rapidite 06/09 ekh im juni 2009

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ
10 jahre ekh // juni 2000


 

 

 

>>> termine / programmübersicht

artikel, texte, aufrufe:

> Burschenschafterkommers 2009 -Alpenfestung schleifen!
> Neue Antiterrorermittlungen in Frankreich
> GRAZ update
> Hausprojekt
> Hausprojekt Brunnen 183 und Umsonstladen in Berlin räumungsbedroht
> Wagentage
> NOBORDER ACTION SOMMER 2009


Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
ekhaus[at].med-user.net, subject: rapidite



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Burschenschafterkommers 2009? Alpenfestung schleifen!

Die deutsch-völkische Szene Österreichs organisiert sich maßgeblich im Männerbund Burschenschaft, mit Netzwerkstrukturen zur FPÖ, deren Vorfeldorganisationen Ring freiheitlicher Jugend (RFJ), Ring freiheitlicher Studenten (RFS) und den Freiheitlichen Akademikerverbänden (FAV) sowie mit personellen Überschneidungen zum neonazistischen Kameradschafts-Umfeld. Mit den Umstrukturierungsprozessen im österreichischen Rechtsextremismus der 1990er Jahre, kommt den deutschnationalen Korporationen ein hoher Stellenwert zu. Die Verhaftung und langjährige Inhaftierung von Neonazi Kadern der Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition (VAPO), bereitete den eher im Verborgenen werkelnden Burschen das Feld.

Gesamtdeutscher Burschenschafterkommers
Vom 19. bis 21. Juni rauft sich der elitäre Haufen zu einem Kommers in Innsbruck zusammen, es wird mit etwa 1000 Anreisenden aus Österreich und Deutschland gerechnet. Das Treffen wird im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 200. Jahrestages der so genannten Befreiungkriege rund um den Lokalmatador Andreas Hofer, abgehalten, zu denen das offizielle Tirol lädt. Was dem Land (lokal-) patriotischer Aufputz ist, dient dem "gesamtdeutschen Kommers" (!) unter dem selben Motto "200 Jahre Tiroler Freiheitskampf", zur Heroisierung des so genannten "Grenzlandtums". Im Geschichtsverständnis der Burschen, ist das "Deutschtum" in Südtirol seit dem Kampf von Tiroler Bauern gegen französische Truppen und die Aufklärung, über den Südtirolterrorismus der 1950er und 60er Jahre bis zum heutigen Ringen um die "deutsche Kulturnation", mit der nationale Zugehörigkeit auch jenseits von Staatsgrenzen verortet werden kann, kontinuierlich bedroht. Dabei scheint sich das offizielle Tiroler Verständnis, trotz Distanzierungen, durchaus in gedanklicher Nachbarschaft zu befinden. So sagte Andreas Khol, ehem. Nationalratspräsident der ÖVP und Organisator des offiziellen Tiroler Gedenkfestumzugs im September 2009, in einem Interview im November 2008, dass dieses Gedenkjahr die „große Chance, die Einheit Tirols im Kopf zu verankern“ biete.

What the fuck…?
Ein Kommers ist die burschenschaftliche Antwort auf die Frage nach der Verbindung von Öffentlichkeitsarbeit, der Lancierung eigener politischer Inhalte in der öffentlichen Wahrnehmung mit inoffiziellen Vernetzungsaktivitäten. Dabei geht es leider nicht nur um das symptomatische akademische Besäufnis, sondern auch um die gegenseitige Absicherung des eigenen Status als männerbündlerische Elite. In der Uniformierung und stolzen Zurschaustellung von Säbeln und Schmissen, liegt das Versprechen, sich von der "breiten studentischen Masse" absetzen zu können. Die letzte Großveranstaltung dieser Art fand in Innsbruck 2000 statt, damals sprach - trotz breiter zivilgesellschaftlicher Proteste - der damalige Innsbrucker Bürgermeister Herwig van Staa, heuer wird ein wesentlicher höherer Staatsfunktionär den Ehrenschutz übernehmen, Martin Graf, dritter Nationalratspräsident und Alter Herr der rechtsextremen Wiener Burschenschaft Olympia, empfindet es als Auszeichnung, das versammelte deutschnationale Lager zu vertreten.

Wer genau
Die Organisation des Kommerses wird von einer interkorporativen Arbeitsgruppe geleitet. Die Direktive hat Christoph Mösenbacher inne. Er ist gleichzeitig der Vorsitzende des Rings freiheitlicher Studenten für Tirol und Mitglied der Burschenschaft Brixia. Weiters mit im Boot sind die Burschenschaft Suevia, die Corps Athesia und Gothia, die Sängerschaft Skalden, die Landsmannschaft Tirol und die akademische Turnverbindung. Die Brixen und Sueven gehören zum rechten Flügel, des an sich schon dezidiert rechten Dachverbands Deutsche Burschenschaft (DB), der mit ca. 15 000 Mitgliedern, die größte deutschnationale Vereinigung in Österreich und Deutschland ist. Als sich 1996 die Olympia aus Wien anschickte, erneut den (rotierenden) Vorsitz der DB zu übernehmen, traten gemäßigte deutsche Verbindungen aus dem Verband aus. Auf der anderen Seite trat die Sängerschaft Skalden, das prominentestes Mitglied ist Ewald Stadler, EU-Spitzenkandidat des BZÖ, 1992 aus der Deutsche(n) Sängerschaft (DS) aus, weil dieser Dachverband es erlaube, dass "auch ein Chinese, falls er sich zur Pflege deutschen Kulturgutes verpflichtet" , in eine DS-Verbindung aufgenommen werden kann. Damit entsprechen die Skalden dem deutschnationalen Abstammungsprinzip, das Nationalität dort verortet, wo eine deutsche „Bluterbschaft“ und völkische "Abstammungsgemeinschaft" konstatiert, oder besser: konstruiert, wird.
Entgegen aller korporierten Legenden war der Antisemitismus von Anfang an fixer Bestandteil burschenschaftlichen Lebens. Bereits die "Urburschenschaft" bestimmte, dass "nur ein Deutscher und Christ" Mitglied werden dürfe. Bei der Vereinigung der bereits bestehenden Burschenschaften zur Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (1818) stritt man um den "Arierparagraphen", der mit der gesamtgesellschaftlichen Konjunktur des Antisemitismus ab ca. 1870, in beinahe allen Burschenschaften implementiert wurde.
Auch ein Blick auf die Lebensbündler und Alten Herren der Brixia macht deutlich, welche politische Zielsetzungen in den Verbindungen konserviert und propagiert werden. Herwig Nachtmann, Mitglied der Burschenschaft Brixia, wurde 1995 nach dem NS Verbotsgesetz verurteilt. Seine Verurteilung hatte keine weiteren Auswirkungen auf seine Mitgliedschaft. In derselben Korporation findet sich auch Erhard Hartung, verurteilter vierfacher Mörder und Südtirolterrorist, der jedoch nie an Italien ausgeliefert wurde.

Und was
Das Programm des Kommers sieht für den Abend des 19. Junis eine "Bergsonnenwendfeier" am Bergisel vor. Dort brennen alljährlich in der erzkatholischen Ausrichtung der "Herzjesu Feiern" Gipfelfeuer, die auch als Symbol für die geforderte "Wiedervereinigung" mit Südtirol zu verstehen sind. Am Samstagabend findet ein Festkommers statt, das korporierte Wochenende schließt letztlich mit dem "Traditionellen Sonnwendfrühschoppen der Innsbrucker wehrhaften Korporationen" ab. Die antifaschistischen Proteste, die sich gegen den Burschenschafter Kommers formieren, werden dieser rassistischen, sexistischen, antisemitischen und nationalistischen "Wehrhaftigkeit" den gebührenden Widerstand verschaffen.

Watch out for informations:
http://alpenfestungschleifen.blogsport.de/
http://www.antifa-ibk.it.tt/

Infoveranstaltungen:
Freitag 5.06.09

um 20 uhr in der I:DA (Zwölfergasse 9, 1150 Wien)
mit Party und Cocktails

Mittwoch 10.06.09
um 20 Uhr im que(e)r-Beisl(Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien)
Bomben, Pater, Burschenschaftler 200 Jahre nationaler Regression im HEIL`gen Land!

 

 

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Neue Antiterrorermittlungen in Frankreich
Tod einer Genossin, ein weiterer schwer verletzt

Der Text stammt von der ABC Berlin, und ist hier nur gekürzt wiedergegeben. Den gesamten Text findet ihr auf: www.abc-berlin.net

Anfang Mai mussten wir auf einigen französischen Internetseiten eine traurige Nachricht lesen. In der Nacht zum 1. Mai ist eine Genossin, Zoe, 24 Jahre alt, beim Hantieren mit Natriumchlorat (geeignet zum Bau von explosiven Gegenständen und Rauchpulver - je nach Gemisch) ums Leben gekommen. Ihr Freund, Mickäel, wurde schwer verletzt und liegt im Moment noch im künstlichen Koma auf der Intensivstation im Krankenhaus in Lyon, wohin er sofort mit Hilfe eines Hubschraubers gebracht wurde. Was aus ihm wird, sollte er zu Bewusstsein kommen, ist unklar. Die Bullen warten schon ungeduldig und die Aasgeier der Presse arbeiten wieder fleißig daran die Figuren zweier Terrorist_innen, die wahrscheinlich der anarcho-autonomen Bewegung angehören, aufzubauen.

Die Beiden befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls in einer verlassenen Fabrik in Cognin, was in der Nähe von Chambery liegt. Sie wurden von der Presse als “Menschen, die dem libertären Milieu nahe stehen” beschrieben. Das Umfeld der beiden, das Squat “Les Pilots” in Chambery (eine Stadt in der Nähe von Grenoble), wurde unter die Lupe genommen: Am Montag, den 4. Mai wurde das Squat von einem martialischen Aufgebot von 130 Bullen, darunter Antiterroreinheiten, durchsucht, um “Beweise jeglicher Art zu finden”. Die elf Menschen, die sich in dem Squat aufhielten, wurden verhört. Einer von ihnen, Raphael, wurde für längere Zeit in der Polizeiwache festgehalten, denn nach dem Antiterrorgesetz kann mensch bis zu 144 Stunden (sechs Tage) sitzen. Schlussendlich wurde er nach der Anhörung beim Haftrichter in Haft genommen.

Natürlich wird jetzt auf ganz hohem Niveau gegen Terrorist_innen ermittelt, aufgrund “Mitgliedschaft in einer Vereinigung von Übeltäter_innen mit Kontakten zu einer terroristischen Vereinigung” und “Zerstörung von Dokumenten oder Objekten, die einen Bezug zu Verbrechen oder Delikten haben”. Raphael soll angeblich Dokumente vernichtet haben, die mit der Explosion in Cognin zu tun gehabt haben sollen das jedenfalls behauptet die Polizei. Außerdem soll das Squat”Pilot” geräumt werden, um die Ordnung in der Stadt wieder herzustellen. Mittlerweile wurden auch zwei weitere Squats in Chambery durchsucht und Leute verhört. Zitate aus einer Erklärung des Squat “Les Pilots”:”[...] Es gibt große Chancen, dass diese Geschichte seitens des Staates instrumentalisiert wird, um den Aufbau der “inneren Feinde”, der neuen “anarcho-autonomen Zelle”, neu modisch und eine Psychose en vogue, voranzutreiben. Dies wird zur Errichtung neuer Sicherheitsmaßnahmen dienen, gerade im Hinblick auf die europäischen Wahlen, die bald anfangen [...]. Auch für uns ist die Sache nicht beendet. Denn warten wir auf die nächste GAV ["Garde à vue" - vorläufige Festnahme, welche bis zur Vorführung vor den Haftrichter andauert, bis zu 144 Stunden], wissen wir weder was sie suchen, noch bis zu welchem Punkt sie bereit sind zu gehen. Es wurde gesagt, dass sie gerade einen “älteren Menschen” suchen, der an dem Abend in Cognin dabei gewesen sein soll. [...]. Das Magistrat, das nun die Ermittlungen in der Hand hat, ist zum Teil das gleiche, das gegen die sogenannten “Tarnac 9” ermittelt. Raphael wurde nun nach seiner Anhörung in den Pariser Knast “La Sante” verlegt. In die gleiche Abteilung wie Julien, der letzte im Knast verbliebene der “Tarnac 9”. Es wurde ein Unterstützungskommittee für Raphael in Chambery gegründet und es fand eine Solidemo in Chambery für ihn statt, an welcher sich 200 Leute beteiligten.

So weit erstmal die Fakten, die uns bekannt sind.

Es ist gerade allgemein ziemlich schwierig zu verstehen was in Frankreich abgeht, denn leider gab es keine Texte, die nicht auf französisch waren und generell herrscht etwas “Ruhe” um die Sache. Den Großteil der Informationen mussten wir leider aus der bürgerlichen Presse entnehmen, was uns gar nicht gefällt, weil uns
selbstverständlich eher die Worte unserer Genoss_innen glaubhaft erscheinen. Wir würden uns vor allem wünschen mehr Stellungnahmen zu lesen, die auf den Tod der Genossin und die schweren Verletzungen des anderen Genossen eingehen. Denn die meisten Beiträge, die wir lesen konnten (dies heißt selbstverständlich nicht, dass wir alle Beiträge zu dem Fall gelesen haben), haben sich eher auf die Kriminalisierungsversuche, die der Staat und seine Antiterrortruppen gerade anwenden und weiter ausbauen, konzentriert und ausgesagt, “daß wir keine Terrorist_innen seien” (ein weiteres Zitat aus dem Squat “Les Pilots”). Das sagen auch wir. Denn es ist wichtig und richtig. Wir wissen nämlich, wer die wahren Terrorist_innen sind und wo sie gemütlich sitzen: Polizeiwachen, Tribunale, Parlamente usw. Ob wir die beiden GenossInnen kennen? Wahrscheinlich nicht, aber darum geht es auch nicht. Uns interessiert auch weniger, was die beiden an dem Abend gemacht haben und was sie vor hatten. Denn unsere Solidarität oder Trauer wird sich dadurch nicht ändern. Genauso wie unsere Verbundenheit mit Leuten, die gegen Staat und Kapital kämpfen. Lasst uns ihnen zeigen, dass unsere Revolte unaufhaltsam ist und dass wir fähig sind aus der Defensive heraus wieder den Angriff gegen das Bestehende zu organisieren. Wie wir es schon oft gemacht haben.

Raphaels Adresse:
Raphaël SERRES numéro d’écrou : 290890
Maison d’arrêt de la Santé 42
rue de la Santé - 75014 Paris

Soliwebseite auf französisch: www.lesinculpes.over-blog.com

In Trauer um Zoe und Gedanken an alle, die mit uns Trauern. Unsere Gedanken gehen an Mickael, Solidarität mit Raphael, Solidarität mit allen Gefangenen

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GRAZ update

Angefangen hat alles vor zwei Jahren, im Frühling 2007. Die Gründe dafür waren so vielfältig wie die (Nicht-) Zusammenhänge, aus denen die einzelnen Besetzer_innen kamen und kommen. Hauptsächlich überwog wohl das Bedürfnis nach neuen Räumen für linke/emanzipatorische Projekte wie zum Beispiel einen Kost-Nix-Laden oder ein Infocafé, aber auch nach Wohnraum. Die Empörung über den Leerstand und dessen Thematisierung kamen erst im Laufe der nächsten Besetzungen dazu, als die Grazer Aktivist_innen mitbekamen, dass - so wie überall - Raum je nach den Bedürfnissen des Kapitals leer steht.

Im Laufe der letzten zwei Jahre wurden mehrere seit langem leer stehende und ungenutzte Gebäude in Graz besetzt. Nicht-konsumorientierte Parties, politische und künstlerische Workshops und Auseinandersetzung hatten kurzzeitig Platz - in der Annenstraße, während der internationalen Squatting Action Days im April 2008, sogar eine ganze Woche lang.

Vor allem zu Beginn war das Mobilisierungspotential groß: Nachdem die erste Hausbesetzung mit nur wenigen Aktivist_innen es zu recht breiter Aufmerksamkeit, sowohl in den Medien als auch in der linken bzw. "Alternativszene", geschafft hatte (die Kronen Zeitung schrieb sogar von einer "Untergrundorganisation"), waren bei den nächsten Aktionen in der Grenadier- und dann Grazbachgasse über einhundert Aktivist_innen zumindest am Rande involviert. Die Auseinandersetzung mit Leerstand und mangelndem Raum bekam eine breite Basis und wurde auch in den bürgerlichen Medien thematisiert - solange die Aktionsform "Besetzung" neu war, waren auch Inhalte vermittelbar. Bei den letzten Besetzungen Ende 2008 war das nicht mehr der Fall. Trotz Aktivismus-Lastigkeit konnte das "Projekt A-Z", wie die Grazer Hausbesetzer_innen die Initiative für ein autonomes soziales Zentrum seit Frühling 2008 zu nennen begonnen hatten, auch einige Erfolge verbuchen: die Einbindung von Nachbar_innen und Anwohner_innen in die Besetzungen oder die Zusammenarbeit von Aktivist_innen mit verschiedensten Hintergründen (dass Autonome mit Hippies durchaus zusammenarbeiten können, wurde auch außerhalb von Graz wahrgenommen). Auch konnte mit dem "Projekt
A-Z" die bereits erwähnte Thematisierung von sozialen und stadtpolitischen Problemen in die Stadtpolitik getragen werden: War es zunächst wohl purer Schock darüber, dass in "seiner" Stadt Häuser besetzt werden, der Bürgermeister Nagl dazu trieb, mit der Bewegung schon bei der zweiten Besetzung in Verhandlungen zu treten, gab es um das "Projekt A-Z" bis Anfang 2008 zumindest so viel Aufregung, dass bei der Bildung der jetzigen schwarzen Koalition mit grünem Beigeschmack die "Errichtung eines autonomen Kulturzentrums" in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Passiert ist davon freilich bisher nicht sehr viel...

...was aber keineswegs so bleiben muss, denn nach der letzten Besetzung in der Grabenstraße im März 2009 nahmen die Besetzer_innen Verhandlungen mit den im Gemeinderat vertretenen Parteien SPÖ, KPÖ und Grüne auf; das autonome Zentrum könnte in der Grabenstraße 56 entstehen. Das Gelände wäre mit einem Haus, einem Nebengebäude und einem großen Garten ideal dafür geeignet. Für einen Gemeinderatsbeschluss, ein autonomes soziales Zentrum zu unterstützen und Verhandlungen mit der Eigentümerin Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) aufzunehmen, sind aber auch Stimmen der ÖVP nötig.

Darüber hinaus konnte die Besetzung in der Grabenstraße wieder an "alte Zeiten" anknüpfen: Die meisten Aktivist_innen seit den Squatting Action Days, Solidarität von Nachbar_innen - aber auch eine Räumung, die es in sich hatte: knapp 120 Polizist_innen, darunter die Cobra, für 17 Besetzer_innen, die sich am Montag, dem 16. März, nachmittags im Haus befanden; von der Polizei eingeschlagene und zersägte Türen (die, bis auf zwei, nicht einmal versperrt waren); traumatisierte Aktivist_innen; Schadenersatzansprüche von der BIG über knapp 11.000 Geld, davon über 10.000 direkt von der Polizei verursacht. Klagen der BIG sind noch ausständig, auf die 17 dürften aber Zivilgerichtsprozesse zukommen. Auch wenn wir nicht viele Chancen für die BIG sehen, damit durchzukommen, werden die Beklagten also wohl Anwält_innenkosten zu zahlen haben. Auf jeden Fall steht es weiteren Verhandlungen über ein autonomes soziales Zentrum im Weg, wenn Hausbesetzungen in Österreich - wie auch anderswo - illegalisiert und kriminalisiert werden.

Einige Aktivist_innen vom "Projekt A-Z"

Für Fragen, Kritik, virtuelle Bussis... projektaz@riseup.net
projektaz.blogsport.de

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Hausprojekt

Wir wollen nicht auf das gute Leben irgendwann in der Zukunft warten, sondern hier und jetzt einen Raum für eine kritische Praxis schaffen. Darum ein Haus zum Wohnen und Leben, zum Älter werden und Aufwachsen, zum Ent-Lernen und widerspenstig sein. Innerhalb des Hauses wird es auf der Bandbreite von Offener Raum bis Rückzugsraum verschiedene Ebenen der Umsetzung geben. Fester Bestandteil soll ein Kollektivbereich mit Werkstätten, KostnixLaden, Cafe und Projekträumen sein. Der Kollektivbereich ist der Bereich, in dem auch Menschen die nicht im Haus wohnen konkrete Projekte umsetzen können. Dieser Bereich steht allen Menschen offen, die sich mit den Grundsätzen* des Hauses identifizieren können. Der Wohnbereich ist auch der Rückzugsraum für jene, die ihren Lebensmittelpunkt in das Haus verlegen wollen. Wichtig ist uns, dass das Haus auch ein Ort wird an dem sich Kinder wohlfühlen können.

Im Hausprojekt soll auf die praktische und theoretische Auseinandersetzung über Normierung von Raum, sowie den damit verbundenen allzu oft rassistischen, männlichen und heteronormativen Verhaltenweisen besonders
Wert gelegt werden. Solche Räume gibt es viel zu selten - Grund genug, sich neue Freiräume zu erkämpfen. Wir setzen auf direkte Aktion und hoffen, dass die selbstbestimmte Deckung der Grundbedürfnisse auch dem Leerstand eine lebendige Zukunft beschert. Denn die Experimentierfreudigkeit der Stadt ist höchstens im Bereich der Privatisierung zu erkennen und nicht wenn es um selbstbestimmte Wohnformen und Lebensentwürfe abseits der gepredigten Normen geht. Uns ist es wichtig ein selbstverwaltetes Projekt zu sein und nicht von irgendwelchen Subventionen abhängig zu sein. Gleichzeitig kommt dem umsonstökonomischen Ansatz ein großer Stellenwert in der Wahrung der Unabhängigkeit und dem Erproben von Neuem zu.

Infocafe: Mi. 10.6., ab 16:00
Input und Diskussion zu Strategien der Hausaneignung ab 19:00
BAHÖ, Fischerstiege 4-8, 1. Bezirk

Kontakt: haus[at]diebin.at
*Aktuelle Infos, Grundsätze und Konzept auf: hausprojekt.noblogs.org

 

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Das Hausprojekt Brunnen 183 und der Umsonstladen in Berlin sollen am 18.06.09 um 7:00h geraumt werden.

Die Räumungsbescheide wurden heute, am 26.05.09, zugestellt. Die Bewohner_innen, Nutzer_innen und Unterstützer_innen des Hauses rufen hiermit zu Unterstützung und Solidarität in jedweder Form, überall und jederzeit auf. Kommt nach Berlin, seid vor Ort, macht Lärm, stiftet Unruhe! Vom 06.06. bis zum 21.06. finden in Berlin die Action Weeks der Kampagne “Wir bleiben alle!” (wba) statt. Für Schlafplätze und Infrastruktur wird daher gesorgt sein. Wer nicht kommen kann, ist hiermit herzlich dazu eingeladen, an Ort und Stelle ab sofort aktiv zu werden! Die Häuser denen, die drin wohnen!

183 verteidigen!
City plattmachen!
Wir bleiben alle!

 

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WAGENTAGE

von 23.- 27.Juli 2009 lassen wir, der Wiener Wagenplatz, es hier mal so richtig krachen! Die legendären Wagentage werden zum ertsen Mal hierzulande stattfinden und wir rechnen mit zahlreichem Besuch, das bedeutet :

- internationale Vernetzung sämtlicher Wagenplätze
- (nicht) mobiler Besuch von überall
- Zurückeroberung des öffentlichen Raums
- Konzerte und Performances
- und alles was euch dazu einfällt
- Abhängerei
- permanente Vokü
- Workshops
- Wagenralley
- Spaß

Denn es ist uns wichtig, dass das programm offen steht für sämtliche Gruppen und
Menschen, die sich einbringen, mitgestalten und helfen wollen. Mit den Wagentagen wollen wir auf unsere Lebnsweise und unsere prekäre Situation aufmerksam machen, so wie es in der Tradition der Wagentage liegt, dass speziell Plätze mit einer schwierigen Situation und Bedarf nach Unterstützung , diese ausraufen bzw. veranstalten.

solidarische Grüße
die WäglerInnen aus Simmering mail@wagenplatz.at
( bei Fragen und Vorschlägen, könnt ihr auch gern eine Mail schreiben )



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NOBORDER ACTION SOMMER 2009

Im Sommer 2009 finden europaweit noborder Proteste statt. Hier sind einige Aktionen zusammen gefasst und mit Links zu weiteren Informationen versehen.

Terminübersicht
* 11. bis 14. Juni: Anti-Lager-Aktionstage in München, Deutschland
* 23. - 29. Juni: noborder camp in Calais, Frankreich
* 8. - 10. Juli: Aktionen gegen das G8 Treffen in Italien
* 22. - 29. August: no border camp auf Lesvos, Griechenland
* Anfang September: noborder camp an der türkischen Ägäis-Küste
* 24. - 30. August: Aktionswoche gegen Abschiebung in Deutschland
* 12. September: Europaweiter Aktionstag "Freiheit statt Angst!"
* 5. - 9. Oktober: Amed Camp beim MSF in Amed, Nordkurdistan
* 30. Nov - 1. Dez: Beschluss über das "Stockholm Programm"

Weitere Informationen:
http://www.deutschland-lagerland.de
http://calaisnoborder.eu.org
http://london.noborders.org.uk/calais2009
http://no-racism.net/rubrik/35
http://no-racism.net/thema/70
http://terreerrance.wordpress.com
http://abschiebefrei.blogsport.de
http://toaneuss.blogsport.de
http://www.30august.org
http://www.aha-bueren.de
http://noborder09lesvos.blogspot.com
http://lesvosnoborder2009.blogspot.com
http://lesvos09.antira.info
http://no-racism.net/dikili
http://international-amed-camp.org
http://stockholm.noblogs.org
http://euro-police.noblogs.org

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21. Juni Anarchist Black Cross Cafe in der I:DA

Beim diesmonatigen ABC Cafe zeigen wir den Film "The Mark of Cain". Dieser Film zeigt in sehr beeindruckender Weise die Zustände in den russischen Knästen. Es gibt nicht viele Filme, welche die alltägliche Brutalität innerhalb der russischen Knäste thematisieren oder die den Gefangenen selber das Wort überlassen. Mit der Angabe eine Reportage über die Kultur der Tätowierungen drehen zu wollen, wurde ein Film geschaffen (ob beabsichtigt oder nicht, ist uns nicht bekannt), der mit hoher Wahrscheinlichkeit ansonsten durch starke Zensur seitens des Knastes und der staatlichen Behörden verhindert worden wäre.Die FilmemacherInnen sparen uns moralische oder politische Kommentare jeglicher Sorte, um die Gefangenen reden zu lassen und den ZuschauerInnen die Möglichkeit zu geben sich eine eigene Meinung über die Situation zu bilden. Ohne die Gefangenen als "HeldInnen", "politische Subjekte", "Scum of the Earth" oder wie auch immer zu beschreiben. Gefangene sind einfach Menschen.

Café ab 18:00 Uhr!
Film ab 20:00 Uhr!

Wie immer gibts lecker veganes Buffet, Kaffee und Kuchen! Und weils so heiss ist auch wieder Eiscreme! Wie immer gibts einen Infotisch zu Knast, Repression und anderen Themen.

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Antisexistische Praxen III - die Konferenz

03.-05. Juli 2009
Berlin-Mehringhof /Gneisenaustr 2a /10961 Berlin

Antisexistische Praxis findet statt, jeden Tag, im alltäglichen Widerstand, der alltäglichen Reaktion und Intervention Einzelner. Antisexistische Praxis ist Unterstützungsarbeit von Betroffenen von Sexismus und sexualisierter auf Grundlage der Konzepte der Parteilichkeit und der Definitionsmacht der betroffenen Person. Ebenso Präventionsarbeit und Kampagnenarbeit, sei es gegen sexistische Medien oder für eine Stärkung antisexistischer Politik.

Die Konferenz bietet einen Ort des Austausches und der Reflektion von früheren, aktuellen und zukünftigen antisexistischen Praxen. Auseinandersetzungen über die täglichen Sexismen denen wir begegnen, wie wir mit ihnen umgehen, wie wir uns weiter stärken und die Verhältnisse angreifen können.

Die Konferenz ist offen für alle Geschlechter, ebenso die Plena. Einzelne Workshops werden ggf. für bestimmte Geschlechter angekündigt oder in Kleingruppen für bestimmte Geschlechter geteilt. Es wird einen Safer Space geben, in dem Ansprechpersonen für akute Situationen unterstützend und beratend vor Ort sind. Ein von und für Migrant_innen, Migrantierte und People of Color organisierter Raum bietet Möglichkeiten zum Austauschen, Vernetzen, Abhängen, Dinge lesen und Sachen zusammen machen.

Die Konferenz bietet keinen Raum für Sexist_innen, Rassist_innen und Menschen, die gezielt pöbeln und sich diskriminierend Anderen gegenüber verhalten: diese werden der Konferenz verwiesen. Bei der Polizei und ähnlichen Repressionsinstanzen beschäftigte Personen sind ebenfalls unerwünscht.

http://www.antisexist-perspectives.so36.net

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EKH HAUS - UND HOFFEST

24.06. - 29.06.09

Soso ist es also wieder einmal so weit unser berühmt berüchtigtes Haus- und Hoffest anzukündigen.Na dann los trotz Affenhitze :
Dieses Jahr gibt es einen offiziellen und einen inoffiziellen Start des heiss ersehnten Festes zu Ehren unseres 19ten Geburtstags. Also für alle übermäßig motivierten PartygängerInnen heisst es schon am Dienstag den 23ten zum Konzert mit Meinhof, HGW und Hibakusha anzutanzen.

Zum offiziellen Empfang für die spät Erlesenen winken dieses jahr am Mittwoch Sekt, Brötchen und avantgarde jazz gespielt von sistemow a traum. Wer seine/ihre ranzige Punkrockkluft gegen Frack und Kleid tauschen will hat dazu natürlich auch noch die Möglichkeit. Nach dem Aperitif wird der Abend von der uns allen geliebten Subversiven Kantine garniert.

Der Donnerstag steht wie jedes Jahr voll und über ganz im Zeichen des legendären Coverabends. Auch diesmal werden einige Schmankerl zum besten gegeben. So viel sei verraten – Es wird eine Weiterführung der Schlachtrufesaga, einige Fetzen aus der amerikanischen und engländischen Punkrock Vergangenheit und natürlich wie soll es anders sein jede Menge Musik aus der Zeit unserer Eltern und Großeltern. Um den Abend bzw. Die Nacht noch schön ausklingen zu lassen versuchen wir es dieses Jahr noch einmal mit einem Durchtanzwettbewerb mit Balkanmusik. Doch bevor der Abend so richtig los geht gibt sich die ABC Gruppe Wien, am Nachmittag, bei Brunch im Hof ein Stelldichein.

Das Freitagsprogramm winkt mit einem BBQ und zum Nachtisch gibts lecker veganes Eis. Zum Verdaungsspatziergang oder soll ich lieber sagen Verdaungseinkaufsbummel lädt auch dieses Jahr wieder ein wunderbarer Soli-Flohmarkt ein. Womit wir auch schon fast wieder bei der Abendgestaltung gelandet sind. Bevor der „normale“ Konzertabend beginnt geben wir die Bühne für euch frei. Hast du ein Talent, das du mit uns teilen willst oder solltest – dann rauf auf die Bühne und keinen falschen Scham vortäuschen. Und somit sind wir bei den Bands dises Abends angelangt, die da wären: Mischief Brew (Folkpunk), Slugs (Fem – Punk), Knötaröt (was soll ich dazu sagen?) und Brambilla (punk – eh scho wissen). Danach wird es Metal/Rock/Punk – Auflegerei geben.

Am Samstag wird demonstriert und zwar für Freiräume statt Bonzenlofts. Die Demo endet am Keplerplatz und transformiert sich kurzer Hand in ein Straßenfest mit Riesentwister und Bike Wars unter dem Motto“ Two Wheel Attack“ um. Für die musikalische Untermalung dieses Events sorgen die irischen Folk Punker von Lynched, die zu gleich auch schon die Vorreiter für Bands wie Trashedy (Elektronic Anarch@ Punk), Kurzer Prozess (Hip Hop), Fuck you written in shit(Glam Rock – oder so),A Flower Kollapsed (Experimenteller HC), Less than Zero (in Grillmeister sei neiche Band) und eventuell noch andere Highlights sind. Was danach aufgelegt wird steht noch nicht so ganz fest also lasst euch überaschen.

Und dann endlich der Sonntag, doch Zeit zum ausruhen gibt es nicht. Sofort heisst es nichts wie rauf auf das am Vortag beim Straßen(kampf)fest geschrottete Bike und auf zur lustigen Alleycat. Für die unter euch die nicht wissen auf was sie sich da genau einlassen sei gesagt, dass ihr euch nicht zu fürchten habt. Bei einer Alleycat handelt es sich um nichts anderes als eine Schnitzeljagd zu Fahrrad. Doch danach heisst es dann entspannen und Film schaun auf der Terrasse.

Falls ihr euch jetzt denkt: „Was es gibt nicht einmal Workshops ?“ , dann kann ich euch getrost verraten, doch es wird sogar eine ganze Reihe von Workshops geben. Da noch nicht genau festgestanden ist wann welcher Neulern- oder Weiterbildungskurs stattfinden wird, wird hier auch nur gesagt, dass wieder einmal allerhand Nützliches und Spannendes dabei sein wird.

Für all euch da draußen die sich überlegen ob sie eventuell vorbeischauen wollen sei noch gesagt :

Wir EKHlerInnen freuen uns wie immer auf euch, aber last eure Idioten zu Hause !!!

Für alle weiteren Fragen, Einwende, Anregungen, etc. Wendet euch einfach an unsere E-Mail Adresse : ekhaus[at].med-user.net

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HOFBAR - infomaden - HausBibliothEKH

Mit der Sommerpause des EKH, reduziert auch der Infomaden seine Öffnungszeiten auf Donnerstag von 16:00 bis 20:00 Uhr. Sonst gibt es einiges neues an Musik, T-Shirts, Patches, Buttons, Zines und Bücher, und sowieso ist vieles neu. Also wenn ihr schon länger nicht oder überhaupt noch nie im Infomaden ward, ist es auf alle Fälle mal eine Reise wert. Besonders da Donnerstags auch immer die wunderbare Hofbar von 18:00 bis 22:00 Uhr offen hat, wo es kühle Getränke, Vokü und auch immer wieder veganes Eis gibt.

Die HausBibliothEKH wird über den Sommer geschlossen haben, ihr könnt aber entliehene Bücher gerne im Infomaden zurückgeben.

 

 

programm im juni 09

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FREITAG 06.06.09

DESSI Soli Party mit
PATIOCRASH & HIDDEN BY THE GRAPES & (((DIV)))

Die DESSI (Deserteurs- und Flüchtlingsberatung) lädt zu einem Soli Abend mit Bands, lecker Essen und jede Menge Cocktails ein. Also ALLE kommen!

PATIOCRASH Vienna Garage House / Punk / Thrash Übrigens feiern PATIOCRASH ihr 10 jähriges Bandbestehen. myspace.com/patiocrash

HIDDEN BY THE GRAPES Graz
Alternative / Indie / Post Punk
myspace.com/hiddenbythegrapes

(((DIV))) Vienna
Rock / Post Punk / Psychedelic
myspace.com/divler

Anschließend gibt es noch Auflegerei von Dj B*Indi

 

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SONNTAG 07.06.09

WEIBAHFRÜHSTÜCK

Das monatliche Frühstück gegen Staat, Patriarchat und (Hetero)sexismus!
Austausch erwünscht purer Konsumismus nicht.


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DIENSTAG 09.06.09

SAND CREEK MASSACRE & M:40

Entgegen der weitverbreiteden Meinung, dass es im EKH ja eh nur Krustenkonzerte gibt, was aber vielleicht wenns oft kommt einmal im Monat ist, wird es hier an einem Dienstag wirklich mal wieder ein feines Krustenmenü serviert. Da kommen mal die feinen SAND CREEK MASSACRE aus Zwolle, Overijssel(also irgendwo aus Holland). Spielen etwas moderneren Crust, mit abwechselungsreichen Gesangsparts, mitreißenden Midtempoparts, und gerade nach vorne gehenden Teilen. So eine Band die Krusten und Hardcoreherzen gleichermaßen höherschlagen lässt. Kommen das erste mal nach Wien, aber durft die schon mal live sehen, und die haben mich schon weggehauen. Hörproben auf: myscheiss/sandcreekmassacre

Auf Tour sind sie zusammen mit M:40 aus Lidköping(Schweden), und irgendwie klingen sie auch genauso. Fast schon klischeehaft geht das in Richtung Schwedenkrust á la Skitsystem oder Victims, aber brauchen sich auf keine Fall hinter den genannten Bands verstecken.
Auch hier sei auf myscheiss/m40se verwiesen.


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SAMSTAG 13.06.09

FIST A FERRET & CRACKS IN THE WALL & HARD CHARGER

Hard Charger kommen aus Kanada und spielen stark MOTORHEAD beinflussten Crust`n`Roll Punk vom feinsten. Zum ersten mal im Haus...

CITW aus Holland geigen mit sehr gut gespieltem Hardcore Punk auf.

Die Grindcorler von FAF aus Wien sind auch wieder mal zu Gast. Mit dabei ihre neue 7inch! Yeap!

myspace.com/hardchargermusic
myspace.com/cracksinthewall
myspace.com/xxxfafxxx

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SONNTAG 14.06.09

SHORT LIVED

So, das wird ein heftiges Wochenende, aber am Sonntag gibs auf alle Fälle noch mal eine Band die absolut sehenswert ist, und das sind SHORT LIVED aus Wellington(Neuseeland). Spielen schnellen Polit HC/Punk, der stellenweise an Bands wie Dropdead erinnert. Kurze knallige Songs die richtig gut reingehen, und machen einfach geile Mucke! Haben netterweise auch kein myscheiss, dafür kann mensch viele von ihren sonx gratis runterladen:
http://elpasorecordsonline.com/shortlived/ und
Demo CD auf madblastofchaos

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DIENSTAG 23.06.09

MEINHOF & H.G.W. HIBAKUSHA

Pünktlich einen Tag vorm Haus- und Hoffest können wir uns auf ein kleines Auftakt- konzert freuen.

Mit von der Partie sind MEINHOF aus London die uns ja schon einmal besuchten. Ich hoffe einmal, dass sie ihren Stil beibehalten haben. Als ich sie das letzte Mal im Haus gesehen habe spielten sie überzeugenden Punk bis HC-Punk mit einer Energiegeladenen Frau am Gesangsautomat.

Begleitet werden sie von den tschechischen HIBAKUSHA und den aus Polen stammenden H.G.W.

Beide Bands besuchen uns meines Wissens zum ersten Mal aber das macht die Spannung ja nur noch größer. HIBAKUSHA sowie H.G.W. spielen ebenfalls Punk bis HC-Punk wobei natürlich jede Band individuell ihre eigene Note einbringt.

Also Iro aufstellen und ins Haus pogen !!!

jeden Donnerstag
POLITDISKUBEISL & SUBVERSIVE KANTINE!!

jeden ersten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr finden offene Programmvorbereitungstreffen (PVT) jeweils fürs nächste Monat statt. Falls ihr Lust und Interesse habt mitzumachen oder auch nur eine Veranstaltung vorschlagen wollt, kommts und bringts euch ein!!

 

subversive KANTINE im EKH

Wir betrachten das Verhältnis Arbeit-Kapital als das zentrale Ausbeutungsverhältnis, dem wir in dieser Gesellschaft nicht entrinnen können. Was uns interessiert, sind Kämpfe von Arbeitslosen und ArbeiterInnen gegen die Verschlechterung und für die Verbesserung von Lebensbedingungen.
Die subversive Kantine als Raum für die Auseinandersetzung über Kämpfe in aller Welt, also internationale Themen, ebenso mit unseren konkreten Problemen in der Arbeit, am Arbeitsamt, am Sozialamt; Versuche, die Aufspaltung in Individuen und/oder konstruierte Gruppen wie AusländerInnen, InländerInnen, ? zu überwinden; zu gemeinsamem Handeln zu kommen, diese Verhältnisse zu stürzen.

Wenn Arbeit etwas Geiles wäre, würden die Ausbeuter sie selber machen!
Geöffnet ist die subversive Kantine jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr. Einmal monatlich wird es vorbereitete Veranstaltungen geben, der zweite monatliche Termin steht für aktuelle Themen zur Verfügung.

 

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Donnerstag 4. Juni, Politdiskubeisl

"Darr Jud muss weg und sein Gerschtl bleibt da"
Antisemitismus in Österreich

Hans Safrian legte in seinen Forschungen über den Nationalsozialismus dar, dass die NS-Politik nicht die antisemitische Politik nach Österreich brachte, sondern dass der Wiener Pogromantisemitismus, sowie aus dieser Radikalität enstandene Wiener Modell Vorbild für das "Altreich" wurden. Weiters wurden die Männer, die sich in der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" erprobten, später zu "Deportations- experten". Nach 1945 hieß es, dass keine_r dabeigewesen wäre und bis heute wird in der öffentlichen Politik nur von einer Mit-Verantwortung gesprochen - trotz der Waldheimaffäre.

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Donnerstag 11. Juni, Politdiskubeisl

"die arbeitslosenpolizei"

recherche/prosa von christine werner, cartoons von carina klammer, arovell-verlag, 2009 gosau/wien.
angefragt: das arbeitslosenpolizeiorchester (wega/mike blumentopf, martina cizek & co)

das buch “die arbeitslosenpolize” gibt erwerbslosen in österreich eine stimme. anhand von interviews und recherchen erzählt die autorin christine werner vom alltag jener menschen, die ihre arbeit verloren haben, von jobbörsen, arbeitsvermittlern und dubiosen stellenangeboten, vom umgang mit ganz persönlichen daten, von kreditwürdigkeit, armutsgefährdungu.v.m.

der titel lässt keinen zweifel zu: dieses buch würde den ruf des AMS als institution der hilfe für arbeitssuchende demolieren --> wenn er nicht schon demoliert wäre.Trotz der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der USA hat für viele radikale afroamerikanische AktivistInnen die Notwendigkeit eines revolutionären Schwarzen Befreiungskampfs nichts an Aktualität eingebüßt.

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Mittwoch 24. Juni, Subversive Kantine

Ende der Vertretung

Dokumentarfilm (2009) mit anschließender Diskussion

Seit Anfang 2007 herrscht im Einzelhandel in Deutschland ein tarifloser Zustand. Deshalb gehen die Beschäftigten immer wieder auf die Straße und streiken. Sie tun das, obwohl sie nicht selten in den Betrieben wegen der Teilnahme an Streiks Repressionen ausgesetzt sind. Sie wollen verhindern, dass ihre Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit gekürzt werden. Zudem fordern sie eine Lohnerhöhung um 6,5%. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft verkündet die zuständige Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di die Aussetzung des Streiks für 14 Tage. Viele der Streikenden sind empört, sie verstehen diese Maßnahme nicht, denn gerade jetzt hätten sie die Möglichkeit, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. So zieht sich der Konflikt immer weiter hin und die Unternehmer gewinnen Oberhand. Ende Jänner 2008 wird der Mitarbeiterin des Kaisers-Supermarktes in Berlin-Hohenschönhausen, Barbara E., vorgeworfen, 1,30 Euro unterschlagen zu haben. Einige Wochen später erhält sie deshalb die fristlose Kündigung - nach 31 Jahren Betriebs-zugehörigkeit. Der Betriebsrat hat nichts Besseres zu tun, als sich von der Kollegin zu distanzieren. Unterstützung findet sie bei GewerkschafterInnen und im linksalternativen Milieu. Ein Komitee wird gegründet, es folgen Kundgebungen vor Supermärkten, Diskussionen, Plakat- und Pickerlaktionen. Vor Gericht verliert Barbara E. in erster Instanz den arbeitsgerichtlichen Prozess. Inzwischen muss sie mit Hartz-IV-Kohle über die Runden kommen. Aber, wie sie sagt: "Es geht schon lange nicht mehr um mich." Und:"Ich mache weiter. Notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßbug."

 

"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"