligruppe Aaron und Balu

 

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Statement zum Rote Hilfe Schwerpunkt„Siegerjustiz“ in der Zeitung Nr.4 2016

In folgendem Text wollen wir uns mit der letzten Ausgabe der Roten Hilfe(RH) Zeitung
2016 beschäftigen. Wir möchten beleuchten wie in der Ausgabe Nr.4 2016 autoritäres
Gedankengut publiziert wurde und welche Gefahren eine strömungsübergreifende Antirepressionsgruppe
mit sich bringt.
In der Zeitschrift der RH Nr. 4 Jahr 2016 wird unter der Überschrift „Siegesjustiz – Verfolgung
und Delegetimierung eines sozialistischen Versuches seit 1990“ ein verharmlosender
und rechtfertigender Blick auf die Deutsche Demokratische Republik (DDR) geworfen. Es
ist uns unerträglich und unverständlich das eine Organisation, die sich selbst als Antirepressionsgruppe
versteht, in ihrer Zeitschrift Menschen, die Teil des Represionsapparates eines totalitären
Staates waren, eine Plattform gibt, ihre Ideologie zu verbreiten und ihr Handeln innerhalb
der Repressionsorgane zurechtfertigen. Gleichzeitig kommt in der Ausgabe der Zeitschrift
keine durch die staatlichen Represionen betroffene Person zu Wort. Der Schwerpunkt kann
somit in keinsterweise als Antirepressionsarbeit eingeordnet werden. Im Gegenteil es handlet
sich hierbei um die Legetimation und Umdeutung eines ausgesprochen gut funktionierenden
Represionsapparates.

Alle Lebensbereiche der Menschen in der DDR waren von Staatsidologie durchdrungen.
Menschen, die nicht der Staatsdoktrin folgten, wurden benachteiligt und unterlagen Repression.
Es bestanden Foltergefängnissen des Geheimdienstes „Ministerium für Staatssicherheit“
(MfS). Militarismus war ein grundlegender Bestandteil des Alltags in der DDR. All diese Aspekte
können in der entsprechenden Fachliteratur nachgelesen werde und liefern ausreichende
Argumente den Mythos eines antifaschistischen, friedlichen und anti-militaristischen
Staates auszuräumen. Bei der Wahl der Literatur sollte jedoch auf die Herkunft der Autor_innen
geachtetwerden, um nicht, wie im Schwerpunkt der RH-Zeitung, die Selbstrechtfertigung der
Staatsorgane zu konsumieren. So schreiben etwa die ehemaligen Oberste des Auslands Nachrichtendienstder
DDR „Hauptverwaltung Aufklärung“ (HVA) Klaus Eichner und Karl Rehbaum.
Karl Rehbaum war unter anderem der Führungsoffizierdes DDR Spiones Reiner Rupp.
Gemeinsam veröffentlichen diese ein Buch über Spionage innerhalb der Bundeswehr und der
Nato. Weiter ist der Autor Wolfgang Schmidt zu nennen, Vorstand des ISOR e.V. (Initiativgemeinschaft
zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und
der Zollverwaltung der DDR). Der Verdacht, dass hier Autor_innen des autoritär-kommunistischen
Spektrums die Reichweite der Roten Hilfe nutzen, um ihre eigenen Interessen zu
vertreten, liegt entsprechend nahe. Mehr noch zeigt sich, dass jene die innerhalb des Staatsapparates
der DDR von diesem profitierten und nun Nachteile durch den Zusammenbruch der
DDR spüren, ihre eigen Interessen und die ihrer Mitstreiter_innen vertreten. Dieses Gefühl wird
durch die praktisch nicht vorhandene Kritik am Represionsapparat der DDR noch bestätigt.
Als Legitimation dieser Lobbyarbeit für höhere Renten für ehemalige Staatsbedienstete
in Militär- und Repressionsorganen dient der Mythos vom antifaschistischen Staat
und seinen antifaschistischen Held_innen.

Natürlich steht ausser Frage, dass die Menschen in den Konzentrationslagern der Nazis gelitten
haben und als aktive Antifaschist_innen großem Leid während des Nationalsozialismus
ausgesetzt waren. Allerdings können diese Erlebnisse nicht als Legitimation dienen für das
Handeln von staatlichen Funktionär_innen innerhalb des DDR-Regimes. Die Gründung der
DDR und der Sozialismus, den Millionen von Menschen versucht haben aufzubauen (Quelle:
RH-Zeitung, Seite 25), war von Anfang an ein autoritäres von der Sowjetunion angeordnetes
Projekt. Nur die Sozialist_innen, die die stalinistischen Säuberungen im Moskauer Exil
überlebten, wie etwa Wilhelm Pieck, ehemalige KPD Kader, die die Stalinisierung der Partei
mitgetragen haben und Menschen die nach 1945 glaubhaft ihre Loyalität zum System beweisen
konnten, wurden Teil der neuenkommunistischen Elite. Es gab also kein selbstgewähltes
gesellschaftliches Projekt, sondern ein von der Sowjetunion vorgeschriebenes System. Dieses
brachte auch den Mythos des antifaschistischen Widerstandes zurück. Dieser wurde erst von
Stalin 1939 verraten, durch die Koalition mit dem nationalsozialistischen Deutschland und
als Wort, Schrift und Tat innerhalb der Sowjetunion und der KPD ausserhalb der Sowjetunion
verboten, zu gunsten des Kampfes gegen das Imperialistische Frankreich und Großbritanien.
Wurde dann 1941 wieder heraufbeschworen um alle Kräfte zur Verteidigung der Sowjetunion zu
bündeln und nach 1945 als Gründungsmythos auf die DDR projiziert. Eine Lüge also in mehrfacher
Hinsicht. Erich Honnecker ist also nicht per se ein guter Mensch weil er im Nationalsozialismus
Widerstand geleistet hatte, nein er war der Generalsekretär des Zentralkomitees
(ZK) der SED, er hatte eine Machtfülle, die ihn unter anderem verantwortlich macht für all die
Repression innerhalb der DDR.

Die DDR kann als selbst definierter Rechtsstaat angesehen werden. Wie nahezu
alle Staaten es von sich behaupten, betrachtet sich auch die DDR als Staat mit „gerechter“
Rechtsprechung und Organen, die diese Rechtsprechung durchsetzen. Staaten werden sich
immer als rechtsstaatlich definieren und die im Staat handelnden Repressionsorgane werden
immer versuchen, eine in der Rechtsprechung des Staates verankerte Legitimation ihres Handelns
zu finden. Allengemein ist jedoch, dass der Repressionsapparat des Rechtsstaates gegen
die Menschen vorgeht, die das Rechtsverständnis des Staates nicht teilen und ihrem eigenen
Rechtsverständnis entsprechend handeln. Dies betrifft historisch betrachtet immer auch ausserparlamentarische
Opposition und Anarchist_ innen. Aus diesem Blickwinkel muss jeder Staat betrachtet und kritisiert werden. Dabei darf die vom Staat nach aussen kommunizierte, so wie die im inneren vorherrschende Ideologie kein
Argument gegen eine kritische Betrachtung des gesellschaftlichen Systems sein. Die alleinige
Selbstdefinition eines Staates als antifaschistisch, kommunistisch, demokratisch u.s.w darf
unter keinen Umständen genutzt werden, um eine kritiklose Akzeptanz der Herrschaftskonstrukte
und Institutionen innerhalb des Staates zu rechtfertigen. Außerdem darf nicht jegliche
Kritik an kommunistischen Gesellschaften als konservativer Antikommunismus, wie ihn
rechte und kapitalistische Strömungenvertreten, abgetan und ignoriert werden. Sich der
Kritik zu entziehen, wäre der erste Schritt zur Rechtfertigung jeglichen als kommunistisch gestempelten
staatlichen Handelns, sei es noch sograusam. Eine Kritik am Kommunismus ist also
besonders aus anarchistischer Perspektive notwendig um nicht im Staat bestehenden Rechtfertigunsmustern
nachzulaufen.

Doch wie findet eine derartige gefährliche Glorifizierung eines totalitären Staatsaparates
Platz in der Zeitschrift einer Antirepressionsorganisation. Die Begründung
hierfür ist wohl das strömungsübergreifende Konzept der RH. Dieses führt zu einer bemerkenswerten
Offenheit für autoritäre kommunistische Personen und entsprechend deren
Denkmuster und Argumentatiosstrategien.
Besonders sei an dieser Stelle das Redaktionskollektiv der RH kritisiert, welches derartigen
Geschichtsrevisionismus verhindern muss. Erschreckend das ganz im Gegenteil verschiedene
Artikel auch durch das Redationskollektiv der RH geschrieben wurden. Auf der anderen Seite
wenig verwunderlich das autoritäre Kommunist_ innen innerhalb der Strukturen der RH solche
Positionen besetzen. Natürlich ist die finanzielle und juristische Unterstützung von durch Repression betroffenen
Aktivist_innen ein wichtiges und starkes Mittel im Kampf gegen staatliche Repressionorgane. Jedoch müssen wir uns die Frage stellen wo für uns die Grenzen der Unterstützung einer_s Aktivist_in sind, welches
Denken und Handeln wir nicht mehr vertreten können. Sollte die Offenheit gegenüber
autoritärkommunistischer Gedanken bestehen bleiben, können Alternativstrukturen einen
Ausweg aus dem ideologischen Dilemma der RH darstellen. Das unterstützen autoritärer
Gedanken betrachten wir jedoch in jeder Form als falsch, nicht zu rechtfertigen und gegebenenfalls
auch als direkten Angriff auf ausserparlamentarische linke und anarchistische Aktivist_ innen.


ABC Dresden, 03.02.2017

 


 

 

Statement zu den eingeschlagenen Fensterscheiben.

In der Nacht vom 03. auf den 04.Februar 2017 wurden, am Ernst Kirchweger Haus, fünf Fensterscheiben im Erdgeschoss eingeschlagen. Wenngleich anders, wie beispielsweise bei den Attacken gegen die W23, keine Aufkleber direkt am Haus zu finden waren,werten wir diesen Vorfall nicht nur als einen Angriff auf das EKH, sondern als Angriff gegen linke Strukturen im Allgemeinen.

Ohne Frage haben Aktivitäten von neofaschistischen und rechtsextremen Gruppen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine Gesellschaft die sich weiter und weiter in irrationalen Ängsten zu verlieren droht; sowie ein politisches Klima, das immer menschenfeindlicher wird, bietet für rechtsextreme Gruppierungen nicht nur die Grundlage, sondern fördert ihr Selbstbewusstsein und bestärkt sie zunehmend aggressiver vorzugehen.

Wir kämpfen dafür,dass es für Rechte nicht möglich ist, ohne jegliche Konsequenzen Menschen und Strukturen Schaden zu können.

Tragen wir den emanzipatorischen Widerstand auf die Straße - in die Köpfe - und organisieren wir den antifaschistischen Selbstschutz!

Solidarität mit allen linken Projekten und gemeinsam gegen rechte Aktivitäten!
Neonazis, Identitäre und anderen Rechten keinen Platz bieten - Nicht in Favoriten, in Wien, noch sonst wo!

[Erweiterung zum Statement]
Seit Beginn des Bestehens des EKHs kam es immer wieder zu Angriffen auf das Haus und den dort
aktiven Menschen. Zuletzt gab es im Juli 2016 einen Zwischenfall mit türkischen Faschos bei einer
Veranstaltung in den Räumen der ATIGF, bei dem - anders als bei dem Angriff von “Unsterblich”-
Fußballhooligans im Oktober 2013 - Schlimmeres verhindert werden konnte.

Abgesehen vom EKH gab es im Laufe des letzten Jahres vermehrt Angriffe
auf linke und anarchistische Strukturen und Räumlichkeiten in Wien:
Die W23 wurde in den letzten Monaten mehrmals angegriffen, im Februar und Oktober
2016 gab es Angriffe auf die Anarchistische Buchhandlung, außerdem gab es Angriffe
auf und Vorfälle im Gagarin, Kuku und kurdischen Kulturvereinen und Lokalen.
Weiters wurde im Jänner 2017 das Sub in Graz angegriffen.
Hinter den Geschehnissen stehen oft Gruppierungen wie z.B. die “Identitäre Bewegung” und
“Unsterblich Austria”, aber auch Einzelpersonen bzw. ist es manchmal unklar, von wem sie
durchgeführt wurden. Was auch bei dem jüngsten Vorfall bezüglich des EKHs der Fall ist.
Dass sich durch die gesamtpolitische und -gesellschaftliche Situation solche Angriffe
vermehren, ist nicht verwunderlich: gepusht von den Massenmedien werden durch
Rechtspopulismus, rechte Gruppierungen (die u.a. zivilen Ungehorsam als Aktionsform
verwenden) und “linke” Parteien, die sich u.a. durch ihre Zusammenarbeit mit neofaschistischen
Regierungen “auszeichnen”, Ideen bestärkt, die in Angriffen solcher Art münden.
Abgesehen von der öffentlichen Präsentation beschissener Inhalte irgendwelcher
Parteien hat in unserem Grätzel in letzter Zeit auch die Präsenz von Stickern
mit patriotischen, rassistischen und neofaschistischen Inhalten zugenommen.

Ein Zusammenhang zwischen diesen Entwicklungen und den Angriffen kann durchaus hergestellt
werden und die Zunahme der Intensität zeugt vom zunehmenden Selbstbewusstsein der Angreifer_
innen.

Deshalb sind wir wütend!

Darauf, dass unser Haus und andere Strukturen angegriffen wurden, aber vor allem
darauf, dass die Angreifer_innen genug Platz finden, um solche Aktionen durchzuführen.
Als sich im größtmöglichen Sinne als autonom verstehendes Hausprojekt verlassen wir uns
nicht darauf, dass irgendwelche Politiker_innen unsere Angelegenheiten regeln - schon gar
nicht, weil diese mitverantwortlich für das Problem sind. Sie werden uns diese Arschlöcher
nicht wieder vom Hals schaffen, dadurch dass sie irgendwelche Gesetze ändern bzw. die Bullen
Verantwortliche festnehmen und hinter Gitter stecken oder ihnen Geldstrafen aufbrummen.
Von den selben Politiker_innen werden Staaten aufrechterhalten, die sich am Wirtschaftswachstum
orientieren. Durch den Fortbestand von kapitalistischen Verhältnissen, die uns Ausbeutung und
Profitmaximierung aufzwingen, wird faschistisches Gedankengut reproduziert und für Faschist_
innen geeignete Bedingungen erzeugt, um sich zu vermehren.

Darum wollen wir den Widerstand selbst in die Hand nehmen und unsere Mittel selbst wählen!
Dazu braucht es Solidarität der Strukturen untereinander, sowie in der Nachbarschaft, im Grätzel,
in der Stadt und darüber hinaus, welche sich in unterschiedlichsten Formen zeigt/zeigen kann!
Es reicht auch nicht, einfach nur Statements zu Vorfällen rauszuhaun, und defensiv im
“Sicherheitsbunker” zu verharren, während vor der Tür die Scheiße am Dampfen ist.
Tragen wir das raus, was uns im Herzen brennt!
(Neo-)Faschismus im Keim ersticken!

 


 

 

Programm März 2017

 

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Sonntag, 05.03.

Weibafrühstück

Sowie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein
leckeres veganes Buffet gegen Staat,Patriarchat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht, purer Konsumismus nicht !!!

 

 

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Freitag 10. März 2017 19:30 Textdiskussion im Infomaden/EKH

Der Text “Um die Rechnungen zu begleichen” soll zur Diskussion gestellt
werden. Dieser soll Anstoß zu einer prinipiellen Kritik am Recht geben.

“Eine Welt, deren Bewohner äussere Verbote nötig haben aus Mangel an
einem eigenen inneren Bewusstsein, sich von einem gemeinsamen
Konkurrenzdenken und nicht durch die Solidarität vereint fühlen, sich
gegenseitig wahrnehmen, als ob jeder der Aufseher des anderen ist, und
denken, dass die Freiheit eine Katastrophe für ihr Leben darstellt”

Kommt bitte vorbereitet, lest den Text und macht euch dazu Gedanken
(evtl. Notizen). Wir wollen unsere Ideen und Vorstellungen teilen und
diskutieren um unsere Kritik zu schärfen.

Der Text kann hier gelesen bzw. gedruckt werden:
http://anarchistischebibliothek.org/library/lope-vargas-um-die-rechnungen-zu-begleichen

 



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Fuck The Original #4 Leftöver Crack // The Distillers // Nofx

Weiter geht es mit der Veranstaltungsreihe FUCK THE ORIGINAL!
Die 4te Auflage findet wieder im EKH Wien statt!

Konzept bleibt das Gleiche…
Lokale Bands covern andere Bands und ihr macht ordentlich Party! Ist doch ganz easy oder???
Es wird wie immer lustig, versprochen !!!! ;-)

Hier die Bands, die gegen die Originale ‘ankämpfen’ und sicher um nichts schlechter sind!! ;-)

LEFTÖVER CRACK performed by ANTS!
Zum einen…ANTS, eine Wahnsinns-Liveband aus Graz mit dem Herz am richtigen Fleck – Zum anderen die aus CHOKING VICTIM hervorgegangene Band LEFTÖVER CRACK – das ist devinitiv eine explosive Mischung ;-)
Wer das Choking Victim Coverset von ANTS! damals nicht verpasst hat weiß, dass das Original es mit Sicherheit nicht so gut hinbekommen hätte!
ants: https://www.youtube.com/watch?v=vTjuv7JD6hM
löc: https://www.youtube.com/watch?v=0fZAw7vRi68

THE DISTILLERS performed by members of ROST, Z.U.A., GFRAST, GAUDE, uvm
Mitglieder aus diversen Bands, die bereits auf einen unserer Shows überzeugten, wagen es die amerikanischen Punkrocker von THE DISTILLERS heraus zu fordern!
Stellt euch auf eine temporeiche und energiegeladene Liveshow ein, da kann echt nichts schief gehen!
distillers: https://www.youtube.com/watch?v=nFuP9FXLF8Q

FAT MIKE (NOFX) as COKIE THE CLOWN performed by ALEX ALERT
was soll man hier noch sagen?
Kommt rechtzeitig und lässt euch das nicht entgehen ;-)
alex: https://www.youtube.com/watch?v=TcLSvUUU7a8
cokie: https://www.youtube.com/watch?v=OzyJL0NusPo


inkl. PUNK-COVER-AFTERSHOWPARTY und COCKTAILBAR !

 

 

 



 

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Henry Fonda // Battra // Six-Score

 

1x Powerviolence aus Berlin in die Fresse
1x Powerviolence aus Halle uffs Maul
1x Grind Violence aus Linz auf die Pappn

Musik Hippies müssen angesichts dieser Gewalt wohl zuhause bleiben.

https://henryfonda.bandcamp.com/
https://battrapunk.bandcamp.com/
https://six-score-grindcore.bandcamp.com/

 



 

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Do 16.03. Film: Paradies Paradies

1991 floh Kurdwin Ayub gemeinsam mit ihrer Familie aus dem Irak nach Österreich. Fast 25 Jahre später begleitet sie ihren Vater in Paradies Paradies auf seiner Reise in die frühere Heimat. Während dieser über eine dauerhafte Rückkehr nachdenkt, fühlen sich Kurdwin, ihre Cousins und Cousinen als Fremde. Ein intimes, stellenweise skurriles und ernüchterndes Generationenporträt über Ver- und Entwurzelung als individuelles Familienschicksal und gleichzeitiges Massenphänomen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Ö 2016 I Von Kurdwin Ayub I 78 Min.

 

 

 

 

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Infomaden und bibliothekh laden zum Solifest
am Freitag 17.03.2017

21.00 Uhr Szenische Lesung
Auf nach Europa! – Die geheimnisvollen Fälle des Inspektors Zwezler und seines Partners Moik (the real crime inc.)

22.00 Uhr Шапка und TANKRIS live on stage
Шапка (Schapka) – Punk, DIY, Free Jazz, Hip Hop, Noize, Lärm, Katsching Tuff Peng..Schapka (rus.: Haube) gibt es seit 2012. Gegründet am Tag an dem Pussy Riot den Prozess verloren haben. Wir haben nicht nur die Hosen, sondern auch die Hauben an. Solche, wie sie Bankräuberinnen und Pussy Riot tragen. Sturm.
TANKRIS are four musicians from Vienna, all prolific in their own ways between improvised music, jazz, free form/noise- rock, rather not sticking with too clear defined or hollow genres in their work. The 11 songs from „Tankris“ follow Chris´ vision of a „different“ pop-band, in the process creating an exciting and unique mix of musical ideas and grooves. Best enjoyed with open ears!
danach: Auflegerei!!

Buchbeschreibung
Auf nach Europa! – Die geheimnisvollen Fälle des Inspektors Zwezler und seines Partners Moik
von the real crime inc.

Alle seit 2011 in der Malmoe erschienenen geheimnisvollen Fälle sind nun erstmals in einem Roman vereint. Der schwierigste Auftrag, mit dem Inspektor Zwezler und sein Partner Moik jemals konfrontiert wurden, wirft seine Schatten voraus …

Eine Herausforderung mit europäischer Dimension!
Inspektor Zwezler und sein kongenialer Partner Moik sind zwei Heroen der österreichischen Exekutive im Kampf gegen Gebrechen, Verbrechen und Aufmüpfigkeit: Die “uni-brennt” Student_innen, die das herrschende Uni- und Bildungssystem kritisieren und gleich mal eine (fast globale) Protestbewegung entfachten. Die Graffiti-Sprayer_innen Wiens mit ihren obskuren nächtlichen Botschaften; Asylwerber_innen, die ihre Rechte fordern oder aktivistische Tierrechtler_innen. Hier braucht es mehr als verdeckte Ermittler_innen, gradlinigste Überwachungslogik und gnadenlose Innenminister_innen. Hier braucht es zwei wahn- und wahrhafte Verfassungsschützer wie Zwezler und Moik, denn im diffusen Halbdunkel lauert hinter jeder Ecke der kommende Um- oder Gesetzesbruch. Oder ist es bloß das atemlose Tempo des gesellschaftlichen Wandels, der mit seinen rätselhaft verschlungenen Wegen die beiden Kollegen an den Rand des Wahnsinns und über die Grenzen ihrer Kriminologie treibt?

Eine Satire über den österreichischen Alltag und die politischen Zustände, in denen sie agieren, droht von den Streifenwägen auf dem Pannenstreifen der Realität überholt zu werden. Ihr Ziel ist ungewiss. Wir wissen nicht, was das Navi bei totalitär ausgespuckt hat.

Link zum Buch: http://www.bahoebooks.net/start_de.php?action=201&id=47
Das Buch ist auch im Infomaden erhältlich.

 

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Di 28.03. Angebrachte Panik // Bernd Wand // Kawkakawka

Drei befreundete Bands auf Tour… das klingt nach nem Haufen Spaß! Alle zum ersten Mal bei uns und es erwartet uns ein musikalisch buntgemischter Abend:

Angebrachte Panik (https://angebrachtepanik.bandcamp.com/releases)
die uns mit rotzigem Schlimme-Dinge-aufzähl-Punk entgegensausen,

Bernd Wand (http://berndwand.com/)
als Pop-Ironen und schnulziges Gegenstück dazu und dann noch

Kawkakawka (https://kawkakawka.bandcamp.com/releases)
die sich mit ihrer verrückten Müsik irgendwo zwischen Punk und der Apokalypse wiederfinden.

Beisl ab 20.00 offen
Konzertbeginn 21.00

Das wird schön!

 

 

 

Donnerstag 23.02. ABC Schreibwerkstatt

Seit Ende Jänner 2017 findet die ABC-Schreibwerkstatt statt. Wir finden es wichtig unseren Genoss*Innen, Gefährt*Innen und Freund*Innen, die aus unterschiedlichen Gründen in Knästen sitzen, Solidarität zu zeigen und sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine oder vergessen sind.
Eine gute Möglichkeit ist ihnen Briefe oder Postkarten zukommen zu lassen. Briefe und das Wissen, dass mensch nicht vergessen ist, können in dieser grauen Gefangenschaft die Welt bedeuten. Leider glauben noch immer zu viele Menschen in unseren Bewegungen, dass Knast sie nicht betrifft, wobei es klar sein muss, dass Knast alle betrifft.
Auf der einen Seite als die ständige Droh- & Kontrollfunktion dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Als ein Ort, wo wir niemals hin wollen und dessen reine Existenz uns schon unterdrückt.

Und auf der anderen Seite auch als reale Reaktion des Staates auf unsere Kämpfe für eine freie Gesellschaft ohne diese einsperrenden Institutionen.

Mit der Schreibwerkstatt wollen wir mehr Menschen ermutigen Briefe an Gefangene zu schreiben. Dafür stellen wir euch gerne Material (Papier, Addressen, Kuvere, Postfach, etc.) und auch unsere Erfahrungen zur Verfügung.

Wir möchten euch am Anfang jeder Schreibwerkstatt auch kurz ueber einzelne Gefangene berichten.

Außerdem wird’s auch immer Getränke und kleine vegane Snacks geben.

Solidarität ist eine Waffe!

Medienwerkstatt | 18:00 – 20:00 Uhr

 

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"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"