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rapidite 02/17 ekh im Februar 2017

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ 10 jahre ekh // juni 2000

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artikel, texte, aufrufe:

> 22 Freisprüche im Prozess um Kirchen-Protestaktion gegen die Räumung des Orfanotrofeio in Thessaloniki / Griechenland
> Mitteilung von der Anarchistischen Bibliothek Wien
„Bibliothek von Unten“ sucht Menschen, die das Projekt fortführen wollen!

Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
rapidite[at].med-user.net, subject: rapidite

 

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22 Freisprüche im Prozess um Kirchen-Protestaktion gegen die Räumung des Orfanotrofeio in Thessaloniki / Griechenland


Pressemitteilung der Kampagne “You cant evict Solidarity”, Freitag, 13. Januar 2017 Aus Protest gegen die Räumung der migrantischen Hausbesetzung „Orfanotrofeio“ durch die griechische Kirche und Polizei in Thessaloniki im Juli 2016 verteilten geflüchtete und solidarische Aktivist*innen am 31. Juli 2016 Flugblätter während einer Messe in der Kirche Agia Sofia (Thessaloniki). Dabei wurden 26 Aktivist*innen festgenommen. und inhaftiert, Bereits am folgenden Tag fand ein Gerichtsverfahren statt, in dem die 22 angeklagten Aktivist*innen vom Vorwurf der „Beleidigung der Kirche“, für den Haftstrafen bis zu 2 Jahren zu erwarten gewesen wären, freigesprochen wurden. Gegen dieses Urteil ist nun am heutigen Freitag, den 13.01.2017, die griechische Staatsanwaltschaft erneut vor Gericht gezogen. Von dem Vorwurf der „Beleidigung der Kirche“ wurden alle Angeklagten nach mehrstündiger Verhandlung freigesprochen. Es waren bis zu 100 Unterstützer*innen vor Ort. Im Juli 2016 wurden drei zentrale Hausbesetzungen der internationalen Geflüchteten- Selbstorganisation und Solidaritätsbewegung in Thessaloniki (Griechenland) vom griechischen Staat und, in einem Fall, im Auftrag der griechischen Kirche geräumt. Aus Protest gegen die Räumung der Besetzung „Orfanotrofeio“ durch die griechische Kirche verteilten Geflüchtete und solidarische Aktivist*innen am 31. Juli 2016 Flugblätter während einer Messe in der Kirche Agia Sofia (Thessaloniki). Dabei wurden 26 Aktivist*innen festgenommen. Am 31. Juli 2016 wurden zunächst diejenigen Aktivist*innen vorübergehend inhaftiert, die die Abgabe ihrer Fingerabdrücke zur erkennungsdienstlichen Behandlung verweigert hatten. Unter ihnen befanden sich sowohl solidarische Aktivist*innen als auch Geflüchtete. Bei der Gerichtsverhandlung am 1. August 2016 hatten die Richter*innen den Vorwurf der „Beleidigung der Kirche“ durch Störung religiöser Handlungen gegen die 22 Angeklagten fallen gelassen. Der Vorwurf „Beleidigung der Kirche“ stellt in Griechenland einen gravierenden Rechtsverstoß dar, der mit bis zu mehreren Jahren Haft geahndet wird. Dagegen ging der griechische Staatsanwalt überraschend in Revision. Im heutigen Prozess wurden alle 22 Angeklagten, von denen 19 anwesend waren, vom Vorwurf der „Beleidigung der Kirche“ freigesprochen. Die Richter sahen es als nicht erwiesen an, wer genau die Kirche betreten hatte. Dazu zweifelten sie – sehr zum Missfallen der anwesenden Kirchenvertreter – an, inwiefern diese, in ihren Augen in einer Kirche zwar unangemessene, aber politische, Protestaktion eine Verletzung religiöser Gefühle und Beleidigung der Kirche dargestellt hatte. Es waren bis zu 100 Unterstützer*innen vor Ort, die den Prozess lautstark und kritisch begleiteten. Die Agia Sofia Kirche war Ziel der Öffentlichkeits-Aktion der Aktivist*innen geworden, da sich eines der Ende Juli geräumten Häuser, das von bis zu 100 Geflüchteten und Unterstützer*innen bewohnte „Orfanotrofeio“, im Besitz der Kirche befand. Diese ließ die Räumung anordnen und das Gebäude unmittelbar danach vollständig zerstören. In ihren Flugblättern kritisierten die Aktivist*innen die Zusammenarbeit der Kirche mit dem griechischen Staat, der durch die Räumungen versuchte, die Kontrolle über die Migrationsbewegung wiederzuerlangen. In Griechenland, sowie in zahlreichen anderen Ländern entlang der Fluchtrouten, stellen besetzte Häuser immer wichtigere Alternativen zu repressiver, staatlicher Migrationspolitik dar. Die Repressionen gegen die Aktivist*innen der Agia-Sofia-Kirchenaktion reihen sich ein in weitere Urteile und laufende Prozesse zu den Räumungen der migrantischen Hausbesetzungen in Thessaloniki vom Juli 2016. Insgesamt stehen fast 100 Menschen vor Gericht. Die nächsten großen Prozesstermine nach der heutigen Revisionsverhandlung werden am 26.01. die Besetzer*innen des im Juli besetzten Gebäudes „Hurriya“, und im Mai die Besetzer*innen des „Orfanotrofeio“ betreffen.

Mehr Informationen zu den Häuserräumungen und zur Situation in Griechenland finden sich unter: https://cantevictsolidarity.noblogs.org/

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FunDis, ihr koennt uns immer noch 1000x kreuzWeis!!


Aufruf zur Solidarität mit den angeklagten Aktivist*innen. Kommt zum Prozess am 24. Februar in Innsbruck! Am 14. November 2015 wurde von den fundamentalistischen und klerikalfaschistischen Abtreibungsgegner*innen „Jugend für das Leben“ eine „Lichterkette für Ungeborene“ in Innsbruck veranstaltet. 30-40 Fundis versammelten sich vor der Schwarz-Mander-Kirche, um Frauen das Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper mit Transpis, Sprüchen und Reden abzusprechen. Diese Hetze gegen die Selbstbestimmung von Frauen blieb nicht unkommentiert. Zirka 30 Menschen versammelten sich vor den fackeltragenden Fundis, um gegen die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen zu demonstrieren. Es wurden Transpis hochgehalten, Parolen gerufen und umgedichtete Lieder gesungen. Als die Fundis sich bei den Bullen beschwert hatten, rückte eine Spezialeinheit an, um die „linksradikalen Gegner“ zum Schweigen zu bringen. Diese versuchte die Gruppe zurückzudrängen, wobei zwei Personen hinfielen, auf die sich die Bullen sofort stürzten. Die beiden wurden über die Straße gezerrt, hinter einem Polizeibus am Boden fixiert und in Handschellen zur Wache gebracht. Bei zwei weiteren Personen wurde die Identität festgestellt, eine davon wurde ebenfalls festgenommen. Obwohl die Polizei den Demonstrant*innen durch ihr Einschreiten so schnell wie möglich das Wort verbieten wollte, blieben die Aktivist*innen standhaft und ließen sich nicht einschüchtern. Daraufhin folgte eine Verwaltungsstrafe von 200€ für eine Aktivistin, außerdem mussten alle vier zu einer Gerichtsverhandlung am 13. Oktober am Bezirksgericht Innsbruck wegen Störung einer Versammlung (§ 285 StGB) und Herabwürdigung religiöser Lehren (§ 188 StGB). Wie hoch das Strafausmaß im Falle einer Verurteilung ausfallen wird, kann momentan noch niemensch sagen. Dazu kommen noch die Anwaltskosten. Da die angeklagten Aktivist*innen diese Summe nicht alleine stemmen können, rufen wir zur Solidarität auf. Unterstützt die Aktivist*innen mit Spenden, erzählt den Fall weiter und schmeißt Solipartys! Spendenkonto: IBAN: AT57 4666 0100 0001 1941 | BIC: SVIEAT21XXX | Empfängername: Rote Hilfe | Verwendungszweck: „Pro Choice“ Kommt alle am 24.02. (um 8:15 Uhr im Verhandlungssaal 1, Bezirksgericht IBK) zum Gerichtsprozess und zeigt, dass feministischer Protest gerechtfertigt ist! Lassen wir uns im Kampf um Selbstbestimmung nicht einschüchtern! Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat! Für eine emanzipatorische und befreite Gesellschaft! ProChoice Innsbruck, 9.12.2016 gekürzte Version, Originalbericht auf linskunten.indymedia.or

 

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„Bibliothek von Unten“ sucht Menschen, die das Projekt fortführen wollen!


Die Bibliothek von unten versteht sich als Informations- und Dokumentationseinrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, emanzipatorischen Inhalte, Aktivitäten, Diskussionen, Medien zu sammeln, zu erschließen und zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist es dabei einen Schnittpunkt zwischen Theorie und Praxis zu schaffen und einen Diskussions- und Begegnungsraum zu öffnen. Als autonomes, selbstverwaltetes Projekt ist die Bibliothek von unten Teil der linksradikalen Bewegung. Trotzdem sind wir keine “Szene-Bibliothek” sondern stehen für alle offen, die sich für linke soziale Bewegungen in Geschichte und Gegenwart interessieren. Die Bestände der Bibliothek umfassen etwa 5000 Bücher die teilweise in einem Online- Katalog erfasst sind. Wichtige Schwerpunkte sind Anarchismus, Feminismus, Soziale Bewegungen, Antifa/Antira, Staatsgewalt, Arbeit etc. Derzeit ist die Bibliothek von unten mit anderen Initiativen & Projekten in der W23 zuhause. Was wir tun, was wir lassen & was wir wollen Nach über 15 Jahren linksradikaler Bibliotheksarbeit beendet die derzeit bestehende Gruppe ihre Tätigkeit. Wir wünschen uns sehr, dass das Projekt mit anderen Menschen fortgeführt werden kann! Deshalb:

meldet euch bei Interesse bei uns: http://www.bibliothek-vonunten.org/

Eure BibliothekarInnen von unten

 

 

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Statement zu den eingeschlagenen Fensterscheiben.

In der Nacht vom 03. auf den 04.Februar 2017 wurden, am Ernst Kirchweger Haus, fünf Fensterscheiben im Erdgeschoss eingeschlagen. Wenngleich anders, wie beispielsweise bei den Attacken gegen die W23, keine Aufkleber direkt am Haus zu finden waren,werten wir diesen Vorfall nicht nur als einen Angriff auf das EKH, sondern als Angriff gegen linke Strukturen im Allgemeinen.

Ohne Frage haben Aktivitäten von neofaschistischen und rechtsextremen Gruppen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine Gesellschaft die sich weiter und weiter in irrationalen Ängsten zu verlieren droht; sowie ein politisches Klima, das immer menschenfeindlicher wird, bietet für rechtsextreme Gruppierungen nicht nur die Grundlage, sondern fördert ihr Selbstbewusstsein und bestärkt sie zunehmend aggressiver vorzugehen.

Wir kämpfen dafür,dass es für Rechte nicht möglich ist, ohne jegliche Konsequenzen Menschen und Strukturen Schaden zu können.

Tragen wir den emanzipatorischen Widerstand auf die Straße - in die Köpfe - und organisieren wir den antifaschistischen Selbstschutz!

Solidarität mit allen linken Projekten und gemeinsam gegen rechte Aktivitäten!
Neonazis, Identitäre und anderen Rechten keinen Platz bieten - Nicht in Favoriten, in Wien, noch sonst wo!

 


 

 

Programm Februar 2017

 

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Sonntag, 05.02.

Weibafrühstück

Sowie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein
leckeres veganes Buffet gegen Staat,Patriarchat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht, purer Konsumismus nicht !!!

 

 

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Mittwoch, 15.02 Revok, Chaos E.T. Sexual, Loontower

Mittwoch is, Wocha teiln!!!! Euch erwartet ein bunt durchmischter Abend, von Old School HC Punk über Dark Ambient Doom bis hin zu düsteren Posthardcore. Das Ganze eröffnen werden LOONTOWER aus Wien, rotzfrech und ohne viel SchnickSchnack wird euch da ein Hardcore Punkbrett vors Gesicht geschnalzt, genau richtig um in Stimmung zu kommen.

Weiter gehts mit CHAOS E.T. SEXUAL aus Paris. Metal, Doom, Drone, Dub, Industrial, Noise und Postrock steht auf deren Bandcamp Seite, was das Ganze ziemlich gut zusammenfasst. Manchmal kommts sogar etwas dark wavig daher, dann doch wieder maschinell repetitiv und instrumental.


Den Abschluss bilden REVOK, ebenfalls aus Paris. Die Band exisitiert bereits seit über 10 Jahren, kann auf mehrere Releases zurückblicken und hat bei ihrem ersten Besuch im EKH ihre neue Platte Bunt auf Grau mit im Gepäck. Erschienen ist diese auf dem bekannten Label MusicFearSatan auf dem auch Bands wie Year of no Light, Amenra, Monarch oder Kongh sind. Die Musik von Revok erinnert jedoch nur selten an diese.“Revok doesn’t claim any particular influence but rather develops a profound taste for harsh and dark atmospheres.” Die eher im Mid bis Downtempo angesiedelten Songs erzeugen eine beklemmende Stimmung, der Gesang lässt an ein angekettetes Wesen denken, welches sich mit aller Kraft loszureissen versucht. Kraftvoll, druckvoll, niemals langweilig.
Loontower: http://loontower.at/?p=536
Revok: https://revoknoise.bandcamp.com/
Chaos E.T. Sexual: https://chaosetsexual.bandcamp.com/



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Bikeball #10

Bikeball

 



 

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Samstag 18.02. Proberaumsoli mit WTZ (Coverband) // Sweet Chin Music // Beyond This Rift

Ab und zu passiert halt scheiße, und weil einiges aus dem proberaum geklaut wurde, machen wir ne soli party. Bands: tba (schaut auf die homepage, haltet ausschau nach flyer) danach legt Günter Ottakringer (djanes) hiphop und electro auf.



 

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Donnerstag 23.02. ABC Schreibwerkstatt

Seit Ende Jänner 2017 findet die ABC-Schreibwerkstatt statt. Wir finden es wichtig unseren Genoss*Innen, Gefährt*Innen und Freund*Innen, die aus unterschiedlichen Gründen in Knästen sitzen, Solidarität zu zeigen und sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine oder vergessen sind.
Eine gute Möglichkeit ist ihnen Briefe oder Postkarten zukommen zu lassen. Briefe und das Wissen, dass mensch nicht vergessen ist, können in dieser grauen Gefangenschaft die Welt bedeuten. Leider glauben noch immer zu viele Menschen in unseren Bewegungen, dass Knast sie nicht betrifft, wobei es klar sein muss, dass Knast alle betrifft.
Auf der einen Seite als die ständige Droh- & Kontrollfunktion dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Als ein Ort, wo wir niemals hin wollen und dessen reine Existenz uns schon unterdrückt.
Und auf der anderen Seite auch als reale Reaktion des Staates auf unsere Kämpfe für eine freie Gesellschaft ohne diese einsperrenden Institutionen.

Mit der Schreibwerkstatt wollen wir mehr Menschen ermutigen Briefe an Gefangene zu schreiben. Dafür stellen wir euch gerne Material (Papier, Addressen, Kuvere, Postfach, etc.) und auch unsere Erfahrungen zur Verfügung.

Außerdem wird’s auch immer Getränke und kleine vegane Snacks geben.

Solidarität ist eine Waffe!

Medienwerkstatt | 18:00 – 20:00 Uhr

 

 

 

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Girls with Balls – B-Movies, Grindhouse- & Exploitationkino

 Im transgressionswiligen Grindhousekino der 1970er Jahre wurden Grenzen von stereotypen Geschlechterrollen überschritten und mit Sex und Gender experimentiert. Die so eröffnete Nische bot nicht nur toughen Weiblichkeitskonstruktionen Platz, sondern gerade im Subgenre Blaxpoitation wurden Schwarze außerhalb des klassischen Narrativs der damaligen Kinopraxis inszeniert.
Es soll nicht der Eindruck einer feministischen Verklärung von Filmen, die Themen an der Schnittstelle von Weiblichkeit, Sex und Gewalt verhandeln, entstehen. Die Filme wurden vorwiegend von Männern für Männer unter kapitalistischen Interessen produziert. Nichtsdestotrotz hat das exploitativ arbeitende Grindhousekino eine große Bandbreite interessanter Filme hervorgebracht die trotz literweise Kunstblut, Vergewaltigungsszenen und blutigen Hexenjagden, durchaus feministisch zu lesen sind. Es ist eine große Bandbreite an (wissenschaftlichen) Auseinandersetzungen mit der Gender und Exploitationfilm entstanden.
 
20:00 Medienwerkstatt
 
Programm:
Kurzer Vortrag, Film, Diskussion.

 

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"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"