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Die Unterstützer_innengruppe DEFMA stellt sich vor!!
DEFMA steht für:
DIY - Emanzipatorisch - Feministisch - Militant - Autonom
Obwohl Antisexismus als einer der zentralen Ansprüche innerhalb einer linksradikalen und sich als emanzipatorisch verstehenden Szene genannt wird, kommt es immer wieder vor, dass es bei leeren Worten bleibt. Das beginnt bei sexistischen Machtstrukturen innerhalb von Gruppen und reicht bis zur Ausübung von sexualisierter Gewalt*.
Definitionsmacht:
Die Definition, ob eine sexualisierte Grenzverletzung vorgefallen ist, liegt einzig und allein bei der Betroffenen. Jede Betroffene von sexualisierter Gewalt kann nur für sich selbst sagen, was sie wann als Gewalt empfindet und wie sie diese individuell erlebte Gewalt wahrnimmt. Gewalt wird aufgrund der persönlichen Geschichte, Gegenwart und Erfahrung von Betroffenen unterschiedlich erlebt, eingeordnet und eingeschätzt. So kann es z.B. sein, dass ein Übergriff erst nach längerer Zeit von einer Betroffenen als solcher definiert wird - Definitionsmacht verjährt nicht. Das heißt, unabhängig davon, wie der sexualisierte Übergriff aussah: wenn eine Betroffene eine Vergewaltigung oder einen sexualisierten Übergriff so bezeichnet, dann entspricht das genau ihrer Wahrnehmung und ist somit als genau diese Bezeichnung zu akzeptieren
Immer wieder bekommen Betroffene** zu wenig Unterstützung - stattdessen wird ihre Definitionsmacht in Frage gestellt. Betroffene stehen unter Rechtfertigungsdruck, ihnen wird nicht geglaubt und/oder sie werden für entscheidungsunfähig gehalten. Diese Reaktionen auf Veröffentlichungen von sexualisierten Übergriffen sind Täterschutz und dienen der Aufrechterhaltung patriarchaler Machtstrukturen.
Wir sind keine Beratungsstelle, keine Psycholog_innen oder Therapeut_innen, sondern eine Gruppe, die für und mit Betroffenen parteilich agiert. Wenn uns eine Betroffene von ihren Erfahrungen erzählt, werden wir diese vertraulich behandeln. Sie kann sich anonym an uns wenden oder sich mit uns treffen. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem die Betroffene selbst definieren kann, was ihr passiert ist.
Parteilichkeit:
Parteilichkeit bedeutet, dass eine benannte Grenzverletzung nicht in Frage gestellt, sondern akzeptiert wird und bezeichnet eine innere und aktiv nach außen gerichtete Haltung zur Unterstützung von Betroffenen.
Wir stehen eindeutig auf die Seite der Betroffenen, eine scheinbar neutrale Haltung würde für die Betroffene einen Zwang zur Rechtfertigung bedeuten. Dem Täter genügt ein Schweigen.
Außerdem bieten wir z.B. Unterstützung beim Formulieren und Vermitteln von Forderungen an den Täter*** an. Wichtig ist, dass wir als Gruppe nur das machen, was die Betroffene ausdrücklich verlangt, und wir werden uns dafür einsetzen, dass ihre Wünsche auch von anderen respektiert werden.
Leute, die von einer Veröffentlichung erfahren, können sich an uns wenden, wenn sie die Forderungen der Betroffenen umsetzen wollen. So können Betroffene Unterstützung bekommen, ohne sich Belästigungen durch definitionsmachtfeindliche Aussagen bzw. Aktionen aussetzen zu müssen.
Außerdem wird die Unterstützer_innengruppe DEFMA Veranstaltungen organisieren sowie Infos in Form von Broschüren, Flugis und Postern zur Verfügung stellen.
Die Unterstützer_innengruppe DEFMA ist per e-mail erreichbar: defma@pulk.net
SCHWEIGEN BEKÄMPFEN!!!
FÜR EINE ANTISEXISTISCHE PRAXIS!!!
Anmerkungen:
* Wir verwenden den Begriff "sexualisierte Gewalt" statt "sexueller Gewalt". "Sexuelle Gewalt" impliziert, dass es primär um Sexualität ginge, was bei sexualisierter Gewalt aber nicht der Fall ist. Sie dient der Aufrechterhaltung und Herstellung von Machtverhältnissen, indem zum Beispiel das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper der Betroffenen übergangen wird.
** Wir verwenden den Begriff "Betroffene" in seiner weiblichen Form, weil wir sichtbar machen wollen, wer in den meisten Fällen die Betroffenen von sexualisierter Gewalt sind. Uns ist aber bewusst, dass es Betroffene aller Genders gibt und wir bieten unsere Unterstützung nicht nur für Frauen an.
*** Wir verwenden den Begriff "Täter" in seiner männlichen Form, weil wir glauben, dass sexualisierte Gewalt hauptsächlich von Männern ausgeht. Wir wollen damit nicht verschweigen, dass auch andere Genders sexualisierte Gewalt ausüben können. Eine gendergerechte Formulierung könnte allerdings die tatsächlichen Herrschaftsverhältnisse in dieser Gesellschaft verschleiern. Falls der Begriff "Täter" für die eigene Situation nicht zutreffend sein sollte, kann mensch sich dennoch an uns wenden.
DEFMA stellt sich weiter in einer Veranstaltung am 9.4.08 um 20 Uhr in der Wipplingerstrasse vor! Komm zahlreich!
Um dem entgegen zu wirken, bietet die Gruppe DEFMA Unterstützung für Personen an, die von sexualisierter Gewalt bzw. sexualisierten Übergriffen betroffen sind. Auch Betroffene von physischer und/oder psychischer Gewalt in Beziehungen können sich an uns wenden.
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XIII Frauenbanden Fest
ein Soli für Caro aus Brasilien gegen Aufenthaltsgesetze und Behördenwahnsinn
ab 21:00 3 Kurzfilme: geschichtliche Aufarbeitung lesbischer Lebensrealitäten zwischen 1950 und 2000
Performance: Helmuth + Surprisepartnerin
Live: ILSEBILL, MAYR
+ tanzbare Auflegerei
29. Februar 2008
I:DA, Zwölfergasse 9, 1150 Wien
Motto: Trääschick.... (weißt eh was)
und buffet, cocktails + eine überaschung
für Frauen, Mädchen, Lesben und Transgender
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Stellungnahme aus dem EKH
Wien Dezember 2007
Vor Kurzem war wieder eine Frau aus unseren Zusammenhängen von sexualisierter Gewalt betroffen! Der Täter kam zu unserem Montagsplenum und zwar nicht aus freiem Willen, aber auf Wunsch der Betroffenen und veröffentlichte daß er ein "scheiß Vergewaltiger" ist! Der "Täter", der Vergewaltiger, lebte seit einigen Jahren mit uns gemeinsam in diesem Haus und ist immer noch ein Teil der lokalen Szene in Wien.
Für uns ist klar, dass ein Vergewaltiger in unserem Haus und Zusammenhängen nicht geduldet wird! Er ist ausgeschlossen von jeglichen Veranstaltungen, Konzerten, öffentlichen und Wohnbereichen und allen Aktionen!
Einige Leute aus unserem Haus und Umgebung sind wütend, andere sind sich nicht sicher wie sie reagieren sollen und manche sind sehr verletzt.
Einige sind unzufrieden mit unserer internen Reaktion und Umgang. Andere fühlen sich ohnmächtig, weil es immer und immer wieder passiert und weitere sind frustriert über die kollektive Handlungsunfähigkeit! Manche im Haus denken, dass wir zu wenig eingegriffen und getan haben, dass wir sein Verhalten möglich gemacht haben und fühlen sich verantwortlich dafür dass es soweit gekommen ist!
Aus eigenem Interesse und Wichtigkeit und der Forderung der Betroffenen setzen wir uns intensiv damit auseinander und reflektieren, wie es überhaupt soweit kommen kann. Viele BewohnerInnen dieses Hauses haben in Form von Texten dazu Stellung genommen wie sie sich in dieser Situation fühlen, was sie dazu denken und wie es für sie dazu kam. Einige Texte beschäftigen sich auch mit dem Verhalten des Vergewaltigers in den letzten Monaten und Jahren und ob das was nun passiert ist, längst absehbar war.
Außerdem haben sich zwei Gruppen im Haus gebildet.
Es gibt eine Gruppe, die sich mit der Betroffenen auseinandersetzt, um sie zu unterstützen. Diese Gruppe ist entstanden, um sicher zu gehen das die Forderungen der Betroffenen respektiert werden und ihr ihre Definitionsmacht garantiert bleibt. Die Definitionsmacht der Betroffenen ist wichtig, damit sie nicht ständig gefragt wird nach dem was passiert ist, oder irgendjemand ihre Definition anzweifelt. Außerdem funktioniert diese Gruppe als ein anonymes Sprachrohr, dass ihr möglich macht mit dem Kollektiv zu "sprechen" und Forderungen zu stellen, ohne ihre Identität aufdecken zu müssen.
Die zweite Gruppe konfrontiert den Vergewaltiger. Der Sinn dahinter ist nicht nur ihn mit seiner Tat zu konfrontieren, sondern ihn zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst zu zwingen. Außerdem unterstützt die Gruppe die Forderungen der Betroffenen. Diese Gruppe ist nicht entstanden mit der Absicht dem Vergewaltiger zu "helfen", zu diesem Zweck wird er aufgefordert eine Therapie zu besuchen.
Die Entscheidung so zu reagieren war nicht einfach für uns. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Es ist einfach "KILL ALL RAPISTS" auf ein Transpi zu malen, aber es ist nicht einfach einen Vergewaltiger zu töten, der noch dazu in so einem Projekt mit uns gemeinsam gelebt und politische Arbeit gemacht hat. Wir denken, dass wir eine Verantwortung gegenüber der Betroffenen und unseren Zusammenhängen zu tragen haben, nicht nur wegen der Frage "WARUM", sondern auch aus Gründen der Prävention.
Es ist sehr wichtig, dass wir die Forderung der Anonymität der Betroffenen, respektieren! Stellt uns weder blöde Fragen über die Identität der Betroffenen, noch über irgendwelche Details!!!
Einige aus dem Haus
Statement out of the EKH
Vienna december 2007
Yet again recently another women from our community experienced sexualized violence. It should be known that the perpetrator came to our monday meeting (not voluntarily, but at the request of the "survivor"*) and told us that he had raped her. This "perpetrator," this rapist, was formerly for many years a member of this house and is still part of the local vienna scene.
It is clear to us that a person who commits rape is NOT allowed in our home. He is forbidden from our events, our concerts, our public spaces, our living spaces, and our actions, political or not.
Many people in our house and others from our community are furious; some are confused about how to react and some are hurt. Some people are even unhappy with the house's initial reaction. Others feel powerless, as if this is all too reoccurring. Furthermore, there are some who are frustrated with this sense of powerlessness. Some people also feel that we have enabled his behaviour, and feel some sort of responsibility.
We have decided, on our own and at the request of the "survivor", to examine and reflect as to "why" things like this occur. Some members of the house have written texts explaining how this situation affects them. The texts range and vary on everything from why this happens, as well as the writings of groups have formed in the house to deal with the issue in general and this incident specifically.
One group works to support the "survivor". The group was formed in order to respect her requests and protect her power of definition. Respecting her power of definition is important - it means that she is not questioned or second guessed about the events. The group also acts as an anonymous voice, enabling her to "speak" with the community without having to reveal her identity.
The second group has the goal of confronting the rapist. It is not only for others to confront him, but it also forces him to confront and deal with himself. It also facilitates the "survivor's" demands. It was not formed with the intent of "helping" the rapist, the group has suggested that he should see a professional in regards to treatment.
The decision to react in this way was not made easily. There is a great difference between theory and practice. It is easy to paint, "Kill All Rapists" on a banner; it is not easy to kill a rapist that once lived in our home and shared our lives.
We feel that we have a responsibility to the survivor and to the community, not only to ask "why" but also to work to prevent further acts of sexualized violence.
It is very IMPORTANT that we respect the requests of the "survivor" by keeping this ANONYMOUS! Do NOT ask us questions about the "survivor's" identities or details!
a few of the EKH - collective
* "survivor": means in english the same like "betroffene" in feminist context, we don´t agree totally, because translated in german language it has the meaning of surviving a climate catastrophe or the nazi-concentrationcamps
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Frauen bildet Banden
"Ich bin nicht frei, solange eine einzige Frau unfrei ist, auch wenn sie ganz andere Fesseln trägt als ich. Ich bin nicht frei, solange noch ein einziger farbiger Mensch in Ketten liegt. Und solange seid auch ihr nicht frei!" (Audre Lorde)
wir wolln tausende frauen
die sich gscheit widersetzen
wolln dass die wut endlich siegt
schluss mit ausländerhetzen
schluss mit gewalt gegen frauen
es soll sich niemand mehr trauen
eine von uns anzugreifen
lassen vergeltung jetzt reifen
und jedes kleinste verbrechen
werden wir zukünftig rächen
weil uns vieles verbindet
und auch einiges trennt
doch welche will einmal sagen
ich hab den zeitpunkt verpennt
als es galt einzugreifen
setzen wir heute ein zeichen
schluss mit leeren versprechen
schluss mit lug und betrug
lasst uns die stadt übernehmen
denn wir wollen nicht ruhn
werfen wir sand ins getriebe
und reden was wir auch tun
Männergewalt an Frauen ist keine Privatangelegenheit, die Gewalt ist ein
politischer Akt gegen unsere Freiheit.
Die Kraft einer Frau sich zu verteidigen ist eine politische Kraft.
Sie kommt von weit her und entsteht aus dem Bewusstsein, dass die Frauen sich es erkämpfen müssen in Freiheit, mit Selbstbestimmung und Gerechtigkeit in der Welt leben zu können.
Die Kraft einer Frau bist du selbst und deine Verbundenheit zu anderen Frauen.
Frauen bildet Banden und geht gemeinsam raus!
Greift ein, wenn eine Frau sexistisch belästigt wird!
Stoppt sexistische Anmache!
Verjagt Vergewaltiger, oder haut ihnen gemeinsam eine rein!
Entfernt sexistische Bilder und Plakate!
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Politische Zensur und Staatsrassismus
Bei der internationalen Tagung "10 Jahre Gewaltschutzgesetz" vom 5. bis 7. Nov .07 im Palais Auersperg wurde das kunstpolitische Projekt "hellwach - bei Gewalt an Frauen" eingeladen eine Ausstellung zu gestalten.
Der 3-tägige Kongress wurde vom Frauenministerium und Innenministerium veranstaltet und u.a. von der Interventionsstelle Wien geplant, die "hellwach"einluden.
Dass die Ministerien die internationale Tagung veranstalten zeigt einmal mehr, wie einerseits die Frauenhausbewegung und die Interventionsstellen staatlich integriert und instrumentalisiert sind; andererseits wird daran auch die Schwäche der Frauenbewegung sichtbar, die nicht selbst solch ein internationales Treffen organisiert und Inhalte der Frauenhausbewegung diskutiert.
Was die inhaltliche Integration und Instrumentalisierung bedeutet zeigt sich u.a. daran, dass in der Woche vor der Tagung die Ausstellung von "hellwach"
zensuriert wurde!
Stein des Anstoßes waren 2 Bilder der Ausstellung. Auf dem einen Bild ist vor einem österreichischen Dorf eine selbstbewusste muslimische Frau abgebildet.
Der Text darunter lautet:
"Wir fordern einen autonomen Aufenthaltsstatus für Migrantinnen!
Sie sind sonst restlos der Gewalt durch den Ehemann ausgesetzt."
Auf dem anderen Bild ist eine abstrahierte Frauenfigur zu sehen, die in einer Hand ein Messer und in der anderen ein Auge/Schild trägt. Der Text dazu lautet:
"Viele Frauen und Mädchen sitzen zu Hause in der Falle.
Vergewaltiger wir kriegen dich!"
Zusätzlich wurden noch die "Glückskeks" mit zweisprachigen Botschaften zum Thema Gewalt an Frauen, die Teil der Ausstellung sind, von der Frauenministerin Bures abgelehnt!
Die Begründung war: dass die 2 Bilder als "nicht ministrabel" eingestuft wurden. Heißt für die Ministerien nicht zumutbar?!
"Kunst ist die Tochter der Freiheit" stand u.a. mehrere Jahre auf der Volksoper. Kunst die nach Anerkennung strebt ist gut und integrierbar. Kunst die politische Veränderung will wird gestrichen!
Von der Frauenministerin Bures und dem Innenminister Platter werden feministische Positionen gegen Gewalt an Frauen, die Antirassismus beinhalten und aktiven/sichtbaren Frauenwiderstand gegen sexistische Gewalt benennt, zensuriert.
Wir finden das unzumutbar!!!
Und die Minister und Ministerinnen, die dies veranlassen untragbar!!!!!
Auch die Interventionstellen und Frauenhäuser sollten sich kritisch zu Worte melden und protestieren. Es wird wieder einmal aktiv in ihre Arbeit eingegriffen; "Still halten" und um die Subventionen bangen wird uns alle nicht weiterhelfen.
Die politische Zensur der Ausstellung spiegelt sich in der konkreten Politik wieder, nämlich: staatliche Vereinnahmung von Projekten, die Basisarbeit gegen Gewalt an Frauen machen, durch Subventionsvorgaben und inhaltliche Einschränkungen, und staatlicher Rassismus durch Ausländergesetze, Anhaltelager, Schubhäfen und Abschiebungen.
Durch die Medien bekannt sind Arigona und Safete, Sie beide sind untergetaucht, was für viele der einzige Ausweg ist, um der rassistischen Abschiebepraxis zu entkommen. Safete Zeqaj wurde, nachdem sie wieder auftauchte, um sich mit einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit zu stellen, unmittelbar danach festgenommen und ins Abschiebegefängnis auf der Rossauer Lände gebracht. Sie machte öffentlich, dass sie jahrelang von ihrem Ehemann misshandelt wurde, d.h. sexistischer Gewalt ausgesetzt war. Es fällt keiner leicht darüber zu erzählen und es wird noch schwieriger, wenn eine zusätzlich existenziell durch Abschiebung bedroht ist.
Mittlerweile wurde Safete Zeqaj aus dem Gefängnis entlassen und stellt einen Asylantrag. Der Ausgang ist ungewiss.
Mit der Verhaftung von Safete Zeqaj ist Platters Maß wieder mal über-voll. Er ist ein Schreibtischtäter, ein Verfassungsbrecher, ein Wiederholungstäter.
Er muss schnellstens weg.
Unsere Kritik müssen sich aber auch die Grünen gefallen lassen - aber nicht weil sie, wie manche jetzt meinen, die "Opfer instrumentalisiert" haben, sondern weil sie unfähig
(oder nicht willens?) waren, Frau Zeqai nach der Pressekonferenz vor dem Zugriff der Platterei zu schützen.
Wir solidarisieren uns mit Arigona und Safete und allen MigrantInnen, die u.a.gefangen gehalten werden - in Schubhäfen, vor dem Drahtzaun an Europas Festungsgrenzen, in ungewollten Ehen, in der Zwangsprostitution, … die sich für den Kampf um ein "besseres Leben" entschieden haben und ent-täuscht in der Festung Europa, oder davor gefangen sind, und all jenen die sie aktiv unterstützen, obwohl das für sie die Kriminalisierung von Seite des Staates bedeutet.
Wir stellen uns gegen eine Spaltung zwischen
"gut integriert und nicht gut integriert"
Unsere Kritik gilt den Debatten über Integration und Migrantinnenrechte, die nicht nur
solidarische Unterstützung ausgelöst haben.
Es gibt die konsensuale Forderung nach einem "Bleiberecht für langjährig, gut integrierte Familien" Doch was soll das heißen?
Was heißt langjährig, wenn Asylverfahren auf jeden fall länger als 3 Jahre und bis zu sogar 22 Jahren dauern?
Ein Staat der nicht in der Lage ist in überschaubarer Zeit Asylanträge zu bearbeiten, gibt damit nicht zu verstehen, dass er das nicht kann, sondern dass er das nicht will.
Was heißt gut integriert? Wer ist dann weniger gut integriert?
-Ein Nachweis von 300 Stunden Deutschkurs, der zur hälfte selbst bezahlt werden muss
-wenn eine asylsuchende Frau Sexarbeiterin wird, weil das für sie die einzige "legale" Lohnarbeit ist (legal, aber ohne Rechte) sprechen wir dann von "gut integriert"?
Gut integriert sind sogenannte Schlüsselkräfte; wer gebraucht wird bekommt dann auch rasch eine Staatsbürgerschaft. Wer maßt sich an darüber zu entscheiden?
Und was ist diese "Familien-Solidarität"?
Der Keimzelle des Staates und der Ursprung häuslicher Gewalt.
Solidarisieren sollen wir uns mit "zerrissenen Familien" weil Privat- und Familienleben ein Grundrecht ist. Da schreit Österreich/eine Nation auf! Redet auf einmal von Menschlichkeit und bittet das Innenministerium um einen Gnadenakt….
Solidarisieren sollen wir uns mit Vater Staat, wenn das Innenministerium aufschreit, der Staat könne sich nicht von einer 15-Jährigen Frau erpressen lassen.
Wenn das die Antwort ist, auf Arigonas Hilferuf/Versuch sich aktiv gegen ihre Unterdrücker zu stellen, …… Dann lassen wir die Nation jetzt zittern ……
Denn Diese Strukturelle Gewalt geht uns alle an!!!!
Was bedeutet die Versteifung auf Familienpolitik für uns Frauen?
Was nützt es diesen, wenn reformistische ExpertInnenkomitees EU- weite Verträge abschließen mit Inhalten wie z.B.: "Verbot von Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes" Wenn sie nicht verstehen wollen, was das in der Praxis bedeutet.
Was ist mit dem eigenständigen Aufenthaltsstatus für Frauen?
Frauen, die über Familienzusammenführung nach Österreich kommen, haben keinen eigenständigen Aufenthaltsstatus. Sie werden dadurch mit all ihren Entscheidungen vom Ehemann bzw. Lebensgefährten abhängig, auch wenn er sie prügelt, demütigt, misshandelt. Bisher gibt es bei sexistischer Gewalt gegen Migrantinnen nur Einzelfallprüfungen und individuelles humanitäres Aufenthaltsrecht als Ausnahme statt der Selbstverständlichkeit eines autonomen Aufenthaltsrechtes für Frauen.
Dies müssen wir gemeinsam durchsetzen. Und Frauen, die über Frauenhandel sozusagen "illegal" ins Land kommen, gefangen gehalten und zur Sexarbeit gezwungen werden, oder rechtlos als Haushilfe gehalten werden - werden abgeschoben !- wenn sie flüchten können, oder von der Polizei aufgegriffen werden - statt ihre Befreiung zu feiern und ihnen Asyl zu gewähren.
Dies müssen wir gemeinsam durchsetzen.
Wenn Migrantinnen von ihrem Lebensgefährten misshandelt werden, sehen viele die schnelle Lösung "abschieben". Aber Sexismus ist nicht abschiebbar!
Erstens ist sexistische Gewalt keinen Frauen dieser Welt zumutbar!
Zweitens ist Sexismus nicht mit rassistischer Gewalt bekämpfbar, sondern Sexismus und Rassismus bestärken sich gegenseitig.
Drittens, wohin mit den Sexisten mit österreichischer Staatsbürgerschaft?
Sexismus und Sexisten müssen gestoppt werden, in jedem Land, überall!
Wir wollen eine Welt schaffen, in der Frauen in Freiheit, mit Würde und in Gerechtigkeit leben können.
Solidarität mit Arigona, Safete und allen anderen MigrantInnen!
Eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen!
Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe als Asylgrund!
Kampf dem Sexismus im Alltag und in jedem Staat!
Vergewaltiger wir kriegen euch - alle!
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FrauenLesbenTreffen! 29.12.07 - 02.01.08
Liebe Rebellinnen,
vom 29. Dezember 2007 bis 2. Januar 2008 soll ein europaweites FrauenLesbenTreffen stattfinden.
Die Idee des Treffens ist:
- unsere Erfahrungen in sozialen und emanzipatorischen Kämpfen
auszutauschen,
- Über Möglichkeiten und Hindernisse sowie über die Entwicklung, Bedeutung und Vielfalt feministischer Widerstandsformen zu diskutieren,
- uns über Möglichkeiten der internationalen Solidarität und gegenseitiger Unterstützung auszutauschen,
- kreative Fähigkeiten weiterzugeben und zu erlernen,
- Lust, Freude und Spaß zu haben!
Wer wir sind
Wir sind Frauen, die sich durch das Ya-Basta-Netz in Deutschland (www.ya-basta-netz.de.vu) kennen gelernt haben. Die Idee für das europäische Frauentreffen entstand während dem Zweiten Treffen der Zapatistischen Gemeinden mit den Völkern der Welt. Auf diesem verkündeten die zapatistischen Frauen, über Silvester dieses Jahres zu einem Treffen einladen zu wollen. Dabei geht es um den Kampf und die Organisierung der zapatistischen Frauen (weitere Infos: http://zeztainternazional.ezln.org.mx). Einige Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern haben beschlossen, dass wir uns gleichzeitig zum zapatistischen Frauentreffen in Chiapas bei einem Treffen in Europa begegnen wollen. Denn auch hier stecken wir in Kämpfen gegen ein patriarchales und kapitalistisches System, das wir ablehnen. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir uns dort organisieren, wo wir leben. Denn nur so können wir Frauen weltweit gemeinsam kämpfen.
Was wollen wir machen?
Wir wollen in Workshops verschiedene Themen wie Feministische Widerstandsformen und Frauenbewegungen in verschiedenen Ländern, die Situation und den Widerstand der Frauen in Mexiko, Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht und Anarchafeminismus arbeiten. Außerdem sollen in Workshops zu Straßentheater, Filme und Radio, Computer (Sicherheit, Layout etc.), Schweißen, Clown, Radical Cheerleading und vieles mehr Fähigkeiten
ausgetauscht und erweitert werden. Natürlich gibt’s auch viel Raum für Kreatives und Kulturelles! Das Konzept des Treffens und der Workshops ist offen: Alle, die kommen, dürfen und sollen sich mit eigenen Ideen einbringen!
Wo und wann?
Das Treffen soll vom 29. Dezember bis 2. Januar stattfinden. Der Ort für das Treffen steht bisher noch nicht fest. Als möglichen Veranstaltungsort können wir das autonome Zentrum KTS (kts-freiburg.org) in Freiburg/Deutschland anbieten. Entschieden haben wir uns dafür aufgrund der Lage (Dreiländereck Frankreich-Schweiz-Deutschland), der vorhandenen Infrastruktur und Menschen vor Ort, die das Treffen mitgestalten wollen.
Wir brauchen Dich!
Wir verstehen uns nicht als geschlossene Gruppe und freuen uns über jede, die in irgendeiner Form das Treffen mitgestalten möchte. Wir brauchen noch Frauen, die sich für Übersetzungen bereiterklären (im Vorfeld für die Verschickung der Einladungen und während dem Treffen).
Wichtig sind auch Frauen, die Werbung für das Treffen machen (Plakate und Flyer verteilen, e-mail Einladungen rumschicken, etc).
Auch ist noch offen, wer die Workshops vorbereitet und durchführt.
Natürlich braucht’s auch kreative Ideen zur Mitfinanzierung des Treffens!
Anregungen, Ideen, Kritik, Anmeldung und Kontakt: rebeldiademujeres@gmail.com
P.S.: Weshalb FrauenLesbenTreffen?
Wir haben uns Gedanken dazu gemacht, wie dieses Treffen aussehen kann. Nach längerer Diskussion haben wir uns für ein reines FrauenLesbenTreffen entschieden. Schließlich geht es ja gerade darum, dass sich Frauen/Lesben vernetzen und begegnen.
Uns ist klar, dass wir somit mit dem Vorwurf, selbst ausschließend zu sein, konfrontiert werden können. Ebenso ist uns bewusst, dass gesellschaftliche Veränderungen nur dann möglich sind, wenn alle Menschen Teil davon sind. Wir alle müssen über Herrschaftsstrukturen und Verhaltensmuster reflektieren.
Dazu müssen unsere Vorstellungen vermittelt werden und ein Dialog entstehen. Dennoch, vorher brauchen wir Frauen/Lesben einen Raum, um uns erstmal auszutauschen und diskutierenen zu können ohne die Beteiligung von Männern.
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25.11.07: FrauenLesbenDemo gegen Männergewalt
Aufruf zur Kundgebung und Frauen Lesben - Demonstration:
Sonntag, 25. November 2007, 14 Uhr, Kardinal Rauscher Platz
FÜR FRAUEN!!!
Aufruf der Autonom-feministischem Plattform gegen Männergewalt:
25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
MIT UNSERER WUT MÜSST IHR RECHNEN UND NICHT MIT UNSEREM SCHWEIGEN!
Männer führen einen weltweiten, niemals öffentlich erklärten Krieg gegen ALLE FRAUEN. Dieser wurde durch die permanente Arbeit von feministisch organisierten Frauen aufgedeckt. In Österreich existiert seit Jahren keine öffentliche umfassende Untersuchung zur Gewalt gegen Frauen. Wir halten uns daher an den internationalen Bericht des DCAF (Genfer Zentrum für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte 2005) der von "SYSTEMATISCHEM GESCHLECHTERMORD" spricht: "WELTWEIT IST DAS RISIKO FÜR FRAUEN ZWISCHEN 15 UND 44 DURCH MÄNNER GEWALT GETÖTET ODER VERLETZT ZU WERDEN, HÖHER ALS DAS RISKO VON KREBS, AUTOUNFÄLLEN, MALARIA UND KRIEGEN ZUSAMMEN. NACH SCHÄTZUNGEN DER VEREINTEN NATIONEN LEBEN DERZEIT 200 MILLIONEN FRAUEN WENIGER AUF DER WELT ALS DEMOGRAPHISCH ZU ERWARTEN WÄRE. DER GRUND, WARUM SIE NICHT DA SIND, IST EINFACH, DASS SIE GETÖTET WURDEN."
Millionen von Frauen sind zumindest 1x in ihrem Leben mit psychischer oder physischer Gewalt/Vergewaltigung konfrontiert - zugefügt von einem Mann aus der Familie, dem Chef, Lehrern, Priestern, Bullen, ... Es betrifft Dich, Deine Nachbarin, Deine Liebste, Freundin, Mutter, Schwester oder Tochter, ...
Die Gewalt gegen uns alle wird durch ökonomische und politische Entscheidungen aufrecht erhalten und verschärft sich derzeit auch in der reichen, "freien, westlichen demokratischen Welt" rapid. Es ist kein Zufall, dass mehr als die Hälfte der Menschheit - nämlich Frauen - Menschen zweiter Klasse sind und bleiben sollen. Denn nur so kann sich ein weltweites Männersystem, welches wir Patriarchat nennen, an der Macht halten.
Auf unserem Rücken soll der gesellschaftliche Reichtum vermehrt, die notwendige Arbeit unterbezahlt oder gratis geleistet und unsere Abhängigkeit zementiert werden.
Wenn Frauen derartig mit dem Kampf ums Überleben beschäftigt sind, bleibt für politische und gesellschaftliche Selbstbestimmung und Demokratie nicht viel Zeit, Platz und Energie. Österreich, eines der 10 reichsten Länder der Welt:
Seit Ende der 80er Jahre hat es noch jede Regierung in Österreich verstanden, den aus der Arbeit von Frauen herausgepressten gesellschaftlichen Reichtum radikal umzuverteilen. Armut wird genauso wie Erwerbslosigkeit gemacht und als "individuelles Problem" behandelt.
Die Gesellschaft weist die kollektive Verantwortung von sich. Mit fatalen Fol-gen: Mehr als 1 Million Menschen in Österreich - vorwiegend Frauen und ihre Kinder - "leben" unter der Armutsgrenze. Dazu gehören viele, die berufstätig sind und sich trotzdem nicht mal das Notwendigste leisten können.Die altbekannten patriarchalen Rollenbilder sind nun auch in diversen westlichen Metropolen wieder wirksam. Frauen und Fraueneinrichtungen berichten von einer rapiden Zunahme von Frauen, die Hilfe und Beratung suchen. Gewaltschutzräume platzen aus allen Nähten. Während also die Gewalt steigt, werden Budgets gekürzt und viele dieser Einrichtungen sind von Schließung oder Gängelung durch Politiker in ihrer Existenz bedroht.
GEWALT - IN WELCHER FORM AUCH IMMER - IST EIN POLITISCHER AKT GEGEN UNSERE FREIHEIT!
Jede Einzelne von uns Frauen, die Gewalt überlebt, ist im Widerstand. Sie lebt und ist nicht tot. Sie hat ihren Körper gegen die millionste Vergewaltigung, gegen die ständig präsente männliche Gewalt verteidigt. Ihre Kraft, ihre Entschlossenheit, ihr Schrei hat die Wut wiedererweckt, die wieder unter uns fließen sollte, unter allen Frauen. Eine Wut, der wir Worte verleihen, die wir in politische Handlung umsetzen und der weiblichen Freiheit näher kommen.
UNSERE KRAFT IST EINE POLITISCHE KRAFT
Sie kommt von weit her. Sie entsteht aus dem Bewusstsein, dass um in Freiheit und in Selbstbestimmung in der Welt leben zu können, die Frauen sich diese erobern müssen. Und dies kann nur dann eintreten, wenn es Beziehungen zwischen Frauen gibt. Diese Beziehungen sind bereits Politik.
WIR WOLLEN EINE ANDERE WELT! UND WIR WERDEN SIE SCHAFFEN!
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Aufruf des FrauenLesbenBlocks zur
Großdemo gegen Rassismus und Faschismus
Am: Samstag 17.11.2007 um 14 Uhr
Wo: Treffpunkt und Auftaktkundgebung am Schottentor
FrauenLesben gegen Rechts(d)ruck!
Männerriten schaffen faschistische Eliten!
Jede antifaschistische Organisierung muss Sexismen und patriarchale Strukturen offensiv bekämpfen. Klar dabei ist, dass Frauen die Definitions- macht darüber obliegt, was Sexismus ist und worin er sich zeigt. Deshalb gibt es auch die Mitarbeit von Feministinnen in diesem antifaschistischen Bündnis und einen Frauen-Lesben-Block auf der gemeinsamen Demo.
Die alte und neue Rechte baut auf sexistischen und patriarchalen Vorstellungen auf, um "Herr im eigenen Land" zu sein oder zu werden. Sie propagiert reaktionäre Normen, wie sich "richtige" Frauen zu verhalten und wie sie zu leben haben. Das zeigt sich unter anderem in der Familienpolitik, in der Forderung nach einem Abtreibungsverbot und der so genannten "Kopftuchdebatte". Die zwanghafte Verschleierung und die Vermarktung der nackten Frau macht beides Frauen zu Objekten. Als Feministinnen kämpfen wir darum Frauen als eigenständige Menschen anzuerkennen. Unter dem Deckmantel der "emanzipierten" Frau wird uns jedoch suggeriert uns von moslemischen Frauen, die ein Kopftuch tragen
abzugrenzen. Diese Einvernahme und Eingrenzung von Emanzipation ist
rassistisch! Eine "westliche Wertegemeinschaft", die sich selbst für zivilisiert und modern erklärt und alle anderen zu "Barbaren" macht oder als "rückständig" darstellt müssen wir mit allen Mitteln bekämpfen! Wir stellen uns gleichzeitig gegen jegliche Religion und Wissenschaft, die Frau als "dem Mann untergeordnet" oder als "minderwertig" ansieht.
Frauen werden in jeder patriarchalen Gesellschaft als Ressource verwendet. Jedes Patriarchat braucht auch Frauen an seiner Seite, die es stützen. Deshalb wird in rechtskonservativen Regierungen und klerikal-faschistischen Organisationen Frauen Platz gegeben, die die sexistische Unter-ordnung der Frau befürworten und die eine rassistische und nationalistische Ausgrenzung vertreten.
Die aktuellen Versuche der Rechten sind: Abtreibung wieder zu illegalisieren; die Empörung über sexuelle Gewalt zu benützen, um lebenslange Haft und Überwachung für alle durchzusetzen; genauso wie Frauen ausschließlich als Mütter zu sehen, Rechte für "auch gewalttätige" Väter zu stärken und die Frauen in die gratis Pflege und Familienarbeit zu drängen. Gleichzeitig verdienen Frauen in der Erwerbsarbeit konsensartig weniger. Das sind nicht nur Ziele klerikalfaschistischer Männerbünde, neonazistischer Organisationen sondern auch konservativer Regierungspolitik. Freie Frauen sind generell unerwünscht. Feminismus wird zum Feindbild, wenn Frauen die "heilige Familie" und den hetero-patriarchalen Normalzustand in Frage stellen und Männergewalt an Frauen aktiv bekämpfen.
Der Kapitalismus bedient sich immer wieder faschistoider bis offen faschistischer Organisationen und Parteien, um Oppositionen und soziale Bewegungen anzugreifen. Sie benutzen dies, um Gesetze sowie Strukturen zu schaffen, die mehr Profite für das Kapital durchsetzen. Die Einverleibung der Frauen in diese strukturellen Gewaltverhältnisse erzeugt nicht nur eine rapide steigende Frauenarmut, sondern erhöht die sexistische Gewalt gegen Frauen in allen Schichten.
In Männerbünden und Burschenschaften wird eine patriarchale "Männlichkeit" produziert, die auf Hierarchie, Gehorsam und Militarismus aufbaut. Das sind Voraussetzungen um Soldaten zu produzieren und Kriege führen zu können.
Sexismus beenden!
Patriarchat abschaffen!Männerbünde zerschlagen!
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Die Antifa, Scooter und die dritte Halbzeit
Auf so mancher Antifa-Demo der vergangenen Monate kam mensch sich vor wie im Fußballstadion. Neben "Parolen" wie: "na wat denn, na wat denn,..." oder "Auf die Fresse!" gab es Einpeitschmusik von Scooter und Cops wurden immer mal wieder wahlweise als "Schwuchteln" oder "Fotzen" beschimpft.
Nun geht es nicht darum offensives Auftreten, Militanz gegen die Bullen oder den Spaß bei der Sache zu kritisieren. Aber was da als "kämpferisch" daher kommen will, ist meist nur peinliches Rumgemacker.
Es ist wohl kaum ein Zufall, dass bei solchen Geschichten fast ausnahmslos Typen anzutreffen sind. Der zur Zeit so beliebte Hooligan-Style bei politischen Aktionen ist nur exzessiv zelebrierte Männlichkeit. Wer grölt am lautesten, wer bringt die krassesten, wenn auch unsinnigen, Aktionen, hat den coolsten, wenn auch unpolitischen, Spruch am Start, wer schubst und drängelt hier und da am öftesten. So ist es eben eine ganz klassische Geschichte, dass Typen gewalttätig (re-)agieren.
Es ist zu beobachten, das nicht nur bei beschriebenen Ereignissen, sondern in der Konsequenz auch allgemein, Frauen sich aus bestimmten politischen Zusammenhängen zurück ziehen oder halt nur dabei sind, um über die Sprüche der Typen anerkennend zu lachen oder deren Heldengeschichten zuzuhören. Frauen müssten erst mal ihre gesamte Sozialisation über Bord werfen, um ähnlich aggressiv aufwarten zu können. Ein Klima zu schaffen, in dem militantes Agieren für Frauen noch schwerer möglich ist, kann nicht Sinn eines emanzipatorischen Anliegens sein. Bei solchen Situationen, wie sie sich im Moment etablieren, werden die gesellschaftlichen Geschlechterstereotypen nicht nur reproduziert, sondern zum Teil sogar noch zugespitzt. Aktionismus und Selbstbestätigung von Männern und passives Verhalten von Frauen sollte nicht auch noch bei linken Aktionen dominieren, deswegen ist es wichtig die jeweilige Situation und das eigene Verhalten zu reflektieren, abzuchecken, ob und warum Mann/Frau sich gerade in den Vordergrund stellt oder sich nicht traut aktiv dabei zu sein.
(aus dem as.ism antisexismus reader berlin: antisexismonline.tk)
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KONZERTE FÜR MIGRANTINNEN IN NOT
In Kooperation mit Peregrina, dem seit 1984 bestehenden Beratungs-, Therapie- und Bildungszentrum für Immigrantinnen jeglicher Herkunft, treten im Herbst 2007 im Rahmen von vier Solifesten Künstlerinnen, Bands und DJanes im autonomen FrauenLesbenMädchenZentrum Wien auf. Der Ertrag dieser Abende kommt gänzlich Migrantinnen in akuten Notsituationen zu Gute.
Das österreichische Fremden- und Asylrecht, in vielen seiner Aspekte als menschenrechtswidrig eingestuft, fordert täglich seine Opfer: Menschen werden jahrelang in aufenthaltsrechtlicher Ungewissheit gelassen, wobei sich die gesetzlichen Vorgaben in fast jährlichen Abständen ändern. Am Ende kann noch immer das Aufenthaltsverbot stehen. Die Vorlage von Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen ist wiederum gekoppelt an die Zugangsberechtigung zum Arbeitsmarkt. Die für diese Zeit vorgesehene Grundversorgung durch die Caritas deckt zumeist gerade mal die Kosten für das Allernotwendigste, wie beispielsweise eine Wohnung. Österreichische Ehemänner, von denen migrantische Frauen sich - oft aus Gründen von Gewalttätigkeit - scheiden lassen, stellen für die betroffenen Frauen eine zusätzliche Erschwernis dar. Vom unsicheren aufenthaltsrechtlichen Status der Mutter beziehungsweise der Eltern sind auch Kinder und Jugendliche betroffen, indem ihnen Schulbesuch oder Lehre verweigert werden. Mit einer finanziellen Unterstützung können lebensnotwendige
Ausgaben getätigt werden.
Die Veranstalterin dieser Solifest-Reihe, die FZ-Bar, ist Teil des autonomen FrauenLesbenMädchenZentrum Wien, das sich seit 1980 für die Rechte von Frauen, Lesben und Mädchen einsetzt und dem herrschenden Patriarchat eine feministische Frauenkultur entgegensetzt.
FZ-Bar Währinger Straße 59/6 (Eingang Prechtlgasse) 1090 Wien fz-bar@wolfsmutter.com
http://fz-bar.wolfsmutter.com/ Women Only!
Geöffnet ab 19 Uhr - Programm ab 21 Uhr UKB: freie Spende, welche an jedem Abend einer Frau in einer akuten Notsituation gänzlich zu Gute kommt.
Samstag, 22.09.2007: Solifest für C.
C. litt bis zu ihrer Scheidung unter den Gewalttätigkeiten ihres Ehemannes. Nach über 11 Jahren in Österreich gelang es ihr, ihre Kinder aus dem Heimatland zu sich zu holen. Jetzt ist sie schwer erkrankt. Die hohen Kosten für Behandlung und Medikamente kann sie sich derzeit nicht leisten.
Mit: Einleitende Worte von PEREGRINA, Laura Rafetseder, solo, singer-songwriterin, SUETOYOU, singer-songwriterin und DJane fräulein g, minimal electro
Samstag, 06.10.2007: Solifest für P.
P. wurde von ihrem gewalttätigen Ehemann geschlagen, auch die Kinder bekamen Gewalt zu spüren. Der Ehemann reichte eine Ehenichtigkeitsklage ein und plädierte auf Scheinehe.
Das Behördenverfahren um Ausweisung oder nicht zieht sich seit Jahren hin. P. und ihre Kinder leiden auch unter gesundheitlichen Problemen durch die Schimmelbildung in ihrer Wohnung.
Mit: Mika Vember (indie: vox, guitar) feat. Martina Winkler (on accordion) Vivian Gjurin, singer-songwriterin, Rambasamba, Trommlerinnen und DJane AROMA:M, 80er Jahre, soul&funk, pop&house
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Salzburg: Attacken auf abtreibungswillige Frauen bei der Gynmed-Ambulanz durch HLI
Human Life International, mit ihrer fundamentalistischen amerikanischen Mutterorganisation hat sich mit Pro Life und der Jugend für das Leben zusammengerottet, um einen bundesweit organisierten Angriff auf Frauenrechte zu starten. Dietmar Fischer in Wien holte sich amerikanische Coaches zur Fundi-Abtreibungsgegner-Ausbildung. Gemeinsam stalken sie, betreten die Räume der Gynmed-Ambulanz und beten lauthals den Rosenkranz. Sie machen Psychoterror beim Parkhaus des LKH, bedrängen und belästigen Frauen massiv verbal bis hin zu körperlichen Übergriffen; d.h. sie werfen Plastikembryos, Broschüren und kirchliche Bücher den Frauen ins Auto nach. Sie beflegeln die Frauen, dass ihr Vorgehen "Mord" sei, geben vor, Psychologinnen von Gynmed zu sein, erzählen Horrorgeschichten, die massiv verunsichern können. Die Leitung, das Management und die zuständigen Direktionen unterstützen zwar engagiert die Gynmed-Ambulanz, stellen aber lediglich 2 ÖWD-Kräfte zum "Schutz der Sicherheit" der Frauen ab. Die Beschwerden und Forderungen der betroffenen Frauen sind:
Dass der Schwangerschaftsabbruch von € 425,- zu teuer, eine Zumutung ist, und wenig Frauen derartig hohe finanzielle Ressourcen haben.
Die Fristenlösung ist ein fauler Kompromiss, die Abtreibung soll gänzlich aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden. Die Abtreibungspille Misegyne soll stationär durchgeführt werden, da das psychisch und physisch ein schwerer medizinischer Eingriff ist. Die Durchführung des Schwangerschaftsabbruches soll anonym und kostenlos werden. Die gesellschaftliche Akzeptanz fehlt, weshalb die Frauen isoliert damit klar kommen müssen, deshalb bedarf es eines Rechts auf feministische, menschliche und medizinische Betreuung während der Entscheidungsphase. Die Anzahl der 2 weiblichen Gynäkologinnen mit GKK-Verträgen für die Nachbetreuung ist unzumutbar. Es bedarf dringend der Einführung von Schutzzonen vor den Gynmed-Ambulatorien, damit die Auslebung der Entscheidungsfreiheit der Frauen und die Durchführung der Abtreibung gesichert sind.
Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen soll in der Bundesverfassung verankert werden!
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Frauenveranstaltung zu
ANARCHAFEMINISMUS
11./12. Mai 2007 in der FZ-Bar Wien
FREITAG, 11.5.
19h Einführungsvortrag
anhand des Buches "AnarchaFeminismus. Auf den Spuren einer
Utopie" herausgegeben von Silke Lohschelder, Unrast Verlag,
2000.
mehr: http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,119,8.html
SAMSTAG, 12.5.
12h: Vortrag von Ilse Schwipper und Bea Fünfrocken (Berlin)
Theorie: Verlauf und Veränderung anarchafeministischer Bewegungen
von 1960 bis heute (Bea Fünfrocken)
Praxis: Vorstellung der anarchafeministischen Gruppe Las Loccas
aus Berlin und des deutschlandweiten Anarchafeministinnen-Treffens
(Ilse Schwipper)
Zu ihrem Selbstverständnis siehe: http://www.anarchismus.de/frauen/a-fem-treffen.htm
ca. 14h: Arbeitskreise
Je nach Teilnehmerinnenzahl und Interesse:
1. Anarchafeministische Thesen in der Broschüre "Griff
nach den Sternen"
2. Unterschiede Autonomer Feminismus und Anarchafeminismus
3. Anarchafeministische Strukturen in der Praxis (z.B. Hierarchiefreiheit)
4. Solidarisches Wirtschaften und Grundsicherung
20h: Frauenfest mit Buffet und Musik
Spende für Unkosten erbeten!
Veranstaltung für Frauen!
Ort: FZ-Bar im Autonomen FrauenLesbenMädchenZentrum
1090 Wien, Währinger Straße 59/6 - Eingang Prechtlgasse
(Türglocke)
http://fz-bar.wolfsmutter.com
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Ladyfest Wien 2007
ist das dritte in unserer Stadt und under construction.
Ladyfest Wien 2007 ist... diletantisch, nachtaktiv, antirassistisch,
queer, verschwitzt, aufruhrseelig, schamlos, unkommerziell, lesbisch,
arbeitsscheu, offensiv, systemkritisch, vernetzt, feministisch ...
take back the space!
Wir erobern und politisieren die Bühnen, die Mikros, die Turntables,
die Kameras, den Laptop, die Tanzfläche und das Mischpult!
Vom riot grrrl zur lady!
Durch Mode- und Musikindustrie vereinnahmt, suchten riot grrrls
neue Identitätsangebote und erfanden/organisierten Ladyfeste.
Ausgehende von Olympia/USA bewegt sich die Ladyfest-Idee durch die
Welt über Amsterdam und Budapest, über Hawai bis nach
Timisoara und Warschau,… und findet immer verschiedene Formen
und Schwerpunkte. (www.ladyfesteurope.org)
Play gender!
"Welches Geschlecht hast du?" Unsere Antwort auf diese
Frage ist interessanter, vielfältiger, nicht-binär, revolutionärer
etc. als nur "männlich" oder "weiblich".
Gleichzeitig versteht sich Ladyfest 07 auch als Teil der FrauenLesbenTransgender-Bewegung
in Wien.
Platz da!
In unseren Ideen ist noch Platz für deine feministischen, revolitionären,
antirassistischen…. Wünsche und Themen.
Seid dabei, zeigt eure politischen, künstlerischen und organisatorischen
Fähigkeiten
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Wir wollen euch alle
einladen, aktiv teil zu nehmen,
an dem ersten Anarchafeministischen Festival in Kroatien.
Es wird am 13, 14 und 15 April
2007 in Zagreb statt finden.
Beim Programm haben wir uns eine Mischung aus Workshops,
Ausstellungen, Präsentationen, Performances, Diskussionen,
Vorträge und Konzerte vorgestellt. Es soll geklärt werden,
was Anarchofemininismus bedeutet und wie man diese Ideen erweitern
könnte (!!!) Das Festival würde drei Tage dauern (über
ein Wochenende) und an den ersten beiden Tagen soll auch ein d.i.y.
Hardcore Konzert stattfinden.
Wir hoffen auch, dass es uns gelingt mehr Leute aus dem Ausland
mit einzubeziehen, sodass das Programm reichhaltiger und interessanter
wird. Besonders würden wir uns über Leute aus Osteuropa
freuen, da wir glauben, dass wir alle die ziemlich gleichen Probleme
haben. Wir würden gerne Kontakte knüpfen, um über
diese Probleme zu diskutieren und uns besser zu vernetzen. Wir interessieren
uns besonders für die Erfahrungen, welche Länder wie Polen,
Tschechien, etc. mit der Mitgliedschaft in der EU gemacht haben.
Wir hoffen, dass verschiedenste Leute aus der EU und dem Balkan
kommen und dass das Festival jedes Jahr stattfinden wird. Alle Gruppen
sind mit ihren Ideen herzlich eingeladen.
Wir verstehen auch, dass Länder mit niedrigeren Lebensstandards
grosse Probleme haben werden mit den Kosten für die Anreise.
Deshalb versuchen wir gerade soviel Geld wie möglich zu sammeln
um die Fahrtkosten für Leute aus Mazedonien, Serbien, Bosnien,
u.a. teilen zu können. Jede finanzielle Hilfe durch Soli-Konzerte
oder Spenden werden dringend gebraucht und werden dankend angenommen.
Fur weitere information: anfemafest@gmail.com
http://www.anfemafest.tk,
http://www.anfema.tk
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LFN - Lesben*Frauen*Nachrichten
Die LFN entstand als "Frauennachrichten"
des Vereins "Kommunikationszentren für Frauen", der
als Teil der Autonomen Frauenbewegung 1978 gegründet wurde.
Das FZ als Verein zog 1980/81 in das besetzte Gebäude Währingerstraße
59 und schuf mit zahlreichen unterschiedlichen Frauen, die Stiege
6 des Gebäudes - das heutige FZ - als eigenständigen Frauenort
neben dem WUK. Mit der Organisierung von feministischen Lesben im
FZ gab es in den 80-er Jahren abwechselnde Nummern als "Frauennachrichten"
und als "Lesbennachrichten". Seit den 90-er Jahren heißt
die Zeitung "LesbenFrauenNachrichcten".
Die LFN - Lesben*Frauen*Nachrichten
- versteht sich als Zeitung der autonomen feministischen FrauenLesben-Bewegung
zur Dokumentation, Sichtbarmachung und Stärkung von feministischen
Kämpfen, als Forum für Diskussionen und Informationen,
und als Informationsblatt des FZ. Die LFN ist für Frauen, Lesben
und Mädchen. Wir veröffentlichen feministische Flugis,
Redebeiträge, Erklärungen, Diskussionen, Stellungnahmen,
Beiträge und kündigen feministische Veranstaltungen, Treffen,
Demos, Feste, Musen, Workshops an. All die Jahre arbeiteten Lesben
und anderen Frauen "ehrenamtlich" an der Entstehung der
Zeitung. Im Inhalt, Umfang und der Regelmäßigkeit der
LFN zeigen sich daher auch die Veränderungen, Stärken
und Schwächen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten,
Träume und Kräfte der einzelnen Frauen. Die LFN lebt auch
davon wie und wohin wir uns als radikale Feministinnen, als Autonome
FrauenLesbenBewegung, bewegen, was wir öffentlich - d.h. auch
in einer Frauenöffentlichkeit - diskutieren, wie wir uns untereinander
- international - aufeinander beziehen und Verbindungen herstellen,
wo wir eingreifen, Aktionen setzen und feministischen Widerstand
entwickeln. Also liebe Frauen schickt uns Infos, Texte, Erklärungen,
Bilder, alles was euch wichtig ist und ihr öffentlich machen
wollt. Kontakt: lesbenfrauennachrichten@gmx.at
feministische Grüße von den LFNs
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25.11.06: FrauenLesbenDemo gegen Männergewalt
Aufruf zur Kundgebung und FrauenLesben-Demonstration:
Samstag, 25. November 2006
11.00 Uhr
Mariahilfer Strasse/Museumsquartier
ab ca. 12.30 Uhr Demonstration über die Wienzeile
Abschluss Rosa Lila Villa
FÜR FRAUEN!!!
Aufruf:
25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt
an Frauen
MIT UNSERER WUT MÜSST IHR RECHNEN UND NICHT MIT UNSEREM SCHWEIGEN!
Männer führen einen weltweiten, niemals
öffentlich erklärten Krieg gegen ALLE FRAUEN. Dieser wurde
durch die permanente Arbeit von feministisch organisierten Frauen
aufgedeckt.
In Österreich existiert seit Jahren keine öffentliche
umfassende Untersuchung zur Gewalt gegen Frauen. Wir halten uns
daher an den internationalen Bericht des DCAF (Genfer Zentrum für
die demokratische Kontrolle der Streitkräfte 2005) der von
„SYSTEMATISCHEM GESCHLECHTERMORD“ spricht:
„WELTWEIT IST DAS RISIKO FÜR FRAUEN ZWISCHEN 15 UND 44
DURCH MÄNNERGEWALT GETÖTET ODER VERLETZT ZU WERDEN, HÖHER
ALS DAS RISKO VON KREBS, AUTOUNFÄLLEN, MALARIA UND KRIEGEN
ZUSAMMEN. „NACH SCHÄTZUNGEN DER VEREINTEN NATIONEN LEBEN
DERZEIT 200 MILLIONEN FRAUEN WENIGER AUF DER WELT ALS DEMOGRAPHISCH
ZU ERWARTEN WÄRE. "DER GRUND, WARUM SIE NICHT DA SIND,
IST EINFACH, DASS SIE GETÖTET WURDEN."
Millionen von Frauen sind zumindest 1x in ihrem
Leben mit psychischer oder physischer Gewalt/
Vergewaltigung konfrontiert – zugefügt von einem Mann
aus der Familie, dem Chef, Lehrern, Priestern, Bullen, ...
Es betrifft Dich, Deine Nachbarin, Deine Liebste,
Freundin, Mutter, Schwester oder Tochter,...
Die Gewalt gegen uns alle wird durch ökonomische und politische
Entscheidungen aufrecht erhalten und verschärft sich derzeit
auch in der reichen, „freien, westlichen demokratischen Welt“
rapid. Es ist kein Zufall, dass mehr als die Hälfte der Menschheit
– nämlich Frauen – Menschen zweiter Klasse sind
und bleiben sollen. Denn nur so kann sich ein weltweites Männersystem,
welches wir Patriarchat nennen, an der Macht halten.
Auf unserem Rücken soll der gesellschaftliche
Reichtum vermehrt, die notwendige Arbeit unterbezahlt oder gratis
geleistet und unsere Abhängigkeit zementiert werden.
Wenn Frauen derartig mit dem Kampf ums Überleben
beschäftigt sind, bleibt für politische und gesellschaftliche
Selbstbestimmung und Demokratie nicht viel Zeit, Platz und Energie.
Österreich, eines der 10 reichsten Länder
der Welt:
Seit Ende der 80er Jahre hat es noch jede Regierung in Österreich
verstanden, den aus der Arbeit von Frauen herausgepressten gesellschaftlichen
Reichtum radikal
umzuverteilen. Armut wird genauso wie Erwerbslosigkeit gemacht und
als „individuelles Problem“ behandelt.
Die Gesellschaft weist die kollektive Verantwortung
von sich. Mit fatalen Folgen: Mehr als 1 Million Menschen in
Österreich – vorwiegend Frauen und ihre Kinder - „leben“
unter der Armutsgrenze. Dazu gehören viele, die berufstätig
sind und sich trotzdem nicht mal das Notwendigste leisten können.
Die altbekannten patriarchalen Rollenbilder sind
nun auch in diversen westlichen Metropolen wieder wirksam.
Frauen und Fraueneinrichtungen berichten von einer
rapiden Zunahme von Frauen, die Hilfe und Beratung suchen. Gewaltschutzräume
platzen aus allen Nähten.
Während also die Gewalt steigt, werden Budgets gekürzt
und viele dieser Einrichtungen sind von Schließung oder Gängelung
durch Politiker in ihrer Existenz bedroht.
GEWALT – IN WELCHER FORM AUCH IMMER - IST
EIN POLITISCHER AKT GEGEN UNSERE FREIHEIT!
Jede Einzelne von uns Frauen, die Gewalt überlebt,
ist im Widerstand. Sie lebt und ist nicht tot. Sie hat ihren Körper
gegen die millionste Vergewaltigung, gegen die ständig präsente
männliche Gewalt verteidigt. Ihre Kraft, ihre Entschlossenheit,
ihr Schrei hat die Wut wiedererweckt, die wieder unter uns fließen
sollte, unter allen Frauen. Eine Wut, der wir Worte verleihen, die
wir in politische Handlung umsetzen und der weiblichen Freiheit
näher kommen.
UNSERE KRAFT IST EINE POLITISCHE KRAFT
Sie kommt von weit her. Sie entsteht aus dem Bewusstsein,
dass um in Freiheit und in Selbstbestimmung in der Welt leben zu
können, die Frauen sich diese erobern müssen. Und dies
kann nur dann eintreten, wenn es Beziehungen zwischen Frauen gibt.
Diese Beziehungen sind bereits Politik.
WIR WOLLEN EINE ANDERE WELT! UND WIR WERDEN SIE
SCHAFFEN!
Autonom-feministische Plattform gegen Männergewalt
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Weil so viele Frauen Musik machen (wollen) und
sich so wenige kennen, fehlen so viele um eine gemeinsame Band(e)
zu sein... Wenn jetzt alle auf einem Fest sind... Wenn sie zuhören,
was die andereN so von sich gibt/geben... Ja dann vielleicht...
findet die eine die andereN ... und uups neue FrauenBanden in Wien!
- Juhu!
Frauenbanden lassen von sich hören...
diesen seiten zugrunde liegt die idee, die lokale
frauenmusikszene zu fördern.
nach der feststellung, dass es immer noch viel zu wenige frauenlesben
auf den bühnen und sogar im zuschauerinnenbereich gibt, beschlossen
ein paar frauen aus wien ein frauenfest zu veranstalten, bei dem
die bühne grundsätzlich allen frauen, die musik machen
wollen, offensteht. ganz neue projekte sollten eine erste auftrittsmöglichkeit
haben, musikerinnen (in spe) sich bei der gelegenheit zusammenfinden.
einander auf dem fest kennenlernen...
Nach dem grossen erfolg des ersten derartigen frauenmusikfestes
am 1. November 2002 im Wiener flmz-beisl unter dem Motto "Frauenbanden
lassen von sich hören oder wie findet sich eine Frauenband",
haben weitere 8 frauenbandenfeste im ekh stattgefunden. Und weil
das naechste das zehnte ist, wollen wir es wieder im flmz feiern.
Die Idee wurde also weiterverfolgt und weiterentwickelt: mit den
festen wollen wir nicht nur unsere Musikbegeisterung ausdrücken,
die einnahmen werden für Soli-Zwecke verwendet.
Die Solidaritaetsfeste waren fuer den autonomen Frauennotruf, das
Frauencafe, eine polnische Frauen-Lesben-Selbstverteidigungsgruppe,
eine brasilianische Wendo Gruppe, das flmz und die post border feminists.
Das Prinzip bleibt das gleiche: alle Frauen, die gerne mal auf der
Bühne was zum besten geben wollen, können auftreten. am
besten ihr meldet euch vorher unter ekhaus@med-user.net bei den
ekhausfrauen, damit wir uns darauf einstellen können, wie viele
Bands auftreten werden und was vorbereitet werden muss.
Das kommende und 10te frauenbandenfest soll fuer das autonome Frauenhausprojekt
in Barcelona sein.
Die MAMBO (Momento Autónomo de Mujeres y Bolleras Osadas)
Frauen haben im Februar im Stadtviertel Raval, in der Altstadt von
Barcelona ein Haus besetzt in dem verschiedene autonome Frauenprojekte
platz haben. Es gibt ein Wendo Selbstverteidigungstraining, eine
Teestube und eine Volxkueche. Computerkurse und eine Gesundheitsberatungsstelle
fuer Frauen ohne Versicherung und Meldeadresse ist geplant.
Juhu es spielen am 10. Juni 2006: Gustav, tiama, sv-damenkraft,
Bonanza Jellybean -ehemals Rythem King and her Friends, pauline
in rage und alle die sich bis dahin noch dafuer entscheiden.
Ausserdem gibt's lekka Bueffet von den tuewi-Frauen, eine Cocktailbar
und Auflegerei mit Hausfrauenterror.
Frauenbanden helfen gegen Patriarchatsschäden, Frauen- und
Lesbenfeindlichkeit und bei Beschwerden wegen schlechter Musik.
Ueber mögliche erwünschte Nebenwirkungen informieren sie
sich am nächsten Frauenbandenfest.
Frauenbanden X
10. Juni 2006 im FMLZ (Währingerstr. Ecke Prechtlgasse) 1090
Wien
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22 Jahre WEN DO - feministische Selbstverteidigung
Im Rahmen 16 Tage gegen Gewalt
Im Wen Do, als eine Strategie gegen sexistische
Gewalt, ist die Betroffenheit und das Handeln von Frauen gegen Gewalt
ein Ausgangspunkt. Anlässlich unserer 22 jährigen Geschichte
im und als Wen Do, wollen wir feiern und diskutieren.
*FEMINISTISCHE STRATEGIEN gegen sexistische Männergewalt
Freitag, 16.12.2005, 16 - 23 Uhr
*FRAUENLESBENFest
Samstag, 17.12.2005, ab 21 Uhr
*Gewalt in BEZIEHUNGEN und in der Ehe und die Geschichte der Frauenhäuser
Donnerstag, 8.12.2005, 19.30 Uhr
*Feministisches ERZÄHLCAFE 50:50=100%
Donnerstag, 15.12.2005, 19.30 Uhr
*FRAUENWIDERSTAND
Samstag, 17.12.2005, 19 Uhr
*FRAUENZIRKUS
Sonntag, 18.12.2005, 13 Uhr
*SEXUELLE GEWALT gegen Mädchen und jungen Frauen, Sexueller
"Missbrauch"
Donnerstag, 26.1.2006, 19.30 Uhr
FEMINISTISCHE STRATEGIEN
gegen sexistische Männergewalt
Freitag, 16.12.2005, 16 - 23 Uhr
Im FZ - Autonomes Feministisches FrauenLesbenzentrum Währingerstr.
59/Stiege 6, 1090 Wien Eingang Prechtlgasse, schwarz/rote Tür,
läuten
Es gibt eine Vielzahl von feministischen Gruppen, Projekten und
einzelne Frauen, die sich gegen sexistische Männergewalt wehren
und organisieren. Wir wollen über die verschiedenen Ansätze
gegen sexistische Gewalt reden, wieweit sie sich ergänzen und
widersprechen, welche die Ziele und Entwicklungen waren und sind.
Wir möchten auch gesellschaftliche Veränderungen reflektieren.
Wieweit haben wir als feministische Bewegung diese beeinflusst?
Wie beeinflussen sie uns? Die Diskussion soll Kraft geben zur Stärkung
von Selbstorganisierung, Solidarität und Widerstand von uns
Frauen.
Feministische Strategien gegen sexistische Männergewalt sollen
das zentrale Thema sein. Uns ist bewußt, daß es auch
andere Gewaltverhältnisse und -strukturen gibt, wie z. B. Rassismus,
Klassismus, Behinderten- und Lesbenfeindlichkeit,... und auch Frauen
Gewalt ausüben. Die Auseinandersetzungen darum sollen Platz
haben. Wir wünschen uns, daß diese in dieser Veranstaltung
im Zusammenhang mit Sexismus und sexistischer Männergewalt
diskutiert werden.
• Podium zum Vorstellen der unterschiedlichen Gruppen, Initiativen,
Projekten (16 - 19 h)
• Frauenvolxküche/Essen (19 - 20 h)
• Arbeitskreise/Kleingruppendiskussion (20 - 21.30 h) und
• Diskussion in der Großgruppe (22 -23 h).
Für die PODIUMSRUNDE
(16 - 19 h) kommen Frauen aus den unterschiedlichen Bereichen:
Autonomer Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen, Domino/Verein
für Kompetenzen, Frauenberatungsstelle Kassandra, Frauenhäuser
Wien, Frauenzirkus (aus Australien), Gewerkschaftsfrauen (angefragt),
Gleichbehandlungsstelle, Künstlerin/Filmemacherin, LEFÖ-Beratung,
Bildung und Begleitung für Migrantinnen, Mädchenberatungsstelle
-Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen und jungen Frauen
(angefragt), Peregrina-Bildungs- Beratungs- und Therapiezentrum
für Imigrantinnen, Rechtsanwältin, Schwarze Frauen Community
(angefragt), Selbsthilfegruppe, Selbstlaut-Verein zur Prävention
von sexuellem Mißbrauch, Strategien im Alltag, Therapeutin,
WENDO-feministische Selbstverteidigung.
In den ARBEITSKREISEN/ KLEINGRUPPENDISKUSSIONEN
(20 - 21.30 h) wollen wird mit allen Interessierten an unterschiedlichen
Fragen diskutieren. Einige Arbeitskreise werden von welchen vorbereitet,
in anderen Arbeitskreisen können interessierte Frauen, mit
den Fragestellungen als Anregungen, über gemeinsame Erfahrungen
und Überlegungen diskutieren.
Feministische Strategien
Welche Strategien (von den verschiedenen Gruppen, Projekten, von
feministischen Öffentlichkeiten der Frauenbewegung, von Freundinnen)
sind für dich sichtbar?
Welche Strategien stärken dich? Welche Strategien verbinden
dich mit den Erfahrungen mit anderen Frauen? Welche Strategien vereinzeln
dich, isolieren dich von den Erfahrungen anderer Frauen?
Wo widersprechen sich Strategien, wo ergänzen sie sich?
Welche Strategien verändern deinen Alltag und welche die Gesellschaft
im Größeren (z.B. bei der Arbeit, in den Medien, in Gruppen,
in Organisationen, u.a.m.)?
Welche unterschiedlichen feministischen Strategien ergeben sich
aufgrund unterschiedlicher Lebensbedingungen von Frauen? Welche
unterschiedlichen Strategien sind dir wichtig, da Frauen auch von
anderen Machtverhältnissen (Rassismus, Klassen-unterschiede,
Behindertenfeindlichkeit, ...) zusätzlich betroffen sind?
Welche Strategien sind für dich notwendiger Teil der Gesellschaft
und welche beinhalten für dich das Ziel, die Gesellschaft zu
verändern?
Wieweit haben feministische Strategien (von 30 Jahren Frauenbewegung)
unsere Gesellschaft heute verändert? Inwiefern verändert
die heutige Gesellschaft unsere Strategien?
Was braucht es heute an feministischen Strategien, Konfrontationen
und Perspektiven?
Über Gewalterfahrungen
reden und gemeinsam handeln. Selbstorganisierung, Betreuung/ Unterstützung
und Solidarität.
Was vermitteln dir die Handlungsformen Selbstorganisierung von Frauen,
Betreuung/Unterstützung von Betroffenen oder Solidarität
unter Frauen?
Welche Bedeutung haben sie in der feministischen Bewegung, welche
Rolle spielen sie im Leben jeder Einzelnen von uns (heute und früher)
und welche Erfahrungen hast du damit?
Gehören für dich die verschiedenen Handlungsformen zusammen,
oder widersprechen sie sich? Inwieweit wirkt jede dieser Hand-lungsformen
verändernd gegen die sexistischen Gewaltverhältnisse?
Wie wirken sich die verschiedenen Handlungsformen auf deine Verbundenheit,
Schwesterlichkeit und Solidarität mit anderen Frauen aus? Wie
wirken sich die verschiedenen Handlungsformen auf die Sichtbarkeit
von Frauen als Betroffene UND Handlende aus?
Wodurch siehst du dich und andere Betroffene von sexistischer Gewalt
auch als Handelnde gegen die Gewalt? Was ermöglicht dir über
Gewalterfahrungen zu reden? Was ermöglicht dir von Gewalterfahrungen
zu hören? Was erschwert es? Was braucht es für dich, damit
wir über Gewalterfahrungen reden UND gemeinsam handeln können?
Was hat sich durch die vermehrte Öffentlichkeit von "Gewalt
gegen Frauen" verändert?
Ist das Zusammenkommen der verschiedenen Handlungsformen für
dich eine Perspektive und warum?
Was braucht es heute an Handlungsformen und feministischer Öffentlichkeit,
für ein gemeinsames, solidarisches Handeln von Frauen gegen
Sexismus und sexistischer Männergewalt?
Erfahrungen aus der Frauenbewegungsgeschichte
und/oder Professionalisierung
Was bedeuten für dich die Erfahrungen aus der Frauenbewegungsgeschichte
und was bedeutet für dich Professionalisierung?
Gehören sie für dich zusammen, oder widersprechen sie
sich?
Welche Wichtigkeiten haben für dich dabei persönliche
Erfahrungen von Gewalt und/oder Widerstand?
Wie wird Professionalisierung gesellschaftlich bewertet und was
bedeutet das für die Frauenbewegung?
Was erwartest du dir von Erfahrungen und/oder Professionalisierung?
Was bringen sie dir, welche inspirieren dich? Wo stehen sie dir
im Weg? Welche Erfahrungen, welches Wissen oder welche Professionalisierungen
geben dir Kraft, um dich zu behaupten, um zu überleben, um
dich gegen Sexismus zu verteidigen, oder gegen Sexismus zu kämpfen?
Welche Perspektiven schaffen Erfahrungen aus der Frauenbewegung
und welche schaffen Professionalisierung?
Was braucht es heute an Vermittlung von feministischen Erfahrungen
und Wissen, um uns als Frauen zu stärken, Solidarität
unter Frauen und feministischen Widerstand weiterzutragen?
Feministische Strukturen
und Ressourcen
Welche feministische Strukturen und Ressourcen für Frauen hast
du mit anderen aufgebaut, die dir wichtig sind? Auf welche feministische
Strukturen und Ressourcen kannst du/können wir zurückgreifen,
die uns wichtig sind?
Welche Bedeutung haben für dich die aufgebauten Strukturen?
Welche sind dir wichtig? Was fehlt dir?
Wie bestimmen unterschiedliche Lebensbedingungen den Aufbau und
Zugang zu Strukturen und Ressourcen?
Mit welchen unterschiedlichen Ziel (feministische Öffentlichkeit,
Unterstützung und Solidarität, Kommunikation und Organisierung,
Vermittlung und Erarbeitung von eigenen Inhalten, Arbeitsplätze,
für und mit welche/n Inhalten, für und von welchen Frauen,...)
wurden und werden feministische Strukturen aufgebaut und getragen.
Welche Entscheidungen wurden dabei getroffen? Welche Entwicklungen
haben Ziele verändert? Welche Vorgaben bestimmen unsere Entscheidungsmöglichkeiten?
Was ermöglichen öffentliche/institutionelle Gelder? Was
verhindern Auflagen und Bedingungen von öffentlichen/institutionellen
Geldern? Welche anderen Möglichkeiten von Umverteilung, Selbstbesteuerung,
Enteignungen u.ä. überlegt ihr oder habt ihr umgesetzt?
Welche Eigenständigkeiten/Autonomie und welche Abhängigkeiten
ergeben sich aus den vorhandenen Ressourcen?
Was brauchen wir heute um feministische Strukturen zu erhalten und
aufzubauen und welche Strukturen fehlen uns?
Gegen den patriarchalen
Normalzustand
Sexuelle Gewalt wird gemacht. Das Benennen dieser Tatsache und das
Verändern wurde und wird von Feminisatinnen gemacht.
Die Befreiung von der Norm wie auch Frau in der Gesellschaft konstruiert
wird führte und führt z.B. zu folgenden (Körper)Aktionen
- BH`s verbrennen, Bärte aufkleben, Brüste in Frischhaltefolie
verpacken, Beine nicht mehr rasieren,.....
Der Sexismus macht Frau zum Opfer. Frau-Sein - Frauenkörper
als Gefängnis und die Distanzierung vom Betroffen sein als
Frauen - Opferfeminismus - als Perspektive?
Was welche-s wer soll verändert werden?
Fragen für weitere Arbeitskreise, die sich
aus dem Podium ergeben, oder die Frauen mitbringen.
Im PLENMUM/ GROSSGRUPPENDISKUSSION
(ca. 22-23 h) wollen wir nicht nur Berichte von den Arbeitskreisen
vortragen, sondern auch in größerer Frauenöffentlichkeit
zu offenen Fragen, Erkenntnissen und Widersprüchen reden und
unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven wahrnehmen, diskutieren
und verstehen.
FRAUENLESBENFest
Samstag, 17.12.2005, ab 21 Uhr
Wir feiern WEN DO oder Wieder lernen, die Doppelaxt zu schwingen
Im FZ - Autonomes Feministisches FrauenLesbenzentrum Währingerstr.
59/Stiege 6, 1090 Wien Eingang Prechtlgasse, schwarz/rote Tür,
läuten
für Frauen freier Eintritt, Spenden (für FZ)
Ab 19 Uhr zeigen wir den Film "born in flames"
(siehe Rahmenprogramm)
Ab 21 Uhr feiern wir mit Cocktailbar, Büchertisch, Rap, Schattentheater,
Dua Nua, Dia-Show, Video, Säbelform-Ba Gua Saber, Frauenband,
Standard-Tanz, Musik, DJ,`s, und anderen Einlagen und Überraschungen.
Rahmenprogramm
Als Rahmenprogramm zeigen wir ab November 1x im Monat Filme zu einem
Schwerpunkt in der Auseinander-setzung um sexistische Gewalt, Strategien
und Widerstand von Frauen. Wir wollen uns die Filme anschauen und
anschließend gemeinsam drüber reden.
Das Feministische Erzählcafe macht in dieser Zeit ihre Begegnung
Nr.2.
Ort: FZ-Bar, FZ- Eingang Prechtlgasse, 1090 Wien
Gewalt in BEZIEHUNGEN und
in der Ehe und die Geschichte der Frauenhäuser
Donnerstag, 8.12.2005, 19.30 Uhr
"Gewalt in der Ehe", von I.Gassinger, Gerda Lampalzer,
A.Steininger, Ö 1983, 40 min
im Gespräch mit Bewohnerinnen des Frauenhauses
"Ein Blick zurück". Geschichte der Frauenhausbewegung
in Österreich, Ö 2005, 80 min
"Frauen, die Töten". Wenn die Ehe zur Hölle
wird.
Dokumentation von Helen Scott, yorkshire television, Dt, 44 min
Feministisches ERZÄHLCAFE
50:50=100%
Donnerstag, 15.12.2005, 19.30 Uhr
Wir stehen auf den Schultern von Riesinnen und wissen es nicht.
Begegnung Nr. 2.
Der erste Selbstverteidigungskurs für Frauen an der VHS Hietzing.
Traude Wallner brachte 1982 ihre Usamerikanische Karatemeisterin
Carol Middleton nach Wien. Vorgesehen war ein Workshop für
20 Frauen an der VHS Hietzing; es wurden daraus 3 Workshops mit
ca. 100 Teilnehmerinnen. Traude erzählt davon, bringt Bilder,
Zeitungsausschnitte, Briefe und ein Video vom Wiederholungsworkshop
1984 mit.
FRAUENWIDERSTAND
Samstag, 17.12.2005, 19 Uhr
"Born in flames", von Lizzie Borden, USA 1982/83, 90 min,
Engl. mit dt. Untertiteln. Born in flames (Aus Flammen geboren)
ist eine Fiktion und spielt 10 Jahre nach einer sozialdemokratischen
Revolution in den USA. Der Film zeigt reale und militante Frauen-kämpfe
für bessere Jobs und gegen Entlassungen, Aktionen gegen Gewalt
gegen Frauen, organisierten Kampf und Aufbau einer Frauenarmee,
die Agitation von Frauenradios und die Besetzung einer öffentlichen
Fernsehstation. Sehr sehenswert!
FRAUENZIRKUS
Sonntag, 18.12.2005, 13 Uhr
spätes Frühstück und Film
Ein Film über eine Aufführung des Frauenzirkus in Australien.
Unter dem Titel "Geheimnisse" erarbeitete der Frauenzirkus
ein Programm mit der Auseinandersetzung zu sexueller Gewalt.
mit Anja aus München, die ein Jahr beim Frauenzirkus mitarbeitete.
SEXUELLE GEWALT gegen
Mädchen und jungen Frauen, Sexueller "Missbrauch"
Donnerstag, 26.1.2006, 19.30 Uhr
1. ORF Dokumentation zu "Sexuellen Missbrauch", 1984
"Väter als Täter", von Ricky Reichel, ORF 1987,
34 min
"Laut und deutlich". Leben nach sexuellem Mißbrauch,
Dokumentarfilm von Maria Arlamovsky, Ö/D 2002, 67 min
Fünf Frauen und ein Mann erzählen über ihre Erfahrungen.
"girls town", Dt, Spielfilm über 4 junge Frauen in
einer Stadt, die sexuelle Gewalt erlebt haben und erleben, sich
als Freundinnen unterstützen und sich wehren.
Vorschau auf weitere Schwerpunkte:
Februar: Frauenarbeit und Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
März: Vergewaltigung
April: Phoolan Devi
Mai: Extrimities
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Sie nennen es “Lebensschutz” Wir Frauen nennen
es Terror
Zum INTERNATIONALER TAG GEGEN MÄNNERGEWALT AN FRAUEN
am 25. NOVEMBER2005 wurde folgender Text veröffentlicht:
Offiziell ist die international tätige katholische Sekte "Human
Life International (HLI, in Österreich auch unter "Ja zum Leben"
bekannt) seit 1997 in Österreich gegen den legalen Schwangerschaftsabbruch
aktiv. Im Auftrag des Vatikan und als "Apostolat" sind weltweit
Priester und Laien vor Kliniken, Arztpraxen und Ambulatorien, die
(auch) Schwangerschaftsabbrüche unter medizinisch akzeptablen Bedingungen
durchführen, mit ihren gefinkelten Methoden tätig. Zu einem einzigen
Zweck: staatliches Recht zu unterminieren und ein generelles Abtreibungsverbot
durchzusetzen. (Geld dafür haben sie wie Heu. Geld, das armen Frauen
tatsächlich fehlt.) Weil dies aber nicht so einfach ist, wird von
HLI weltweit unter dem Vorwand der "freien Meinungsäußerung Terror
in all nur erdenklichen Formen veranstaltet, um Kliniken in den
Ruin zu treiben, Frauen, Ärzte und Personal einzuschüchtern, Kliniken
aufzukaufen, "Babycaust-Museen" in ruinierten Kliniken (z.B. LUCINA/MAIRO)
zu eröffnen und somit den legalen Schwangerschaftsabbruch zu verunmöglichen.
Weltweit und in internationaler Kooperation. In ihrer Vernetzung
greifen sie auf Kontakte und Unterstützung von Helfern im Klerus,
in Behörden, Justiz, Medien und Parlamenten zurück, die sie unterstützen,
ihre frauenverachtenden Tätigkeiten weitgehend unbehelligt und ungestraft
fortzusetzen. Anzeigen und Klagen verlaufen meist im Sand, während
gleichzeitig ihre Forderungen zur Gesetzesänderung und -verschärfung
immer und immer wieder eingebracht werden. Das Ziel: Die Entmündigung
und Bevormundung aller ungewollt schwangeren Frauen. Es wird getrennt
marschiert in der Allianz von rechten Organisationen und Klerus,
aber vereint soll zugeschlagen werden. Frauen, Mädchen und auch
Männer, AnrainerInnen und Geschäftsleute wissen, wie es österreichweit
rund um Abtreibungsambulatorien zugeht: Uneingeschränkte Belästigung
durch HLI-AktivistInnen, Bedrängen, Verfolgen und auch Beschimpfungen
und Drohungen, ja sogar Tätlichkeiten, sind tagtägliches Werk von
HLI. Dies nennen sie selbst "Gehsteigberatung" und "Hilfe für schwangere
Frauen in Not"."Mami, töte dein Kind (!) nicht!" wird den Frauen,
die eine Ordination betreten wollen, immer und immer wieder von
den Mitarbeitern von HLI nachgerufen, Frauen werden oft bis an die
Eingangstür zum Ambulatorium selbst verfolgt. Aber auch Fotografieren
und Filmen der Frauen und Notieren von Autokennzeichen gehören zum
Repertoire der "HLI-Berater". Hat eine Frau einmal die propagandistischen
Pamphlete mit den blutigen Fotos oder das Markenzeichen Plastikembryo
in der Hand, werden diese nicht mehr zurückgenommen. All dies ist
eine international genormte Vorgangsweise! Diese Leute von HLI sind
streng autoritär und hierarchisch befehligt. Sie haben sich an ihre
Weisungen zu halten. Zu reden hat nur der Chef - und der ist in
Österreich ein zwangspensionierter Mittelschullehrer namens Dietmar
Fischer. Er läuft immer noch frei und von den Behörden unbehelligt
herum, obwohl in Strafprozessen der Terror seiner Organisation gegen
Frauen und Bevölkerung oftmals Gegenstand von Zeuginnenaussagen
war. In den immer sehr nahe von Abtreibungseinrichtungen gelegenen
sogenannten "Lebenszentren" wurden mittels Betrug dorthin gelockte
Frauen nicht nur beschimpft und bedroht, sie wurden auch stundenlang
eingesperrt, gedemütigt und am Verlassen des Lokals behindert. Weg
mit diesen Lügen-Zentren - sie müssen sofort geschlossen werden!
FRAUEN! STOPPEN WIR GEMEINSAM DEN TERROR VON HUMAN LIFE INTERNATIONAL!
* ABTREIBUNG RAUS AUS DEM STRAFGESETZ!
* ABTREIBUNG AUF KRANKENSCHEIN
* SCHLUSS MIT DEM ALL-TÄGLICHEN HETERROR-SEXISMUS!
* KOSTENLOSE UND GESUNDHEITLICH VERTRÄGLICHE VERHÜTUNGSMITTEL
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FrauenRäumeGrenzenlos
ist eine selbstorganisierte und unentgeltlich tätige
Gruppe von Frauen unterschiedlichster Herkunft.
Migration konfrontiert mit den weltweiten Ungerechtigkeiten,
die hier in Westeuropa ihren Ursprung haben.
Eine Wohnung für Frauen, die von anderswo nach Wien kommen,
um hier zu leben...
... die rechtlichen, ökonomischen, sozialen Rahmenbedingungen
hier in Wien, in Österreich, in der EU sind alles andere als
einfach für die, die kommen, um hier zu beginnen ...
Es ist möglich, diese
Bedingungen zu ändern.
Wir verstehen die Beschaffung von Wohnraum für Frauen, die
von anderswo kommen, um hier zu leben, als eine von vielen Tätigkeiten
zur Veränderung dieser Rahmenbedingungen. Der Wohnraum wird
vorübergehend für Notsituationen zur Verfügung gestellt
und kontinuierlich genutzt.Am hilfreichsten sind Spenden in Form
von Daueraufträgen
(€ 72,-, € 14,-, € 8,- monatl.) oder aber einmalige
Spenden
auf das Konto : Volksbank
BLZ: 44 790
Ktnr: 301 315 80 000
Kein Mensch ist illegal.
Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung, Krankheit, Verwaltungsübertretungen,
Trennung können Lebenskrisen auslösen, finanzielle oder
persönliche Katastrophen darstellen. Eine Gefahr, die Berechtigung
auf ein Leben in Österreich zu verlieren, beinhalten diese
Ereignisse jedoch nur für MigrantInnen.
Illegalisierung der Migration beschreibt einen staatlich konstruierten
Prozeß.
Zentrale Herausforderung an alle antirassistischen Initiativen ist,
die ethnischen und sexistischen Konstruktionen und Projektionen
aufzubrechen, das nahezu perfektionierte Zusammenspiel von Hetze
und Gesetzen als modernes Stigmaregime zu denunzieren und anzugreifen.
-->top
Jeden Tag Frauentag denn gemeinsam
sind wir stark!
Seit Jahrhunderten kämpfen wir Frauen für
unsere Rechte und haben gemeinsam viel erreicht: das Sichtbarmachen
der Unterdrückung von Frauen, Öffentlichkeit über
Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Arbeiterinnenrechte, Zugang
zu Bildung, Wahlrecht…
Wir gehen durch den 15. Bezirk, weil wir dort wohnen
und weil wir mit der Frauendemonstration Frauen in ihrem Wohn- und
Arbeitsbereich stärken wollen. Und wir gehen durch den 15.
Bezirk, weil dort im Sommer und Herbst 2004 Frauen, die auf der
Strasse als Prostituierte arbeiten, angegriffen wurden.
In der Auseinandersetzung um Prostitution werden die Frauen, die
die Sexarbeit machen, verachtet und verfolgt. Ganz allgemein werden
Frauen als Huren oder Schlampen beschimpft, um sie zu beleidigen
oder bloß zu stellen, unabhängig davon, ob wir als Verkäuferin,
Hausfrau, Handwerkerin, Akademikerin oder Sexarbeiterin arbeiten.
Wir lassen uns nicht in gute oder schlechte Frauen spalten! Frauenverachtung
trifft jede von uns und wir stehen dagegen auf!
Wir sehen Sexarbeit als Arbeit und kämpfen für mehr Rechte
und für Respekt für Sexarbeiterinnen. Wir wissen aber
auch, dass Frauen sich zur Sexarbeit entscheiden, um Geld zu verdienen,
das jede zum Leben braucht. Es sind in erster Linie prekäre
Arbeitsbedingungen, die häufig mit Gewalt und gesellschaftlicher
Ächtung verbunden sind. Viele Frauen werden zur Sexarbeit gezwungen,
von Ehemännern, Freunden, Vätern, Brüdern, Zuhältern
und Frauenhändlern. Auch miese Arbeitsbedingungen, schlecht
bezahlte Arbeit und Arbeitsverbote (z.B. gerade für Migrantinnen)
zwingen Frauen in die Prostitution. Kämpfen wir gemeinsam gegen
jede Form von Zwangsprostitution und Gewalt gegen Frauen!
Wir sehen Prostitution als sexuelle Ausbeutung. Prostitution findet
nicht nur in der Sexarbeit statt, sondern auch in Beziehungen und
in der Ehe als „sexuelle Pflichten“ und bei jeder Lohnarbeit,
wo von Frauen verlangt wird, immer freundlich, sexy und attraktiv
zu sein, um den Umsatz zu steigern. Wir bekämpfen jede Form
von sexueller Ausbeutung, im Alltag und bei der Arbeit, und wir
bekämpfen an jedem Ort das patriarchal-männliche Selbstverständnis,
Frauen zu benützen, zu besitzen, zu kaufen, zu vergewaltigen
oder im Namen von „Familienehre“ oder aus Besitzanspruch
Frauen zu töten.Wir Frauen sind frei und wild – kein
Freiwild!
Wir sind alltäglich mit Gewalt konfrontiert:
Herabwürdigende Bemerkungen und Beleidigungen, Watschen und
Prügel, (sexualisierte und sexuelle) Belästigung und Vergewaltigung
sind keine Ausnahmen oder Einzelschicksale. Sie sind Machtausübung
und Ausdruck von Frauenverachtung und Sexismus. Das Patriarchat
schafft und stärkt ausbeuterischen Beziehungen von Männern
gegen Frauen.
Die Interessen der Besitzenden liegen darin, dass
möglichst viele möglichst gratis oder billig für
sie arbeiten. Diese Interessen werden mit allen Mitteln durchgesetzt.
Internationale Wirtschaftsorganisationen und Freihandelsabkommen
verschaffen den Konzernen weltweit immer mehr Möglichkeiten
zur Ausbeutung und Zerstörung. Im Kapitalismus – heute
in seinem neoliberalem Gewand – wird gesellschaftliches Eigentum
privatisiert, werden erkämpfte Arbeiterinnenrechte abgebaut
und Frauen in niedrig bezahlte Arbeitsverhältnisse, ohne fixes
Einkommen oder irgendeine Form der Absicherung (Krankenversicherung,
Sozialversicherung), gezwungen. Die Einkommensschere zwischen Frauen
und Männern wird immer weiter geöffnet. Weltweit und auch
in Österreich, steigt die Zahl der Frauen, die in Armut leben
oder von akuter Armut bedroht sind. – Dies trifft zuallererst
Migrantinnen. Migrantinnen ohne EU-Staatsbürgerinnenschaft
werden illegalisiert, kriminalisiert und abgeschoben!
Die Politik von FPÖVP hat in den letzten 5
Jahren die Ausbeutungsverhältnisse von Frauen weiter verschärft.
Jetzt haben wir Kindergeld, das die Rückkehr ins Berufsleben
noch mehr erschwert, verstärktes Auftreten von radikalen AbtreibungsgegnerInnen
und noch viele andere massive Angriffe auf erkämpfte Frauen-
und Arbeiterinnenrechte. Wir haben eine Frauenministerin, die öffentlich
erklärt, dass Abtreibung Mord ist, und dass sie ungern einem
Mann widerspricht. Wir setzten uns für unsere Rechte ein und
widersprechen leidenschaftlich gerne, im Alltag und im Staat!
Seit langem sind autonome FrauenLesbenEinrichtungen
gefährdet, sei es durch Subventionskürzungen, Vereinnahmung,
sogenanntes Projektmanagement oder Leistungsverträge. FrauenLesbenOrte
sind für uns kollektive, selbstverwaltete Zentren, von wo aus
wir eine andere, gerechtere Welt gestalten. Auch der Verkauf des
Ernst-Kirchweger-Hauses übergibt ein selbstverwaltetes soziales
Zentrum der Häuserspekulation. Und die Räumungsklagen
führt ein Anwalt mit rechtsradikalem Hintergrund! Wir solidarisieren
uns mit dem Ernst-Kirchweger-Haus (EKH)!
2005 ist das Jahr 60 Jahre nach der Befreiung vom
Nazifaschismus. Wir stimmen nicht ein in die Jubelfeier der Regierung,
die sich mit ihrem „Gedenken“ reinwaschen will und einen
österreichischen Nationalismus bejubelt und den Austrofaschisten
Dollfuß feiert. In den Zeiten des Austrofaschismus wurde die
ArbeiterInnenbewegung mit Waffengewalt bekämpft und verboten,
und dieses Österreich hat sich mit fliegenden Fahnen dem „deutschen
Reich“ angeschlossen. Österreich war mitbeteiligt an
der Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden,
der Roma und Sinti, der als „Asoziale“ Verfolgten, der
Homosexuellen und als „lebensunwert“ definierten Menschen.
Österreich war beteiligt am Eroberungs- und Vernichtungskrieg
gegen europäische Länder und gegen die Sowjetunion. Widerstand
gegen den Faschismus leisteten in Österreich vor allem die
KommunistInnen und SozialistInnen und die slowenischsprachigen PartisanInnen.
Auch der Überlebenskampf der Verfolgten war Teil des Widerstandes.
Wir gedenken aller FrauenLesben, die gegen Faschismus, Sexismus
und Ausbeutung gekämpft haben!
Die Regierung baut wieder staatlichen Rassismus
auf, baut erkämpfte Rechte und Demokratie ab und kriminalisiert
Andersdenkende! Im Namen der EU-Verfassung wird weitere Privatisierung
und Sozialabbau durchgesetzt, Militarisierung EU-weit durchgeführt
und neue Kriege geplant.
Wir kämpfen mit allen FrauenLesben, die tagtäglich
verspottet, beleidigt, unterdrückt und/oder verfolgt werden.
Wir solidarisieren uns mit den FrauenLesben, die sich tagtäglich
dagegen wehren, für sich selbst einstehen und sich mit anderen
FrauenLesben zusammenschließen und organisieren.
Wir kämpfen für unser Recht auf Selbstbestimmung!
Wir gehen auf die Strasse und kämpfen für unsere Befreiung!
Für selbstbestimmte Räume!
Das Recht, selbst zu entscheiden, mit wem wir zusammenleben!
Das Recht, selbst zu entscheiden, wo wir leben!
Das Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung und Wohnraum!
Das Recht auf Abtreibung!
Für ein Grundeinkommen, mit dem es sich leben lässt!
Gegen jede Zwangsarbeit und soziale Pflichtdienste!
Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!
Gleiche Rechte für alle, die hier leben!
Die Regierung muss weg!
Wir kämpfen gegen Unterdrückung und Ausbeutung!
Wir kämpfen gegen EU-Militarisierung und geplante Kriege!
Wir kämpfen gegen Patriarchat, Kapitalismus und imperialistische
Kriege!
8. März – Internationaler FrauenLesbenMädchen-Kampftag
Auftaktkundgebung: 17 Uhr Westbahnhof
!!!FrauenLesbenMädchen-Demonstration!!!
Abschlusskundgebung, mit Konzert ab ca. 19:30 Urban Loritz Platz
Der 8. März ist seit über 100 Jahren der
Internationale Frauen/Lesben/Mädchen-Kampftag. Vor knapp 150
Jahren traten am 8. März Textilarbeiterinnen in den Streik
(1857). 1908 kamen Textilarbeiterinnen in New York ums Leben, als
während eines Streikes, den sie am 8. März starteten,
das Feuer ausbrach (die Arbeiterinnen wurden zuvor eingesperrt).
1909 wurde daraufhin in Nordamerika der 8. März zum landesweiten
Frauenkampftag und 1911 von der sozialistischen Internationale auf
Initiative von Clara Zetkin zum weltweiten Frauenkampftag erklärt.
Das FZ-Beisl (9., Währingerstrasse 59/Stiege
6, Eingang Prechtlgasse) ist am 8. März ab 15.00 Uhr geöffnet,
nach der Demonstration findet das Fest zum 8. März 2005 statt.
DIESER DEMONSTRATIONSAUFRUF RICHTET SICH AN FRAUEN
LESBEN MÄDCHEN
WEITERSAGEN - WEITERMAILEN - JEDE NIMMT IHRE FREUNDIN UND DEMONSTRIERT
MIT UNS!
-->top
åchtung weiberleid . . . mädlz,
lesben, frauen, transgender. .
wir machen uns ein fest und zwar am
samstag, den 22. jänner in der kapu in linz (ab 20 uhr).
d.i.y. or cry... bedeutet, dass wir uns die party selber machen
und euch auch herzlichst dazu einladen bereits im vorfeld mitzumachen.
geplant sind bis jetzt:
eröffnungsspektakel, konzerte (angefragt gustav + first fatal
kiss), karaokeeeee, juhee, lecker volxküche (inkl. punsch),
offene bühne, fuer alle die lust haben, was zu singen, performen,
lesen, tanzen ... zu machen (hierfuer sollte, spaetestens eine woche
vorher bescheid gegeben werden), platz fuer (nicht allzu kleine)
kinder, die im dachstock schlafen koennten (unbedingt rechtzeitig
bescheid geben), feuershow um mitternacht (nix fix vorgeplantes,
sondern verstanden als moeglichkeit für alle, die da mitmachen
wollen), ausstellung und filme.
das klingt doch ziemlich nett. soll es auch werden und deshalb seid
ihr alle aufgerufen, dabei zu sein und (stimmung) zu machen. wenn
wer equipement zur verfügung stellen kann, zum kochen und dekorieren
bereits am nachmittag kommen, oder sich sonstwie einbringen will,
freuen wir uns!
kontakt ist möglich und erwünscht über: treibsand-frauen@servus.at
weil frauenräume wichtig sind und wir verdammt viel auszudrücken
haben!
ni dios, ni amo! ni partido, ni marido!
(aus dem spanischen; kein gott, kein herr! keine partei, kein ehemann!)
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ladies fordern räume - EKH bleibt!!!
Das Ladyfest Wien 04-Kollektiv solidarisiert sich
mit den BewohnerInnen und NutzerInnen des EKH. Die Ideen des Ladyfest
04 von Anti-Rassismus, Anti-Sexismus, Anti-Homophobie, Anti-Transphobie
waren wichtige Vorgaben bei der Suche eines geeigneten Raumes, in
dem das Ladyfest 04 stattfinden konnte. Das EKH war für uns der
in Wien derzeit geeignetste Raum, unsere Vorstellungen umzusetzen.
Dies auch, weil einige Projekte des EKH, wie das Que(e)rbeisl, der
Infoladen und die Frauenbanden mit dem Ladyfest in Verbindung standen.
Das Ladyfest steht für feministische, antikapitalistische, nichtkommerzielle,
DIY-Zusammenhänge. Der Großteil der Konzerte, Workshops, Diskussionen,
Vokü fanden im EKH statt. Ohne die Strukturen und die Unterstützung
des EKH wäre das Ladyfest 04 nicht möglich gewesen. Ebenso wie das
EKH lehnte auch das Ladyfest öffentliche Subventionen und Vereinnahmungen
jeglicher Art ab. Verbindungen zwischen feministisch- und queer-engagierten
Leuten wurden durch die Zusammenarbeit von EKH und Ladyfest verstärkt.
Wir fordern mehr Räume, mehr Plätze, mehr Häuser für feministische,
migrantische und queere Kollektive!!! Es ist eine Frechheit, dass
die KPÖ dieses soziale, antirassistische Kulturzentrum unter dem
Deckmantel von Geldknappheit verkauft hat! Wir protestieren gegen
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